27.07.2015

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Windmöller & Hölscher: Energieeffizienzlabel für Blasfolienanlagen und Flexodruckmaschinen

Das Energieeffizienzlabel erhalten alle W&H-Blasfolienanlagen der Baureihen "Optimex" und "Varex" in den Ausführungen von 3 bis 9 Schichten. Wegen der schwierigen Vergleichbarkeit von Daten, die an unterschiedlichen Anlagen erfasst werden können, fanden Untersuchungen bisher fast immer nur an einzelnen Komponenten einer Extrusionsanlage statt. Erstmals wurde nun vom TÜV Süd eine komplette Baureihe von Blasfolien-Extrusionsanlagen hinsichtlich ihres Energieverbrauchs auditiert und nach eingehender Auswertung mit dem Zertifikat "beste verfügbare Technik" in Bezug auf die Energieeffizienz ausgezeichnet. Auch für die Flexodruckmaschinen "Vistaflex" und "Miraflex" liegen TÜV-Zertifikate vor. Damit wird seitens des TÜV Süd bescheinigt, dass die W&H-Maschinen der genannten Baureihen den Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz in vollem Umfang entsprechen, teilt W&H mit.

Seit längerem wird das Thema Nachhaltigkeit in der Extrusion intensiv diskutiert. Ein Schwerpunkt ist die Reduktion des Energieeinsatzes bei der Folienextrusion.

Die Auditierung der Blasfolienanlagen erstreckte sich auf umfangreiche Messreihen zur Ermittlung der Energieverbräuche der vorgenannten Baureihen "Optimex" und "Varex" und der Festlegung sinnvoller Bilanzhüllen. In einem weiter gehenden Schritt wurde überprüft, inwieweit das Streben nach Energieeffizienz auch in der Unternehmensausrichtung Berücksichtigung findet und in den Konstruktionsprozessen von W&H verankert ist.

W&H sieht in dieser Zertifizierung eine Selbstverpflichtung, die energieeffiziente Gestaltung seiner Blasfolien-Extrusionsanlagen zu dokumentieren. Den Kunden soll das Zertifikat einer unabhängigen Prüfstelle die Gewissheit geben, eine Blasfolienanlage zu betreiben, in der alle Verbraucher von elektrischer Energie und Luft nach aktuellem Stand der Technik konzipiert wurden.

Das erstmals für Maschinen dieser Art vergebene Zertifikat kann bei nationalen Stellen zum Nachweis der Energieeffizienz neu investierter W&H-Extrusionsanlagen verwendet werden. In Europa sei ein derartiger Nachweis hilfreich für die Erlangung einer Zertifizierung nach ISO 50001, die Voraussetzung ist für die teilweise Befreiung besonders energieintensiver Unternehmen von der EEG-Umlage und zukünftig auch für die Entlastung von Unternehmen der produzierenden Gewerbe von der Strom- und Energiesteuer.

In regelmäßigen Wiederholungs-Audits soll sichergestellt werden, dass auch zukünftige konstruktive Änderungen an W&H-Blasfolienanlagen den vorgegebenen Maßstäben der Energieeffizienz entsprechen. Weitere Fortschritte bei der Energieeffizienz der W&H-Maschinen sollen damit für die Kunden transparent gemacht werden.

Das Thema Energieeffizienz findet auch bei der Konstruktion der W&H-Druck- und Verarbeitungsmaschinen Berücksichtigung und soll sukzessive für alle Maschinentypen umgesetzt werden.

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