29/10/2012

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Wittmann Battenfeld: MacroPower für Plasttechnik Hohleborn

Gegen Mitte des Jahres hat Wittmann Battenfeld zwei Spritzgießmaschinen der MacroPower-Serie an die Firma Plasttechnik Hohleborn mit Sitz Floh-Seligenthal, Thüringen, geliefert.

Die Plasttechnik Hohleborn hat ihren Schwerpunkt in der Automobil­industrie und hier im Bereich des Zubehörs für die Lichttechnik mit Fokus auf Scheinwerfergehäuse. Das Produktspektrum lässt sich grob in die Gruppen Designteile mit Ober­flächen und technische Funktionsteile unterteilen. Haupt­kunde ist die Firma Automotive Lighting.

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen und hat sich 2008 entschlossen, seine Fertigungskapazitäten massiv auszubauen. So wurden bis Mai 2012 eine neue Produktionshalle errichtet, das alte Lager abgerissen und durch ein neues, zweigeschossiges ersetzt. Heute verfügt Plasttechnik Hohleborn über eine Produktionsfläche von knapp 1.700 m² und ein Hochregallager mit 970 m², das 2.100 Gitterboxstellplätze aufweist, sowie weitere Lagerfläche für ca. 600 t Rohmaterial.

Die Plasttechnik Hohleborn hat in ihrem Werk in Floh-Seligenthal 13 Spritz­gieß­maschinen im Schließkraftbereich von 35 bis 1.000 t stehen, 12 davon von Wittmann Battenfeld. Die ersten Maschinen wurden bereits 1991 geliefert. Im Mai dieses Jahres wurden zwei Großmaschinen der PowerSerie, eine MacroPower 650 und eine MacroPower 1000, geliefert.

Die bei Plasttechnik Hohleborn installierten MacroPower-Maschinen werden für technische Großteile eingesetzt. Auf der MacroPower 1000 mit einer Schließkraft von 1.000 t werden Scheinwerfergehäuse mit Werkzeugen mit einem Gewicht von bis zu > 13 t eingesetzt. Die Herstellung dieser Teile ist extrem anspruchsvoll. Mit der 650 t - Maschine werden primär Designteile wie Abdeckrahmen produziert.

Die beiden MacroPower-Maschinen sind mit der ServoPower-Option ausgeüstet. Bei diesem Konzept kommt anstelle des Drehstrommotors mit konstanter Drehzahl ein hochdynamischer Servomotor zum Einsatz. Als Hydraulikpumpen werden elektrisch verstellbare Axialkolbenpumpen mit veränderbarem Schluckvolumen verwendet. Durch dieses System kann der Energieverbrauch der Maschine reduziert werden.

Ab der Schließkraftgröße von 270 t setzt Plasttechnik Hohleborn ausschließlich Maschinen mit Holmverlängerung ein. Für seine Produkte benötigt das Unternehmen kleine Schneckendurchmesser, aber erweiterte Werkzeugeinbauhöhen. Gerald Ullrich, Geschäftsführer von Plasttechnik Hohleborn: "Die modernen, schmalen Scheinwerfer sind Teile mit hoher Schräge und erfordern Werkzeuge mit hoher Einbauhöhe. Es geht bei uns darum, kleine Materialmengen auf großen Werkzeugen zu spritzen."

Aufgrund dieser speziellen Anforderungen sind beispielsweise die zuletzt bestellten hydraulischen Maschinen der HM-Baureihe, eine HM 400 und eine HM 500, mit doppelter Holmverlängerung ausgeführt. Auch die zuletzt installierten Maschinen der MacroPower-Serie, deren Design sich hinsichtlich Auffahrbarkeit bei kleiner Aufstellfläche auszeichnet, wurden mit zusätzlicher Holmverlängerung ausgeführt.

Über die MacroPower von Wittmann Battenfeld
Die Großmaschine MacroPower von Wittmann Battenfeld zeichnet sich laut Anbieter aus durch ihre extrem kurze Baulänge, Schnelligkeit, Modularität, hohe Präzision, Sauberkeit und Geräuscharmut. Der modulare Aufbau ermöglicht demnach den vielseitigen Einsatz der Maschine. Die Linearführung der Schließplatte ermöglicht einen sauberen Werkzeugraum als auch ein hohes Maß an präzisem Formschutz. Schnelligkeit erlangt die MacroPower durch hohe Verfahrgeschwindigkeiten und kurze Verriegelungs- und Hochdruckaufbauzeiten, die über das von Wittmann Battenfeld entwickelte Verriegelungssystem "Quicklock" erreicht werden. Besonders hervorgehoben wird der einfache Einbau von Werkzeugen über die Rückseite der Maschine. Ein verlängerter Schutzgitterhub auf der Rückseite und kurze Holme aufgrund des in die Schließplatte integrierten Verriegelungssystems ermöglichen demnach in den meisten Fällen den Einbau von sperrigen Werkzeugen ohne Holmziehvorrichtung.

Über Plasttechnik Hohleborn
Plasttechnik Hohleborn, Hersteller und Verarbeiter von technisch anspruchsvollen thermoplastischen Kunststoffteilen, wurde 1990 von Gerald Ullrich in Hohleborn gegründet und 1995 in die Plasttechnik Hohleborn Gesellschaft für technischen Spritzguß mbH umgewandelt. In Floh-Seligenthal ist das Unternehmen seit 1997 ansässig.

Über die Beteiligung an der Firma Sinntec Pulverspritzguß GmbH, die sich am Firmengelände befindet, wird auch die MIM-Technologie (Metal Injection Molding) angeboten. Neben dem Spritzguss beschäftigt sich das Unternehmen im zunehmenden Maße mit der Fertigung ganzer Baugruppen.

Die Geschäftsführung nehmen Gerald Ullrich, technische Geschäftsführung, und seine Frau Annette, kaufmännische Geschäftsführung, gemeinsam wahr. Seit August dieses Jahres verstärkt Sohn Michael in der Funktion des technischen Leiters die Führungsmannschaft des Unternehmens und soll sich primär um die Spritzgießmaschinen kümmern.

Plasttechnik Hohleborn beschäftigt zurzeit ca. 40 Mitarbeiter. Der geplante Umsatz für 2012 beläuft sich auf ca. 5 Mio. Euro.

Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Weitere Informationen:
www.wittmann-group.com, www.plasttechnik-hohleborn.de