27.01.2011

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geobra Brandstätter: Playmobil-Umsatz überspringt halbe Milliarde - Brandstätter-Gruppe wächst um 7,9 Prozent

Mit einem weltweiten PLAYMOBIL-Umsatz an den Handel von 507 Mio. € hat dieser nicht nur erstmalig die halbe Milliarde übersprungen sondern mit sieben Prozent auch die selbst gestellten Wachstumsprognosen übertroffen. Damit festigte das im mittelfränkischen Zirndorf ansässige Familienunternehmen nach eigenen Angaben Platz zwei im deutschen Spielwarenmarkt und gewann auch im Ausland Marktanteile dazu. Die Erlöse der Brandstätter-Gruppe erreichten 559 Mio. €, teilt die Geobra Brandstätter GmbH & Co. KG aus Zirndorf anläßlich der 62. Internationalen Spielwarenmesse 2011 mit.

PLAYMOBIL-Entwicklung in Deutschland
In einem stark fragmentierten deutschen Spielwarenmarkt, dem größten Absatzmarkt für PLAYMOBIL, legte der PLAYMOBIL-Umsatz an den Handel demnach um sieben Prozent zu. Damit festigte Deutschlands größter Spielwarenhersteller mit einem Marktanteil von acht Prozent die zweite Position im deutschen Spielwarenmarkt nach Lego und vor Mattel. PLAYMOBIL-Geschäftsführerin Andrea Schauer sieht zwei wesentliche Gründe für diese positive Entwicklung: "Zum einen sind die Neuheiten die Wachstumstreiber, zum anderen trägt unsere vor ca. fünf Jahren begonnene Strategie, mit unserer Sortimentspolitik das Ganzjahresgeschäft zu forcieren, deutliche Früchte."

PLAYMOBIL weltweit
Der weltweite PLAYMOBIL-Umsatz stieg 2010 um sieben Prozent auf 507 Mio. €. Ein überzeugendes Neuheiten-Programm, ein effektiver Marketing-Mix und die konsequente Bearbeitung der einzelnen Märkte hätten zu diesem Erfolg beigetragen. Größten Anteil am Auslandsumsatz von weiterhin 68 Prozent haben die zwölf Vertriebstöchter. Doch auch sogenannte "Emerging Markets" hatten mit hohen Wachstumsraten - wenn auch auf noch niedrigem Niveau - Anteil an der Steigerung des weltweiten PLAYMOBIL-Umsatzes um 33 Mio. €.

PLAYMOBIL-Prognose und Preisentwicklung
Mit Blick auf die Bandbreite der vorgestellten Spielideen und Preispunkte prognostiziert PLAYMOBIL-Geschäftsführerin Andrea Schauer für 2011 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Die Preise in Deutschland können zur Messe 2011 stabil gehalten werden. In den Auslandsmärkten erfolgt lediglich eine geringe Anpassung um ein Prozent.

LECHUZA - Pflanzgefäße und mehr
Die Marke LECHUZA hat ihren Umsatz um 24 Prozent gesteigert. Mit Erlösen von 40,5 Mio. € in 2010 kommt LECHUZA der Vision des Firmeninhabers Horst Brandstätter von einem soliden zweiten Standbein für das Unternehmen immer näher. Wesentlichen Anteil an diesem Wachstum hatten das Endkundengeschäft mit Gartencentern europaweit, die Direktvermarktung an Privathaushalte sowie der sich erholende Objektbegrünungsbereich.

Produktionsstätten
Konsequent wurde nach Unternehmensangaben in den letzten Jahren in Fertigung und Logistik der eigenen Standorte in Deutschland, Malta, Tschechien und Spanien der Marken PLAYMOBIL und LECHUZA investiert.

Am Standort in Dietenhofen werden ca. 60 Prozent des PLAYMOBIL- und 100 Prozent des LECHUZA-Fertigungsvolumens bewältigt. Unter anderem entstehen hier täglich auf mehr als 400 Spritzmaschinen ca. sieben Mio. Spritzteile. Im Rahmen der weltweiten Versandabwicklung wurden im letzten Jahr ca. 48 Mio. PLAYMOBIL-Packungen versandt. Um der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach den Produkten gerecht werden zu können, wird derzeit eine neue Spritzerei mit ca. 80 Spritzgießmaschinen und ein weiteres vollautomatisches Hochregallager mit 12.000 Stellplätzen errichtet.

PLAYMOBIL Malta ist Exklusivfertiger der PLAYMOBIL-Figuren, die in nahezu jedem PLAYMOBIL-Artikel enthalten sind. Außerdem wird dort die Sortimentslinie PLAYMOBIL 1.2.3 mit höchsten Anforderungen an die Spielzeugsicherheit produziert. Damit nimmt das hochmoderne Werk in Malta eine herausragende Stellung im Produktionsverbund ein. In 2010 wurden wie im Vorjahr rund 100 Mio. Stück der 7,5 cm großen PLAYMOBIL-Figuren hergestellt, so dass mittlerweile 2,4 Mrd. Figuren ihren Weg in die Kinderzimmer weltweit gefunden haben.

Der Montagebetrieb im tschechischen Cheb ist vollständig in den Produktionsverbund des Unternehmens integriert. Bei kontinuierlicher Auslastung in 2010 fertigten im Durchschnitt 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorbeutel und Baugruppen für die Endproduktion in Dietenhofen sowie verpackungsintensive Fertigartikel in hohen Auflagen, wie z.B. die PLAYMOBIL-Adventskalender.

Expansion bei Gruppenumsatz und Beschäftigten
Der Gesamtumsatz der Brandstätter-Gruppe stieg gegenüber 2009 um 7,9 Prozent von 518 Mio. € auf 559 Mio. €. Zu dem Ergebnis trugen weltweit 3.250 Mitarbeiter bei. Das sind im Jahresmittel knapp 190 Beschäftigte, also sechs Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland standen 2010 insgesamt 1.758 Mitarbeiter gegenüber 1.730 im Vorjahr auf den Lohn- und Gehaltslisten.

Investitionen für PLAYMOBIL und LECHUZA
In 2011 sind neben einem Invest von 22 Mio. € für Spritzgießformen weitere 31 Mio. € für Investitionen in den Produktionsverbund vorgesehen. Insgesamt ist erneut ein Gesamtinvestitionsvolumen in der Höhe von 58 Mio. € zur Stärkung der beiden Marken PLAYMOBIL und LECHUZA geplant, davon 48 Mio. € in Deutschland.

Firmenchef Horst Brandstätter bilanziert:
"Für das Unternehmen war 2010 das elfte Wachstumsjahr in Folge. Dafür sind wir dankbar. Die Neuheiten wurden sehr gut aufgenommen, wir haben sparsam gewirtschaftet und in die Zukunft investiert. Ich bin überzeugt, dass auch 2011 ein erfolgreiches PLAYMOBIL-Jahr wird."