20.09.2013

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Wittmann Battenfeld: MacroPower 1500 rundet Serie nach oben ab

Die MacroPower Serie von Wittmann Battenfeld wird mit der Baugröße 6, der MacroPower 1500, nach oben erweitert und deckt damit das komplette Schließ­kraft­spektrum von 400 bis 1.600 t ab.

Auf der K 2013 stellt das Unternehmen eine MacroPower 1500/8800 mit ServoPower-Technologie vor, die mit einem Werkzeug des österreichischen Formenbauers ifw mould tec einen Bodenschacht aus PP von Borealis fertigt. Die 4 Abzweigungsöffnungen werden dabei mithilfe komplexer Kernzugstechnologie realisiert. Die Kernzüge sind mit P/Q Ventilen versehen. Das Entformen des Teils erfolgt mit "Kernzugzwischenstopp" in der Öffnungsbewegung. Die Teile werden mit einem Wittmann Roboter W853 entnommen und gestapelt abgelegt. Aufgrund des Holmstichmaßes der MacroPower1500 von 1600 x 1250 mm, soll das Werkzeug mit den 4 Kernzügen optimal in die Maschine eingepasst werden können.

Bei der vorgestellten Anwendung sei in der Praxis vor allem die Langlebigkeit des Produktes von Bedeutung. Es wird eine Produktlebensdauer von weit über 50 Jahren angenommen, die das Produkt unter der Erde überdauern müsse, ohne sich zu verformen oder Risse aufzuweisen. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die optimale Masseaufbereitung zu werfen, um etwaige Störstellen zu verhindern. Deshalb seien neben der effizienten und kostengünstigen Produktion vor allem Qualität und Zuverlässigkeit bei der Herstellung von Bodenschächten entscheidende Kriterien.

Effizienz und Wirtschaftlichkeit ergeben sich laut Hersteller bei der MacroPower 1500 unter anderem durch ihr platzsparendes Design, ihre Schnelligkeit, die hohe Energieeffizienz, vor allem bei der vorgestellten Ausführung mit ServoPower-Antrieb.

Wichtige Features der MacroPower 1500 im Überblick
Hervorgehoben werden vor allem die kurze Baulänge der Maschine und ihre kompakte Stellfläche. Diese Merkmale sollen durch das 2-Platten Schließsystem, kombiniert mit den ebenfalls sehr kompakt bauenden Twin-Zylinder Spritzaggregaten möglich werden. Ein weiteres Highlight sei die Schnelligkeit der Maschine. Diese resultiere aus hohen Verfahrgeschwindigkeiten und extrem kurzen Verriegelungszeiten, die durch das zum Patent angemeldete Verriegelungssystem "Quicklock" erreicht würden.

Das in die Schließplatte integrierte Verriegelungssystem ermöglicht den Angaben zufolge zudem eine Konstruktion der Maschine mit überdurchschnittlich kurzen Holmen. Damit könne in Kombination mit dem verlängerten Schutzgitterhub auf der Rückseite der Maschine ein Werkzeugeinbau seitlich von hinten durchgeführt werden, ohne dass bei seitlicher Beladung ein Holm gezogen werden müsse. Extrem große Werkzeuge sollen auch geteilt seitlich eingebaut werden können. Somit werde der Werkzeugeinbau vereinfacht und kostengünstiger, da meist keine zusätzliche Holmziehvorrichtung erforderlich seien. Optional sei bei Bedarf die Maschine auch mit einer Holmeinziehvorrichtung, bei der ein Holm über Knopfdruck hydraulisch einzieh- und ausfahrbar ist, verfügbar. Damit werde Freiheit bis zur maximalen Werkzeugeinbauhöhe geschaffen.

Durch die Linearführung der Schließplatte könne zudem auf die sonst übliche Ölwanne zur Schmierung von Gleitelementen verzichtet werden. Gerade bei großen Maschinen, wie der MacroPower 1500, komme diesem Merkmal besondere Bedeutung zu. Aufgrund der geringen Bewegungsreibung sei die Werkzeugsicherung bei dieser Maschine besonders feinfühlig, und die Leichtgängigkeit der Führung trage zudem zur hohen Energieeffizienz der Maschine bei. Die Linearführung der Schließplatte sei darüber hinaus ein Garant für ein Höchstmaß an Präzision, da darüber exakte Plattenparallelität über den gesamten Hub gewährleistet werde.

Standardmäßig werden die Maschinen der MacroPower Serie über einen Drehstrommotor mit elektrisch verstellbaren Regelpumpen angetrieben. Optional kann auch, wie bei der K 2013 vorgestellt, die ServoPower-Ausrüstung bestehend aus einem hochdynamischen Servomotor und einer elektrisch verstellbaren Axialkolbenpumpe mit veränderbarem Schluckvolumen eingesetzt werden. Die Regelung des Förderstroms erfolgt bei diesem System über die Motordrehzahl bzw. über den Schwenkwinkel der Hydraulikpumpe. Somit werde für jeden Betriebspunkt das Optimum zwischen Pumpenwirkungsgrad und Motordrehzahl ermittelt und über die Steuerung der Maschine vorgegeben. Damit soll der Energieverbrauch um durchschnittlich 30 Prozent und der durchschnittliche Lärmpegel auf unter 70 dba gesenkt werden können.

Weitere Informationen: www.wittmann-group.com

K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf, Halle 10, Stand A04 (Wittmann Robot Systeme) und Halle 16, Stand D22 (Wittmann Battenfeld)

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