25.05.2011

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ecoPack systems 2011: Neue Konferenz für Kunststoff-Verpackungen erfolgreich gestartet

Ohne Ökologie keine Ökonomie - und umgekehrt, so das Fazit der ersten ecoPack systems Konferenz in Düsseldorf. Erstmals veranstaltete die PETnology GmbH aus Regensburg Anfang Mai, direkt vor der Interpack, eine neue Konferenz rund um nachhaltige Verpackungslösungen und konnte mit 80 Teilnehmern gleich eine erfolgreiche Premiere feiern.

Gemäß dem Trend in der Verpackungsbranche war auch das Kernthema der ecoPack systems die Frage nach der Nachhaltigkeit moderner Verpackungen. Sowohl im Einführungsvortrag, in der Podiumsdiskussion als auch quer durch die sieben Sessions mit insgesamt 20 Fachvorträgen wurde die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit immer wieder unterstrichen. Klar wurde nach Angaben des Veranstalters, dass die Beurteilung der Nachhaltigkeit sehr komplex ist und für jede Verpackung individuell zu beleuchten ist: So müsse eine Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen nicht unbedingt nachhaltiger sein als eine aus fossilen Rohstoffen, weil sie vielleicht mit einem deutlich höheren Energieeinsatz hergestellt wird. Biokunststoffe, deren Ausgangsprodukte ebenso als Nahrungsmittel genutzt werden können, blieben fragwürdig. Weiterhin sei die Frage nach der Verfügbarkeit von Biokunststoffen ungeklärt. Auf der anderen Seite gebe es vielversprechende erste Verpackungslösungen aus nachwachsenden Rohstoffen, die zu einem deutlich reduzierten CO2-Footprint beitragen. Nachhaltigkeit bei herkömmlichen Verpackungslösungen aus Erdöl-basierten Kunststoffen bedeute ein reduziertes Verpackungsgewicht bei energieeffizienter Herstellweise. Nachhaltigkeit wurde definiert als ein Gesamtkonzept aus Umweltverträglichkeit, Energieverbrauch, Wiederverwendbarkeit und Rezyklierbarkeit. Dementsprechend seien alle entlang der Wertschöpfungskette - vom Rohstoffhersteller über den Maschinenhersteller, Verpackungshersteller und Lebensmittelhersteller bis hin zum Endanwender - gefordert, eine sinnvolle und damit nachhaltige Lösung zu finden.

Einig waren sich die Tagungsteilnehmer darin, dass Verpackungen weiterhin wichtiger werden, denn heute verderben immer noch rund ein Drittel aller Lebensmittel bevor sie beim Verbraucher ankommen. Einheitliche Richtlinien sollten geschaffen werden, um den Endverbraucher über die Verpackungslösung und ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu informieren.

"Ziel war es, mit ecoPack systems unser Tagungs-Angebot für die Verpackungsbranche zu erweitern und neben unserer bestens etablierten PETnology Europe Konferenz eine weitere Plattform zum Informationsaustausch im wachsenden Verpackungsmarkt zu bieten", erklärte PETnology-Geschäftsführer Dr. Otto Appel. "Zum einen freuen wir uns natürlich darüber, dass wir bei unserer ersten Tagung gleich 80 Teilnehmer begrüßen durften, zum anderen sind wir begeistert, dass wir tatsächlich einen anderen Interessentenkreis ansprechen konnten als zur PETnology-Tagung."

Die nächste ecoPack systems findet vor der Anuga FoodTec am 26. und 27. März 2012 in Köln statt. Zuvor wird die 14. PETnology Europe-Konferenz am 7. und 8. November in Nürnberg ausgerichtet, direkt vor der Brau Beviale.