07/12/2010

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Wissenschaft in erfolgreiche High-Tech-Produkte umsetzen

In einer zweitägigen Fachtagung werden sich Experten im SuperC der RWTH Aachen mit der Epitaxie beschäftigen, einer speziellen Form des Kristallwachstums und ein bewährtes Verfahren in der Halbleiterproduktion. Mit dem Workshop „Epitaxie von III/V-Halbleitern“ am 9. und 10. Dezember begeht der Arbeitskreis Epitaxie der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung e.V. (DGGK) sein 25-jähriges Jubiläum. Bis heute sind aus dem Diskurs wissenschaftlicher Grundlagen zu diesem Themengebiet etliche Arbeitsprojekte, High-Tech-Produkte und -Firmen hervorgegangen, die international erfolgreich sind. Ausrichter der Veranstaltung sind die RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen und die AIXTRON AG.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung der „Epitaktiker“ stehen die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse im Bereich der Optoelektronik – wie lichtemittierende Dioden (LEDs) für die Beleuchtungsindustrie, Nanotechnologie, Photonik und Solartechnik. Erwartet werden rund 150 Teilnehmer/innen aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Industrie aus ganz Deutschland.

Für den Nachwuchs geht es an beiden Tagen um die Bewährungsprobe auf dem wissenschaftlichen Parkett. „Der Workshop dient auch als nationales Forum, bei dem Doktoranden Gelegenheit haben, ihr Wissen erstmals einem renommierten Fachpublikum vorzustellen. Dabei gilt es natürlich auch, sich als potenzielle Mitarbeiter zu präsentieren“, so Dr. rer. nat. Holger Kalisch, Oberingenieur am Institut für Theoretische Elektrotechnik der RWTH Aachen.

„Hinter den Workshop-Themen steckt eine hohe Wertschöpfung für Deutschland“, sagt Professor Michael Heuken, Vice President für Forschung und Entwicklung bei AIXTRON und außerplanmäßiger Professor an der RWTH Aachen. Er leitet den DGKK-Arbeitskreis Epitaxie seit vielen Jahren. „Unternehmen wie Osram, Philips, Infineon und viele Firmen aus Asien wie Samsung oder Nichia verwenden die hier diskutierte Technologie. Die Ausstellung während des Workshops nutzen viele Firmen, um direkt in Kontakt mit Kunden zu kommen. Sie schaffen so Arbeitsplätze und sind auf dem Weltmarkt erfolgreich.“

Gemäß einer Studie von Optech Consulting sollen photonische Produkte im Jahr 2015 weltweit einen Umsatz von rund 439 Milliarden Euro erzielen. Neben den traditionellen Anwendungen entfalten optische Technologien enorme Wachstumspotenziale im Bereich der Solartechnik, Medizin, Life Sciences, in der modernen Beleuchtungstechnik mit LEDs oder der Nanotechnologie.
Intensiver wissenschaftlicher Austausch und langjährige enge Beziehungen verbinden auch RWTH Aachen und AIXTRON. 1983 als Spin-off der RWTH hervorgegangen, ist AIXTRON heute ein innovatives High-Tech-Unternehmen, das mit Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie weltweit Marktführer ist. „Die Verbindung sowie der kontinuierliche Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie ist immens wichtig, um im internationalen High-Tech-Markt bestehen zu können“, so Professor Heuken.

Ausstellende Firmen beim DGKK-Workshop im SuperC der RWTH Aachen sind neben AIXTRON auch AkzoNobel, Centrotherm, CrystAl-N, CS Clean Systems, Dockweiler Chemicals, DOW Electronic Materials, GCE DruVa, KITEC, LayTec, MaTecK, MDC Vacuum, PANalytical, Rainer Lammertz, SAFC Hitech, Wafer Technology, WEP Control und Winder. Die Teilnehmer haben außerdem die Möglichkeit, AIXTRON und die RWTH Aachen zu besichtigen.

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