28.03.2011

Technische Universität Berlin

Wie aus Ergas Wertstoffe entstehen

Es geht um die Umwandlung von Erdgas zu chemischen Wertprodukten. Bei der Erdölförderung werden Milliarden Kubikmeter Erdgas ungenutzt abgefackelt, weil oft wirtschaftliche Transportmöglichkeiten fehlen. Dieses Problem will der Berliner Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) mit Hilfe der Katalyse lösen und hat darüber einen Kurzfilm in Deutsch und Englisch gedreht.

Erdgas aber auch Biogas bestehen überwiegend aus Methangas, mit dem der Chemiker wenig anfangen kann. Deshalb ist die Umwandlung von Methan zu Ethylen ein vielversprechender Weg, Methan nutzbar und das sinnlose Abfackeln von Erdgas überflüssig zu machen.

„Wir möchten aus Methan Ethylen machen; daraus werden Kunststoffe hergestellt, die wir heute alle kennen und schätzen, aber auch viele andere Produkte wie Waschmittel oder Arzneimittel“, sagt Prof. Dr. Reinhard Schomäcker von der Technischen Universität Berlin, der Leiter des Methan-Projektes innerhalb des Exzellenzclusters ist.

In dem neuen Kurzfilm wird gezeigt, wie die UniCat-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler vorgehen, um den richtigen Katalysator und den passenden Reaktor zu finden. In nur fünf Minuten wird der umfassende Ansatz vom Labor bis zum Testen der industriellen Anwendbarkeit allgemeinverständlich erläutert.

Der Film ist im Internet zu sehen: www.unicat.tu-berlin.de/Presse

Der Film wurde von der Berliner Produktionsfirma „Mimikry Film“ hergestellt. Sie wurde von Ulrich Aschenbrenner, einem Absolventen der TU Berlin, gegründet; der Schwerpunkt liegt in Dokumentarfilmen aus Wissenschaft, Technik, Kultur und Zeitgeschehen.

Finanziell unterstützt wurde die Filmproduktion von der Firma Swagelok, einem führenden amerikanischen Hersteller von Rohrverschraubungen, Ventilen und Druckreglern.

„Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) ist der einzige Exzellenzcluster, der das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse erforscht. In diesem interdisziplinären Forschungsverbund arbeiten mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Physik, Biologie und Verfahrenstechnik aus vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten aus Berlin und Brandenburg zusammen. Sprecherhochschule ist die TU Berlin. UniCat wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft durch die Exzellenzinitiative mit ca. 5,6 Millionen Euro jährlich gefördert.

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