01/06/2011

Wodurch entsteht eigentlich der Rollwiderstand?

Durch die Einwirkung von Kräften, wie zum Beispiel dem Gewicht des Fahrzeugs, wird der Reifen verformt. Dies zeigt sich an der Aufstandsfläche auf der Straße und der angrenzenden Reifenseitenwand.

Dreht sich das Rad, wird ständig ein neuer Bereich des Reifens be- eziehungsweise entlastet. Durch die periodische Verformung des Reifens wird ständig ein Teil der mechanischen Energie in Wärme umgewandelt.

Die vom Motor gelieferte Energie soll das Fahrzeug vorantreiben. Ein Teil dieser Energie geht jedoch durch Reibung in den Lagern, durch den Luftwiderstand des Fahrzeugs und schließlich durch den Rollwiderstand der Reifen verloren.

Die Wärmeentwicklung am laufenden Reifen ist in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich hoch. Den größten Beitrag liefert die Lauffläche zusammen mit dem Gürtelverbund. Wird die Flexibilität des Reifens durch erhöhten Luftdruck verringert, vermindert sich auch der Rollwiderstand. Dem sind jedoch Grenzen gesetzt, da ein stark erhöhter Luftdruck den Fahrkomfort mindert und durch Verkleinerung der Reifenaufstandfläche die Fahrsicherheit herabsetzt.

Neben einer Optimierung der Reifenkonstruktion, z. B. durch die Verringerung der Spannung in den verschiedenen Bauteilen, ist insbesondere der Aufbau der Gummimischung für die Erniedrigung des Rollwiderstands entscheidend.