25.02.2011

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polyvanced: Schlauchhersteller setzt Polyurethan als Alternative zu teuerem Polyamid 12 ein

Der Preis von Rohstoffen zur Herstellung von Kunststoffschläuchen steigt. Der Polyamid 12-Rohstoff ist um bis zu 30 Prozent teurer geworden und außerdem strikt kontingentiert. Der Osnabrücker Schlauchhersteller polyvanced reagiert auf diese Entwicklung. Das Unternehmen tauscht in vielen Bereichen auf Wunsch kurzfristig Polyamid-Schläuche gegen modifizierte Polyurethan-Schläuche (PU) aus. Diese sind robust, langlebig und knickunempfindlich. Durch die hohe Flexibilität lassen sie sehr enge Biegeradien zu. "Vor allem im Pneumatikbereich erzielen wir mit unseren ELAST-Schläuchen aus modifiziertem PU lange, störungsfreie Laufzeiten. Das führt zu direkten Kosteneinsparungen beim Endkunden", erklärt polyvanced-Vertriebsleiter Matthias Strehl.

Der Polyamid 12-Rohstoff ist derzeit teuer und nur schwer zu bekommen. "Möglicherweise ergeben sich daraus Lieferengpässe. Wir könnten dann große Wachstumsraten von Bestandskunden oder Neuanfragen nicht mehr mit diesem Werkstoff bedienen", sagt Strehl. Aus diesem Grund stiegen bereits mehrere Maschinenbauer aus dem Automatisierungsbereich auf den Hochleistungskunststoff Polyurethan (PU) um. "Modifiziertes Polyurethan ist jederzeit lieferbar und in vielen Bereichen wirtschaftlicher als Polyamid 12", erklärt Strehl.

PU-Schlauch im Vormarsch
Modifiziertes Polyurethan hat sehr gute Eigenschaften. Es ist robust, langlebig, knickunempfindlich und mikrobenbeständig. Darüber hinaus verfügt es über beste Dauerbiegewechselbeständigkeit. "Flexibilität und Verschleißfestigkeit zeichnen PU-Schläuche aus", informiert Strehl.

Polyvanced tauscht Polyamid 12-Schläuche ganz kurzfristig gegen Polyurethan-Schläuche (ELAST-Serie) aus. Nur in Ausnahmefällen sei das nicht möglich. Ein Beispiel hierfür sind Bremsdruckleitungen im Automobilbereich. In verschiedenen DIN-Normen wird Polyamid als zu verwendender Werkstoff vorgeschrieben. "Wir stehen unseren Kunden bei jeder Frage und bei jedem Problem zur Verügung. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen", so Strehl.