03.09.2010

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geobra Brandstätter: Verbraucherschutzministerin Aigner besucht PLAYMOBIL-Produktion

Gestern Vormittag hat Bundesverbraucher- schutzministerin Ilse Aigner die PLAYMOBIL-Produktion in Dietenhofen besucht. Besonders interessiert war die Ministerin und ihre leitenden Mitarbeiter aus dem Bereich Verbraucherpolitik, wie Deutschlands größter Spielzeughersteller die Sicherheit und Qualität seiner Playmobil-Produkte erreicht und gewährleistet. Bundesministerin Aigner zeigte sich nach dem Produktionsrundgang beeindruckt von dem Automatisierungsgrad und der Innovationskraft von Playmobil: "Es ist faszinierend, was an Hightech und Wissen in diesem Spielzeug steckt."

Hohes Invest in Standort Deutschland
Unternehmensinhaber Horst Brandstätter, Chef von mehr als 3.000 Mitarbeitern weltweit, begrüßte die Ministerin, die anwesenden Gäste aus Politik, von Verbänden sowie die Medienvertreter persönlich. Dass das Unternehmen Brandstätter keine Kurzarbeit oder Entlassungswellen kenne, sei sicher auch Ergebnis vernünftiger Managementarbeit mit Weitblick. In diesem Sinne habe man den Standort Deutschland in den vergangenen zehn Jahren mit einem Invest von knapp einer halben Milliarde gestärkt. "Was wir in Sachen Qualität und Sicherheit tun, ist in der Branche sicherlich beispielhaft." Alle Kunststoff- und Farbmateralien würden von dem unabhängigen Institut TÜV Rheinland LGA Products GmbH getestet. Das sei mehr als die europäischen Richtlinien vorschreiben und bedeute einen erheblichen Kostenpunkt.

Produktsicherheit im Fokus
Auch wenn es beim gestrigen Besuch vor allem um Produktsicherheit gehe, so könne man doch mit dem Playmobil-Bauernhof indirekt einen Beitrag zu einem weiteren Verantwortungsbereich der Ministerin leisten, der Landwirtschaft. Brandstätter zeigte der Ministerin, dass Playmobil Rinder heute weiche Hörner hätten, die beim versehentlichen Darauftreten nachgäben. "Wir wollen die Qualität und die Sicherheit eben so hoch wie möglich schrauben, und optimieren Entwicklung und Fertigung dementsprechend kontinuierlich.", schloss Horst Brandstätter.

Spritzerei mit 400 Spritzmaschinen
Kurt Gertler, Leiter des Betriebes in Dietenhofen mit 1.000 Mitarbeitern, führte die Ministerin durch die Playmobil-Produktion. Nach einem Stopp mit einigen Prüfbeispielen in der Qualitätssicherung ging es in die hochmoderne Spritzerei mit insgesamt 400 Spritzmaschinen. Spannend fand Ministerin Aigner den Spritzvorgang für die Erdmännchen aus dem Playmobil-Zoo: drei Farben und Materialien werden in einem Vorgang gespritzt und das Erdmännchen kommt spielfertig aus der Maschine.

In der Montage ging es vorbei an einem Band, an dem gerade Feuerwehrleiterfahrzeuge verpackt wurden, bis in die Tamponprint-Abteilung. Hier werden einzelne Playmobil-Teile mit bis zu 12 Farben hauchdünn und haltbar bedruckt.

Spielzeugsicherheit durch enge Abstimmung
In dem anschließenden Gespräch über Spielzeugsicherheit machte PLAYMOBIL-Geschäftsführerin Andrea Schauer deutlich, dass die Grundlagen für Qualität und Sicherheit bereits im Entwicklungsprozess gelegt würden. "Eine enge Abstimmung zwischen unseren erfahrenen, geschulten Mitarbeitern und dem Prüfinstitut TÜV Rheinland LGA Products GmbH schon in einem frühen Entwicklungsstadium schaffen eine gute Basis für hochwertiges Spielzeug."

Weltweit gültiges Prüfsiegel für Spielwaren wünschenswert
Die geltenden Grenzwerte der neuen europäischen Sicherheits-Richtlinien reichten aus, jedoch wäre ein europaweit wenn nicht weltweit gültiges und bekanntes Prüfsiegel für Spielwaren wünschenswert. Und dieses - hier waren sich Dr. Volker Schmid vom Bundesverband der Spielwarenindustrie, Bundesministerin Aigner und die Playmobil-Gastgeber einig - sollte die Testung durch ein externes zertifiziertes Prüflabor dokumentieren.