07/05/2013

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battenfeld-cincinnati: Open House präsentierte energiesparende PO-Rohrextrusionslinie

battenfeld-cincinnati präsentierte gemeinsam mit seinen Partner­unter­nehmen Labotek und Sabic im Rahmen eines Open House im Februar 2013 in Bad Oeynhausen seine Weiterentwicklungen in punkto Energieersparnis. Die vorgeführte PO-Rohrextrusionslinie der neuen Generation verbraucht laut Anbieter mindestens 30 Prozent weniger Energie als eine Vorgängerlinie. Rund 75 Gäste informierten sich über die Möglichkeiten.

Bei einer jährlichen Produktionszeit von 7.000 Stunden lassen sich rund 300.000 Euro allein bei den Stromkosten einsparen, wenn eine Rohrextrusionslinie mit den von battenfeld-cincinnati vorgestellten Komponenten ausgerüstet ist, rechnet der Maschinenbauer vor. Beispielhaft wurde dies in einer Coextrusionslinie zur Herstellung eines 2-Schicht-Rohres für Druckrohranwendungen vorgeführt, die eine Ausstoßleistung von 750 kg/h und eine Geschwindigkeit von 0,93 m/min erreichte. Zu der enormen Energieersparnis tragen den Angaben zufolge vornehmlich die eingesetzten Extruder uniEX 35-30 und solEX 75-40 bei, das spezielle Rohrwerkzeug helix 250-3 VSI-T+ mit Innenkühlsystem EAC (efficient air cooling) sowie das Green Pipe Nachfolge-equipment.

Extruder der Einschnecken-Serie uniEX mit einer Verfahrenslänge von 30 D seien dank eines breiten Prozessfensters universell einsetzbar. Besonders energiesparend seien sie durch den Einsatz von AC-Motoren mit luftgekühltem Frequenzumrichter. Bei den Modellen der solEX-Serie mit ihren 40 D-langen Verfahrenseinheiten sorgt ein AC-Motor mit wassergekühltem Frequenz-Umrichter für die energiesparende Arbeitsweise.

In Bezug auf den Energieverbrauch speziell überarbeitet hat battenfeld-cincinnati seinen in der PO-Verarbeitung eingesetzten Rohrwerkzeug-Typ helix VSI-T. Kernkomponente des neuen 3-Schicht Rohrkopfes helix 250 VSI-T+ ist ein Kühlkorb, der zwischen Verwischgewinde und Siebkorb installiert ist. Beim Kühlsystem EAC wird kalte Luft zur Rohrinnenkühlung eingeleitet und anschließend die erwärmte Luft in das Labotek Materialtrocknungssystem überführt. Diese Rohrinnenkühlung steigert den Angaben zufolge auch die Rohrqualität, insbesondere bei großen Rohren würde der Sagging-Effekt (ungleiche Wanddickenverteilungen) deutlich reduziert.

Als dritte Komponente trage auch die Green Pipe Nachfolge mit "green cooling" zur Gesamtenergieersparnis bei. Sie arbeitet mit energiesparenden frequenzgeregelten Vakuum- und Wasserpumpen. Außerdem komme dieses Kühlsystem mit einem um fast 90 Prozent niedrigeren Wasser-Volumenstrom aus. Erreicht werde dies dadurch, dass das Kühlwasser in den letzten Tank eingeleitet und dann von Tank zu Tank gegen die Extrusionsrichtung weitergeleitet wird. Mit den vorgestellten Verbesserungen lasse sich eine Energiekostenersparnis von gut 30 Prozent erreichen.

Ebenfalls erhöhen lassen sich den weiteren Angaben zufolge die Einsparungen durch zwei Faktoren, die vom Partnerunternehmen Labotek A/S aus dem dänischen Frederikssund und dem Rohstoffhersteller Sabic, der seinen Hauptsitz im saudi-arabischen Riyadh hat, präsentiert wurden.

Labotek, ein Anbieter von Trocknungssystemen für die Kunststoffbranche, hat gemeinsam mit battenfeld-cincinnati eine EAC-Version seines Kombi-Trockners entwickelt, die direkt an der Linie vorgestellt wurde. Das Trocknungssystem arbeitet mit zwei getrennt voneinander arbeitenden Trocknungszonen. In die obere Zone wird die heiße Luft, die aus dem Rohrwerkzeug abgezogen wird, eingeleitet. Die untere Zone ist als herkömmliche Trocknungszone mit Trockenlufttrocknung ausgeführt, um den benötigten Trocknungsgrad des Materials sicherzustellen. Der vorgestellte Trockner benötige für 1.500 kg/h Granulat lediglich 11 kW. Im Gegensatz dazu würden herkömmliche Trockner für die gleiche Durchsatzmenge 92 kW benötigen, was der enormen Energieersparnis von 89 Prozent entspreche.

Sabic hat speziell für die energieeffiziente Rohrextrusion ein neues PE-Compound entwickelt. Vestolen A-Rely 5924 R 10.000 wurde für die Rohrherstellung während des Open House verwendet. Es benötigt den Angaben zufolge im Vergleich zu einem herkömmlichen PE 100-Typ messbar weniger Energie zum Aufschmelzen und Verarbeiten im Extruder.

Weitere Informationen:
www.battenfeld-cincinnati.com, www.labotek.com, www.sabic-europe.com

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