04.06.2014

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kunststoffland NRW: EEG-Reform - Mittelstand fordert gerechte Verteilung der Lasten

Auf Initiative von kunststoffland NRW trafen sich am 27. Mai 2014 rund 40 Geschäftsführer von mittelständischen Kunststoffunternehmen mit den Bundestagsabgeordneten Petra Crone, SPD, und Dr. Matthias Heider, CDU, beim Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft in Lüdenscheid. Einziges Thema waren die Auswirkungen der geplanten EEG-Reform speziell auf den Mittelstand (siehe auch plasticker-News vom 09.05.2014).

Die Unternehmen kritisierten die EEG-bedingten, ständig steigenden Energiekosten. Sie zeigten wenig Verständnis dafür, dass einzelne Branchen hier eine Reduzierung der Umlage in Anspruch nehmen können, wodurch sich die Last für alle anderen noch mehr erhöhe. Investitionen in die Energieeffizienz könnten diese Steigerung nicht auffangen. Verlagerungen ins Ausland, um die hohen Energiepreise zu umgehen, seien für kleine und mittlere, oftmals familiengeführte, Unternehmen keine Option.

Konkret nannten die Unternehmen folgende Probleme:
"Unter den Vorzeichen der Globalisierung steht der heimische Mittelstand im In- und Ausland in hartem Wettbewerb mit Unternehmen aus anderen Ländern, die ohne staatlich bedingte Aufschläge auf den Strompreis kalkulieren können. Besonders die mittelständischen Unternehmen der Zulieferindustrie unterliegen ohnehin bereits einem hohem Preis- und Kostendruck seitens ihrer Kunden. Von daher gibt es für sie keine Chance, die EEG-bedingten Erhöhungen beim Strompreis weiterzugeben. Ihre Wettbewerbsfähigkeit ist damit massiv bedroht."

Die Unternehmen fordern daher u.a.:
Begrenzung der Kostenentwicklung beim EEG
Planungssicherheit für Investitionen
Gerechte Verteilung der Energiewende-Kosten auf alle
kunststoffland NRW sieht sich hier als Anwalt des Mittelstandes in der Kunststoffindustrie und setzt sich auf allen politischen Ebenen für dessen Interessen ein. Die von kunststoffland NRW in einem Offenen Brief, der bereits von zahlreichen Geschäftsführern unterzeichnet wurde, aufgestellten Forderungen fanden den Angaben zufolge breite Zustimmung.

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