20.06.2014

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bvse: Unterstützung für 70-Prozent-Ziel der EU

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. begrüßt das inzwischen bekannt gewordene "Circular Economy Package", das von Umweltkommissar Potocnik vorgeschlagen wurde und sich in der Abstimmung mit den anderen EU-Kommissaren befindet. Die EU-Kommission plant Anfang Juli eine offizielle Mitteilung zum Thema "Kreislaufwirtschaft" unter dem Titel: "A zero waste programme for Europe" zu veröffentlichen.

Der bvse unterstützt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft und damit das Recycling zu stärken. Dazu gehört, dass in den Mitgliedsstaaten Wertstoffe möglichst sortenrein erfasst, behandelt und dem Recycling zugeführt werden können. "Die Verbrennung ist keine gleichwertige Alternative zur stofflichen Verwertung", betont bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Der bvse tritt dafür ein, alle Instrumente zu verbessern, die zu mehr Recycling führen und dafür zu sorgen, diese auch in allen Mitgliedsstaaten durchzusetzen. Von daher unterstützt der Verband auch den Vorschlag des Umweltkommissars die Recyclingquote auf 70 Prozent der Siedlungsabfälle bis 2030 anzuheben.

Nach Meinung von Eric Rehbock gehört dazu aber auch "echte Anreize" für mehr Recycling zu setzen. Die Europäische Union müsse deshalb deutlich machen, dass es ihr Ernst sei mit diesem Thema. Von daher sei es unter anderem notwendig, dass die Öffentliche Hand in der Europäischen Union, viel stärker als bisher, Recyclingprodukte nutzt und fördert.

Als richtig bezeichnet Rehbock auch das Ziel, die Berechnung der Recyclingquoten zu vereinheitlichen, um damit mehr Transparenz in ganz Europa herzustellen. Rehbock: "Europäische Recyclingquoten machen nur Sinn, wenn die Berechnungsgrundlagen auf gleichen Maßstäben beruhen, überprüfbar sind und nicht der Verschleierung schlechter Ergebnisse dienen." Von daher müsse auch über wirksamere Sanktionsmechanismen bei Nichteinhaltung der Vorgaben nachgedacht werden, so der bvse.

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