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Mit Terahertz gegen Plastiksprengstoff & Co. in Briefbomben
Apropos K
Mit Terahertz gegen Plastiksprengstoff & Co. in Briefbomben
Terahertz-Briefscanner arbeiten mit für den Menschen unbedenklichen Terahertz-Wellen. Daher sind sie im Gegensatz zu Röntgen-Briefscannern an nahezu jedem Ort einsetzbar, etwa in der Postlogistik, in Justizvollzugsanstalten, in Behörden aber auch bei gefährdeten Privatpersonen zuhause. Röntgenscanner, wie man sie gegebenenfalls von Flughäfen kennt, verursachen erheblich mehr Aufwand, da unter anderem die auftretende Strahlung abgeschirmt werden muss. Zudem sind Röntgenscanner nicht in der Lage, Sprengstoffe zu identifizieren; im Gegensatz zu Terahertz-Wellen, die eine Analyse der chemischen Inhalte der Briefe liefern.
Ein breiter Einsatz von Terahertz-Briefscannern in der Postlogstikkette erlaubt es, zeigen sich die Experten überzeugt, gefährdete Personen rechtzeitig vor Brief- oder Paketbomben zu warnen. Verdächtige Postsendungen können vor Ort überprüft und gefährliche Inhalte identifiziert werden. Das Postgeheimnis bleibt somit gewahrt.
Zum Hintergrund. Der Terahertz -Bereich ist ein bisher wenig genutzter Teil des elektromagnetischen Spektrums. Er liegt zwischen Mikrowellen und Infrarotlicht. Lange Zeit sprach man von der Terahertz-Lücke, da es bis in die 1990er Jahre keine praktikablen Quellen gab. In den vergangenen Jahren wurden jedoch enorme Fortschritte erzielt. Die von Fraunhofer IPM entwickelten Systeme sind besonders kompakt, flexibel und robust. Terahertz-Wellen durchdringen Papier, Pappe und Kunststoffe. Der Clou ist: Die vorliegenden Moleküle weisen einen eindeutigen chemischen Fingerabdruck im Terahertz-Bereich auf, so dass Postsendungen nicht nur durchleuchtet, sondern vor allem auch der Inhalt chemisch analysiert wird. Wann diese Art der Sicherheitstechnik im Brief- und Paketversand zum Einsatz kommt bleibt allerdings abzuwarten. Ungeachtet dessen: Terahertz-Technik gehört dank ihrer besonderen Eigenschaften zu den Zukunftstechnologien. GD









