10.06.2015

www.plasticker.de

bio!CAR: Neue Konferenz im Rahmen der Composites Europe 2015 - Fokus auf biobasierte Materialien im Automobilbau

24.-25. September 2015, Stuttgart

Mit der bio!CAR geht im September eine neue Konferenz für die Automobil-Industrie an den Start. Im Mittelpunkt stehen biobasierte Materialien im Automobilbau. Ihre Premiere feiert die internationale Tagung im Rahmen der Composites Europe 2015 vom 24. bis 25. September auf dem Stuttgarter Messegelände. Organisiert wird die Konferenz gemeinsam vom bioplastics Magazine und dem nova-Institut in Kooperation mit dem Messeveranstalter Reed Exhibitions und der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK).

Die bio!CAR-Konferenz will dem Trend zum Einsatz von bio-basierten Polymeren und Naturfasern in der Automobilindustrie Rechnung tragen: Immer mehr Hersteller und Zulieferer setzen auf bio-basierte Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen wie u.a. Holz, Baumwolle, Flachs, Jute oder Kokosfaser, die als Verbundmaterialien in Innenverkleidungen hochwertiger Türen und Armaturenbrettern zum Einsatz kommen. Nach Angaben des nova-Instituts aus Hürth wurden in der europäischen Automobilindustrie zuletzt (2012) rund 80.000 Tonnen Holz- und Naturfasern zu Verbundwerkstoffen verarbeitet. Das Gesamtvolumen der biobasierten Verbundmaterialien im Automobilbau betrug 150.000 Tonnen.

Auch für Biokunststoffe finden sich im Automobilbereich hochwertige Anwendungen. Bio-basierte Polyamide aus Rizinusöl werden in Hochleistungsbauteilen eingesetzt, Polymilchsäure (PLA) in Türinnenverkleidungen, Soja-basierte Schäume in Sitzpolstern und Armlehnen und bio-biobasierte Epoxyharze in Verbundwerkstoffen. Über Bio-basierte Polymere und ihre weltweite Verwendung hat das nova-Institut im Mai eine aktualisierte Marktstudie herausgegeben.

Zwei Tage lang werden Experten aus allen Bereichen bio-basierter Materialien auf der bio!CAR über ihre aktuellen Entwicklungsergebnisse referieren. Die Materialpalette umfasst unter anderem mit anspruchsvollen Naturfaserprodukten gefüllte oder verstärkte konventionelle Kunststoffe sowie bio-basierte, sogenannte "Drop-in" Biokunststoffe wie Polyamide auf der Basis von Rizinusöl oder Polyolefine aus Zuckerrohr-basiertem Bio-Ethanol. Aber auch neuartige Biokunststoffe wie PLA oder PTT gehören ebenso dazu wie duromere Harze aus nachwachsenden Rohstoffen oder bio-basierte Alternativen für Gummi und Elastomere. Vorträge für die bio!CAR 2015 können noch bis zum 31. Mai eingereicht werden.

Weitere Informationen:
www.bio-car.info, www.composites-europe.com, www.bioplasticsmagazine.com,
www.nova-Institut.eu

Composites Europe 2015, 22.-24. September 2015, Stuttgart

Weitere News im plasticker