15.10.2013

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babyplast: Verarbeitung von Flüssigsilikon / LSR im Spritzgießverfahren - Kooperation mit Werkzeug-Spezialisten

Die Verarbeitung von Flüssigsilikon / LSR im Spritzgießverfahren stellt besondere Herausforderung an Werkzeug, Mensch und Maschine. Die Maschine muss für die beiden, in der Regel pastösen Ausgangskomponenten A und B, mechanisch und steuerungstechnisch angepasst werden. Der Maschinenbediener benötigt besonderes Prozess Know-How und Erfahrung im Umgang mit diesem Werkstoff. Fertigkeiten die nicht in der Theorie sondern nur durch jahrelange praktische Erfahrung zu erlangen sind.

Das Herzstück des Prozesses und für den Erfolg eines jeden LSR-Projektes maßgeblich entscheidend ist das Spritzgießwerkzeug. Ein LSR-Werkzeug ist von der Konstruktion bis zur Feinabstimmung in der Serienproduktion wesentlich anspruchsvoller und komplexer als ein vergleichbares Thermoplast-Spritzgießwerkzeug. Nur wenige Werkzeugmacher in Europa verfügen nach Angaben der Christmann Kunststofftechnik GmbH über die erforderliche Erfahrungen in der Konstruktion, im Bau und im LSR-Spritzgießprozess die für ein zuverlässiges und serientaugliches LSR-Werkzeug unabdingbar sind. Mit der Fa. EMDE aus Oberbachheim will der Spezialist für Mikro-Spritzgießmaschinen von babyplast einen erstklassigen Partner dafür gefunden haben.

Erfahrung und Routine
Die Fa. EMDE hat sich demzufolge konsequent und ausschließlich auf die Herstellung von Spritzgießwerkzeugen für Flüssigsilikon fokussiert. Von der Werkzeugkonstruktion über den Werkzeugbau bis hin zum Technikum sei EMDE auf die besonderen Anforderungen eingerichtet und verfüge über das notwendige Equipment. Die Werkzeuge werden im eigenen Technikum auf eigenen Maschinen und Anlagen eingefahren und bis zur Serientauglichkeit optimiert. Über die Jahre und die Vielzahl der Projekte verfügen die Mitarbeiter über Routine und Erfahrung von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme. Der Kunde erhalte ein voll funktionstüchtiges und professionell abgenommenes Werkzeug.

LSR Maschinenkonzept in drei Varianten - für jede Anwendung maßgeschneidert
Auf der Basis des Maschinenkonzeptes der Mikro-Spritzgießmaschine von babyplast wurde der Baukasten für die Verarbeitung von Flüssigsilikon/LSR modular erweitert. Heute stehen drei Varianten für die LSR Verarbeitung zur Verfügung. Abhängig vom Schussgewicht und vom Durchsatz stehen die Varianten:

1. "Kartusche - 0,5 Liter" -> für Schussgewichte kleiner 1 g
2. "Misch & Dosierstation - 2 x 1 Liter" -> für Schussgewichte von 1 g bis 10 g
3. "Konventionell" -> für Schussgewichte größer 10 g
zur Auswahl.
Edelstahl und vergrößerter Holmabstand
Gerade für Medizinische und Technische Formteile aus LSR mit hohem Anspruch an Sauberkeit und Partikelfreiheit ist eine Produktion unter Reinraumbedingungen erforderlich. Dazu steht eine reinigungsfreundliche Edelstahl-Ausführung zur Verfügung.

Auch Werkzeuge für sehr kleine Technische Teile benötigen z.B. für Schieber mitunter große Kavitätenabstände bzw. Aufspannfläche im Werkzeugeinbauraum. Speziell für solche Anwendungen steht ab sofort die Option "vergrößerter Holmabstand" zur Verfügung. Auf 122 mm x 122 mm sei hier viel Platz selbst für komplexeste Werkzeuge.

Über EMDE
EMDE liefert komplette Anlagen mit entsprechender Systemgarantie aus einer Hand. Die zur Verarbeitung von LSR passend konfigurierte Spritzgießmaschine, der 2-Komponenten-Mischer und das Spritzgießwerkzeug mit Kaltkanaldüse bilden eine Einheit, die zur Fertigung hochwertiger Silikonteile und feiner Detaillierung aufeinander abgestimmt sein muss.

Die langjährige Erfahrung ermöglicht es der Fa. EMDE das Einfahren und Optimieren der Werkzeuge und Prozesse bis zur kompletten Systemabstimmung als Service-Dienstleistung anzubieten. Eine Systemabnahme kann als FAT-Test beim Spritzgießmaschinen-Lieferant oder auch im Technikum der Fa. EMDE erfolgen.

Über babyplast
Hohe Präzision auf kleinem Raum - dafür stehen die Mikro-Spritzgießmaschinen von babyplast. Die Maschinen mit 62,5 kN Schließkraft für die Kleinteileproduktion finden auf nur 0,6 qm Platz. Sie arbeiten mit einer hochauflösenden Proportionaltechnik, in Verbindungen mit einem frequenzgeregelten Drehstrommotor. Sie sind extrem leise (< 68 db(A)), verfügen über eine praxisgerechte Bedienoberfläche in Touch-Screen-Technik und USB-Schnittstelle.

Da die Formaufspannplatten die Funktion einer Stammform übernehmen, reduzieren sich Werkzeuggröße und Kosten erheblich. Dies ermöglicht effektivere Formkonstruktionen. Zudem entfallen die üblichen überdimensionierten Schließkraftpotentiale, die die Kleinteilefertigung dominieren, und sorgen so für deutlich mehr Energieeffizienz gegenüber konventionellen Maschinenkonzepten.

Für eine optimale Ausnutzung des Schussvolumens stehen fünf Kolbendurchmesser zur Auswahl. Auch in der 2K-Nachrüstung bietet babyplast ein komplettes Nachrüstmodul für alle marktüblichen Spritzgießmaschinen an.

Seit 1994 wurden weltweit rund 3.500 Anlagen von babyplast ausgeliefert. Rund 25 Prozent davon stehen im deutschsprachigen Raum, den die Christmann Kunststofftechnik GmbH in Kierspe seit 2001 bearbeitet.

Klassische Serviceaufgaben, wie Ersatzteillogistik, Wartung oder Ferndiagnose, erfolgen von Kierspe aus zentral für alle Verwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Vertriebs- und Servicepartner versteht sich vor allem als anwendungstechnischer Service-Partner: Im Technikum von babyplast in Kierspe können Kunden Materialversuche oder Abmusterungen vornehmen. Verarbeiter werden im Prozess, sowie in der optimalen Werkzeugtechnik beraten, bis hin zur Reinraumproduktion in der Medizintechnik.

Weitere Informationen: www.babyplast.de, www.emde.de

K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf
Halle 13, Stand A44 (Christmann Kunststofftechnik)
Halle 12, Stand A21 (EMDE)

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