19.02.2015

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Zweischneckenextruder für scher- und temperatursensible WPCs

[image_0]Laut KraussMaffei Berstorff haben Produkte aus WPC mit ihrem günstigen Eigenschaftsprofil, ihrem interessanten Preis sowie ihrer Umweltverträglichkeit auch in Europa im In- und Outdoor-Bereich längst Einzug gehalten und zeigen Wachstumsraten von jährlich bis zu 25 %. "Besonders Terrassendielen sind sehr gefragt", berichtet Kai Schwedthelm, bei KraussMaffei Berstorff zuständig für die verfahrenstechnische Entwicklung im Bereich Compoundierung und Verarbeitung von Biokunststoffen. "Für die Verarbeitung der scher- und temperatursensiblen Composites haben sich die gleichlaufenden Zweischneckenextruder bestens etabliert, da sie sich durch ihr Baukastensystem für Schnecke und Zylinder optimal an jede Verfahrensaufgabe anpassen lassen", so Schwedthelm weiter.[image_1_right] Den KraussMaffei Berstorff-Verfahrenstechnikern ist es jetzt gelungen, entlang der Verfahrenseinheit weitere Optimierungen vorzunehmen, die maßgeschneidert für die Besonderheiten bei der WPC-Verarbeitung sind. "Hervorzuheben ist die neuartige Kombination aus Knet- und Multi-Process-Elementen in der Plastifizierzone, wodurch die Schmelzetemperatur im Vergleich zu Standardschnecken bei gleichbleibendem Aufschmelzgrad um rund 10 % verringert wird", erläutert Schwedthelm. Auch in der Zone der Fasereindosierung sorgt eine angepasste Schneckenkonfiguration für bessere Ergebnisse. Gleiches gilt für die Mischzone, in der Multi-Process-Elemente ebenfalls für eine Temperatursenkung um 10 % sorgen, was eine hohe Materialqualität garantiert. Pluspunkte für die WPC-Verarbeitung bringen außerdem die für ZE-Extruder typischen 6 D-langen Zylinderelemente: Kombinationselemente erlauben die Eindosierung der Holzanteile und die Entlüftung der mit in den Prozess einbrachten Luft in einem verfahrenstechnisch sinnvollen Abstand. Eine 6 D-langen Entgasungsöffnung garantiert die prozesssichere Entgasung von bis zu 12 % Feuchtigkeit in den Naturfasern bei niedrigen Gasgeschwindigkeiten. Alternativ eingesetzte Produktniederhaltewerke sind damit überflüssig. Schließlich sorgt die Seitenfüttereinrichtung ZSFE mit spezieller Ultra Feed-Vakuum-Technologie für eine Erhöhung der Schüttdichte der leichten Füllstoffe und damit für eine Durchsatzsteigerung.

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