28.07.2011

www.plasticker.de

mtm plastics: Aktiv gegen Kunststoffmüll im Meer

Die in Niedergebra ansässige mtm plastics GmbH beteiligt sich nach eigenem Bekunden am Kampf gegen Kunststoffabfälle im Meer. Im Rahmen des europäischen Projekts "Waste free Oceans", das die europäischen Verbände EuPC (European Plastics Converters) und EuPR (European Plastics Recyclers) vor wenigen Tagen gemeinsam mit Industrieunternehmen an den Start brachten, will mtm plastics aus dem Meer gefischte Kunststoffabfälle übernehmen. In der Anlage in Niedergebra soll dann in Zusammenarbeit mit der cyclos GmbH untersucht werden, wie die Kunststoffe sinnvoll werkstofflich oder energetisch verwertet werden können. "Wir wollen im Kampf gegen die Vermüllung der Meere nicht tatenlos daneben stehen, sondern mit unserem speziellen Know-how in der Verwertung vermischter und verschmutzter Kunststoffe einen aktiven Beitrag leisten", begründen die Geschäftsführer der Unternehmen, Michael Scriba (mtm plastics) und Gunda Rachut (cyclos), ihr Engagement.

"Waste Free Oceans" ist eine von Industrieunternehmen getragene Initiative. Sie wurde am 20. Mai 2011 von den europäischen Verbänden der Kunststoffverarbeiter EuPC und der Kunststoff-verwerter EuPR offiziell gestartet. Zu ihren Förderern zählt auch die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung (Frankfurt am Main), ein Zusammenschluss deutscher Kunststofferzeuger, -verarbeiter und -maschinenhersteller.

Die von der EU unterstützte Initiative zielt darauf ab, gemeinsam mit Fischern die an europäischen Küsten herumtreibenden Abfälle zu verringern (mehr Informationen unter www.wastefreeoceans.eu). Mit spezieller Technik ausgestattete Fischerboote sollen den Müll einsammeln und wieder an Land bringen, wo er möglichst verwertet werden soll. Einige europäische Unternehmen haben sich ebenso wie mtm plastics dazu bereit erklärt, entsprechende Versuche zu unternehmen. Die cyclos GmbH stellt den Kontakt zu den Fischereipartnern her und begleitet den Mengenstromnachweis des Materials von der Bereitstellung im Hafen bis zur Verwertungsanlage.

"Die herausgefischten Abfälle zu verwerten, ist nur einer von vielen Beiträgen im Kampf gegen die Vermüllung der Meere, den wir gern leisten. Daneben müssen aber vor allem vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Die hierzu notwendigen Kenntnisse über die Herkunft der Abfälle wird cyclos durch Untersuchungen der bei mtm angelieferten Abfälle herausarbeiten. Darüber hinaus werden aber dringend Anti-Littering-Kampagnen, die Verbraucher über die Folgen nachlässigen Umgangs mit Abfällen aufklären, sowie bessere Entsorgungsmöglichkeiten in den Häfen benötigt, damit Abfälle erst gar nicht ins Meer gelangen", fordert Scriba. Verbote bestimmter Produkte, wie sie derzeit auch auf europäischer Ebene angedacht werden, lehnt er dagegen als "ebenso schlichte wie international wirkungslose" Maßnahmen ab.