08.10.2010

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Wittmann: Temperiergeräte mit dem besonderen Touch

Die Nachfolger der Temperiergeräte-Serie Tempro Plus C, sinnigerweise Tempro plus D genannt, präsentiert Wittmann erstmals zur K. Eine spezielle Neuheit ist die Anzeige und Bedienung über einen farbigen Touchscreen. Das sei keine Spielerei, sondern soll einige handfeste Vorteile bieten.

Die Bildschirmgröße erreicht knapp 6 Zoll bei 640 × 480 Pixel Auflösung, was der doppelten Darstellungsgröße zur Vorgängerserie entspricht - und die komfortable Bedienung ermöglicht. Die auf dem Display vertikal angeordneten "Menü-Tasten" und die horizontalen "Funktions-Direktwahltasten" können nach einer wählbaren Wartezeit automatisch ausgeblendet werden, was die Darstellungsgröße der Hauptdaten maximiert. Frei wählbaren Feldern können unterschiedliche Prozessparameter zugewiesen werden, beispielsweise Soll-Temperatur, Vorlaufdruck, Pumpendruck, Systemdruck, Durchfluss in Litern pro Minute, externe Temperatur oder Rücklauftemperatur. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Direktwahltasten mit verschiedenen Funktionen wie Kühlen, Leersaugen, Mediumtausch und anderen zu belegen. Diese frei definierbare Belegung der Bildschirmfelder kann für jeden Kreis einzeln (und voneinander abweichend) durchgeführt werden.

Mit dem deutlich vergrößerten Display und der Verwendung der allgemein verständlichen Signalfarben Grün, Rot und Blau ist die Prozess-Visualisierung mit einfachen Mitteln möglich: So nimmt etwa die Darstellung der Spritzgießform auf dem Display bei innerhalb der Toleranz liegender Temperatur grüne Farbe an, die bei zu heißer Form zu Rot wechselt; während der Aufheizphase erscheint die Darstellung blau.

Das drucklose Tankgerät deckt den Bereich bis 90 °C ab, die drucküberlagerten tanklosen Varianten die Temperaturbereiche bis 140 °C, 160 °C oder 180 °C. Ale Ausführungen sind als Einkreis- und Zweikreis-Geräte verfügbar. Der Wärmetauscher der drucküberlagerten Varianten enthält lediglich 3 Liter Umlaufmedium. Das geringe Volumen garantiert kurze Aufheiz- und Abkühlphasen und führt zu einer kürzeren Reaktionszeit der Regelung, was wiederum kürzere Zykluszeiten ermöglicht. Da kein Schwimmer das Füllstandsniveau überwacht, gewährleisten der Pumpendrucksensor und der Systemdrucksensor die ausreichende Versorgung des Systems mit dem Medium. Die Informationen der Drucksensoren werden genutzt, um den Systemdruck auf mindestens 1 bar über dem Wert der Dampfdruckkurve zu halten. Dadurch wird die Kavitation der Pumpe verhindert.

Erreicht wird bei der Temperaturführung laut Unterlagen eine Toleranz von nur ± 0,2 °C. Das geringe Umlaufvolumen bringt kurze Reaktionsintervalle des Reglers in der Heiz- und der Kühlphase. Dank der laut Anbieter nahezu unbegrenzte Lebensdauer der verbauten Solid State Relais könne die Heizung nahezu beliebig oft angesteuert werden. Die drucküberlagerten Modelle können unbegrenzt Formen jeder Größe leersaugen, ohne dabei zu überfüllen. Die Dimensionen des Wärmetauschers beschränken nicht das Rücksaugvolumen, da das rückgesaugte Medium über ein Ablassventil in den Kühlwasserrücklauf der Wasserversorgung geleitet wird.

Weitere Informationen: www.wittmann-group.com

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 10, Stand A04