13.08.2014

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babyplast: Mikrospritzgießmaschine fürs Kunststoff-Institut Südwest

Die deutsche Vertretung für die babyplast Spritzgießmaschinen, die in Kierspe (Sauerland) ansässige Christmann Kunststofftechnik GmbH, stellt dem Kunststoff-Institut Südwest (KISW) in Villingen-Schwenningen eine Maschine für das Technikum zur Verfügung. Es handelt sich dabei um das aktuelle Modell der laut Hersteller kleinsten vollhydraulischen Spritzgießmaschine, in diesem Fall die Einkomponenten-Version in Edelstahlausführung.

Die Übergabe erfolgte bereits Ende Mai im Rahmen des Innovationsforums, einer der größten Veranstaltungen des erst vor wenigen Jahren gegründeten KISW. Marc Tesche, der neue Geschäftsführer von Christmann Kunststofftechnik, händigte die Maschine persönlich an den Institutsleiter des südwestdeutschen Ablegers des Kunststoff Instituts Lüdenscheid, Siegfried Kaiser, aus.

Für die Sauerländer Mikrospritzguss-Spezialisten von babyplast ist es das Erste mal, dass sie eine Maschine dauerhaft als Leihgabe zur Verfügung stellen. Grund ist, dass die Regionen rund um Villingen-Schwenningen im Südschwarzwald als eine der europäischen Hochburgen der Fein-, Präzisions- und Mikromechanik gilt. So ist man bei der Christmann Kunststofftechnik überzeugt, dass im Schwarzwald, auf der Alb, im oberen Rheintal sowie in der Nord-Schweiz bis hin nach Österreich eine Vielzahl potentieller babyplast Anwender beheimatet sind.

Auch das KISW zählt u.a. die Bereiche Feinwerktechnik und Medizintechnik zu seinen Schwerpunkten. "Wir möchten mit der kostenfreien Leihstellung den Interessenten die Anreise verkürzen und ihnen damit die Möglichkeit schaffen, unsere Maschine mit geringem Aufwand an Zeit und Geld persönlich erleben und testen zu können", so Tesche.

Villingen als idealer Standort und das KISW als kompetenter Partner
Neben dem attraktiven Standort Villingen-Schwenningen im geographischen Zentrum der Medizin- und Mikromechanik sieht man bei babyplast das KISW als einen erfahrenen, neutralen und sachkompetenten Partner für alle Themen rund um die Herstellung von kleinen und kleinsten Teilen aus Kunststoff an.

Das Institut verfügt neben ausgewiesenen Experten über die komplette technische Infrastruktur für umfangreiche Versuche, mit einem eigenen Materiallabor und der erforderlichen Peripherie im Technikum. In letzterem befinden sich neben der neuen babyplast auch schon fünf weitere Spritzgießmaschinen verschiedener Hersteller, darunter auch eine andere Mikro-Spritzgießmaschine.

Wie Tesche weiter erläutert, erhofft sich babyplast hier die Möglichkeit, den vielen vorwiegend kleinen und mittelständischen Kunststoff-Verarbeitern, die z.B. im Bereich Medizintechnik ein wichtiges Standbein haben, seine Maschine künftig einfacher live vorstellen und Erfahrungen wie Informationen austauschen zu können: "Wir freuen uns sehr über die konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit und planen gemeinsame Entwicklungsprojekte."

Komplettanlage auf Stellfläche einer Euro-Palette
Die Maschine vom Typ babyplast 6/10 PT kommt mit einem reinigungsfreundlichen Edelstahlgehäuse, also der Version, die für Produktionen in Sauber- bzw. Reinräumen gedacht ist. Zusätzlich zur Maschine hat babyplast einen Maschinentisch mit integrierter Kühlmaschine und einem speziellen, besonders kleinen und effizienten Temperiergerät mitgeliefert. Damit ist die Produktionseinheit völlig autark auf einer Fläche von nur 0,6qm zu betreiben.

Nach Angaben des Herstellers kann die Maschine alle technischen Formassen bis zu einer Verarbeitungstemperatur von 420°C verarbeiten. Für die Versuche stehen am Institut aktuell bereits zwei Werkzeuge zur Auswahl: Ein Einfach-Werkzeug mit Tunnelanguss (Kaltkanal) für ein Mikrozahnrad und ein Familienwerkzeug, auf dem zugleich ein Schlüsselanhänger und ein kleines Eisenbahnmodell gespritzt werden können. Interessenten für Versuchsanwendungen mit der babyplast können sich direkt an Siegfried Kaiser am Institut wenden.

Über das Kunststoff-Institut Südwest (KISW)
Das KISW wurde 2011 als Schwesterinstitut des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid gegründet und nahm im Sommer 2012 seinen Betrieb auf (siehe auch plasticker-News vom 12.07.2012), beteiligt sind 19 weitere mittelständische Firmen aus der Region.

Das Kunststoff-Institut hat sich Technologieförderung vor Ort im Unternehmen - eben dort, wo sie unmittelbar benötigt wird, auf die Fahnen geschrieben und will dieses in Lüdenscheid bewährte Konzept jetzt auch den Unternehmen im deutschen Südwesten und in den angrenzenden Regionen bieten. Am KISW in Villingen-Schwenningen arbeiten inzwischen sechs Mitarbeiter und das Technikum verfügt über sechs Spritzgießmaschinen namhafter Hersteller nebst Peripherie und Prüflabor. Damit will man als Dienstleister den Firmen einen umfassenden Technologie-vor-Ort-Service leisten. Die Schwerpunkte sieht man dabei in den Bereichen Hybridtechnik, Feinwerktechnik und Medizintechnik. Als Leistungen werden u.a. angeboten: Produktentwicklung, Forschungs- und Entwicklungsberatung, Aus- und Weiterbildung durch Qualifizierungsangebote, Formteil- und Werkzeugoptimierung, Qualitätsmanagement, Verfahrenstechnik, Oberflächentechnik und Werkstofftechnik.

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