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Aus den Unternehmen
Design und Funktion im Vordergrund
01.10.2009
Künftig mehr als Polyurethan: Auf der Fakuma 2009 präsentiert sich Thieme als Kunststoff-Systemanbieter
Teningen, Oktober 2009 – Auf der internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung Fakuma, die vom 13. bis 17. Oktober in Friedrichshafen stattfindet, präsentiert sich die THIEME GmbH & Co. KG ihren Kunden erstmals mit neuer Ausrichtung: Als Kunststoff-Systemanbieter bietet Thieme neben dem Polyurethan-Prozess ab sofort auch andere Mate-rialien und Herstellungsverfahren an, sodass für jedes Projekt eine optimale Auswahl getroffen werden kann.
Die Entwicklung von Form- und Gehäuseteilen für ein neues Gerät ist für jeden Gerätehersteller eine zeit- und kostenträchtige Ange-legenheit. Eine Vielzahl von Materialien und Fertigungsverfahren steht zur Auswahl, die auf ihre Eignung für das betreffende Projekt geprüft werden müssen. Diese Last will Thieme jetzt seinen
Kunden abnehmen: Zu diesem Zweck wurde gemeinsam mit zwei weiteren Kunststoff-Herstellern das „Markt- und Technologiezent-rum Kunststoffe“ ins Leben gerufen, das Kunden eine optimale Beratung und Betreuung ihres Projektes aus einer Hand anbietet.
Für jedes Produkt die optimale Lösung
„Ein ausgezeichnetes Produkt ist das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels von Design, Materialwahl und Fertigung“, weiß Hartmut Bührer, Vertriebsleiter im Geschäftsbereich Kunststoffe bei Thieme. „Deshalb wollten wir unseren Kunden neben Polyu-rethan auch Thermoplaste anbieten können. Hierzu haben wir uns mit zwei Partnern zusammengetan, die in ihrem jeweiligen Bereich technologisch führend sind.“ Als Partner hat Thieme die WKV Kunststoffverarbeitung GmbH und die KABO-PLASIC GmbH gewinnen können. „Damit steht unseren Kunden jetzt die gebün-delte Fachkompetenz dreier Kunststoff-Spezialisten zur Verfü-gung“, betont Bührer.
Die 1991 im bayrischen Rohrbach gegründete WKV Kunststoff-verarbeitung GmbH ist auf die Serienfertigung vom Kunststoffer-zeugnissen im Thermoformverfahren, auch als Tiefziehen
bekannt, spezialisiert. „Wir schätzen an der neuen Kooperation den Synergiegedanken – dass eben nicht ausschließlich unser eigenes Fertigungsverfahren im Vordergrund steht, sondern die beste Lösung für den Kunden“, freut sich WKV-Geschäftsführer Harald Widl. So sieht das auch Michael Boll, Geschäftsführer der im südbadischen Hartheim-Feldkirch ansässigen KABO-PLASTIC GmbH, die sich in den mehr als 40 Jahren ihres Bestehens den Ruf als sehr zuverlässiger und flexibler Hersteller von Kunststoff-Spritzgussteilen erworben hat: „Durch diese Partnerschaft sind wir in der Lage, dem Kunden ein umfassendes, nahezu grenzenloses Knowhow bei der Fertigung von Kunststoffteilen anbieten zu
können, und dies aus dem Stand, ohne jegliche Anlaufphase. Denn jeder der drei Partner ist auf seinem Gebiet der Kunststoff-verarbeitung wegweisend.“
Auch für die THIEME GmbH & Co. KG ist die Kooperation ein großer Schritt: Seit über 30 Jahren werden im Thieme-Werk im badischen Teningen Formteile aus Polyurethan (PUR) hergestellt, über 4.000 Kundenprojekte wurden in dieser Zeit betreut. „Der Werkstoff PUR hat viele Vorteile und wird auch weiterhin ein wichtiger Werkstoff für den Formteilebau im Hause Thieme
bleiben“, unterstreicht Thieme-Vertriebschef Bührer. „Aber unser Produktspektrum ist künftig nicht mehr auf PUR beschränkt,
sondern wir suchen für jedes Kundenprojekt die unter Qualitäts- und Kostenaspekten optimale Lösung. Design und Funktion eines Produktes stehen im Vordergrund, nicht das Material.“
Perfektes Ergebnis unabhängig vom Werkstoff
Im Extremfall kann bei einem Kundenprojekt jedes Gehäuseteil aus einem anderen Kunststoffmaterial bestehen: „Über die
Zusammenarbeit mit unseren Partnern können wir jetzt thermo-plastische Verfahren wie Spritzguss, TSG und Tiefziehen anbie-ten“, erklärt Klaus Metzger, Technischer Leiter bei Thieme Kunst-stoffe. „Die Oberflächenbehandlung und Lackierung aller Teile, unabhängig vom Material, erfolgt dann in unserem Hause, sodass der Kunde in jedem Fall ein perfektes Produkt mit einheitlicher Oberflächenqualität aller Teile erhält.“ Bestandteil eines Komplettsystems können, dem Kundenwunsch entsprechend, sogar
Bauteile aus Blech sein, die von Thieme zugekauft und montiert werden.
Auch die Gesamtverantwortung für ein Kundenprojekt, von der ersten Beratung bis zur Lieferlogistik der fertigen Baugruppe, wird weiterhin bei Thieme liegen. „Für den Kunden bedeutet dies: Er hat nur einen Ansprech- und Gewährleistungspartner, einen Preis und einen Liefertermin“, betont Hartmut Bührer. „Mit unserem neuen, ganzheitlichen Angebot entlasten wir ihn nicht nur bei der Entwicklung, sondern geben dem Kunden auch die Gewissheit, dass am Ende des Prozesses ein optimales Produkt heraus-kommt.“









