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Ein Gummihuhn fliegt hoch hinaus
Ein Gummihuhn fliegt hoch hinaus

Camilla im Weltraum - das Maskottchen der NASA Solar Dynamics Observatory
Alle Jahre wieder verändert sich das Magnetfeld der Sonne. Begleitet wird dieses astronomische Phänomen von Sonnenstürmen, in dessen Verlauf unser Zentralgestirn elektrisch geladene Teilchen ins Weltall schleudert. Treffen diese hochenergetischen Partikel unsere Erde, können, je nach Ausmaß des Sonnensturms, Satelliten und Funkverbindungen Schaden nehmen. Gymnasiasten aus Bishop, einer Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien, wollten untersuchen, wie energiereich die Teilchenstrahlung ist. Zu diesem Zweck ließen sie unter Anleitung eines Wissenschaftlers der US-Raumfahrtbehörde NASA einen „Astronauten“ in die Stratosphäre aufsteigen: das Gummihuhn Camilla, Maskottchen der NASA Solar Dynamics Observatory.
Mancher Schauspieler dürfte vor Neid erblassen angesichts des Bekanntheitsgrads einiger Kunststofftiere, allen voran der Gummiente von Sesamstraßen-Star Ernie. Vicco von Bülow, alias Loriot, konterkarierte den allseits beliebten Badespaß mit der gelben Quietscheente, indem er seine Protagonisten Herrn Müller-Lüdenscheidt und Herrn Doktor Klöbner im Badewannensketch über die zu Wasser gelassene Gummiente in Streit geraten ließ. Und während Ingrid Steeger sich in der Ulksendung „Klimbim“ mit Messer und Gabel auf eine Gummiente stürzte, nutzte Edgar Wallace-Bösewicht Klaus Kinski nach eigener Auskunft ihre offenkundig meditative Wirkung, um Ruhe zu bewahren.
Die Wissenschaft fand nicht minder Interesse an der polymeren Spezies, nachdem 1992 von einem Frachter aus Hongkong, der nach Tacoma im US-Staat Washington unterwegs war, im Ostpazifik einige Container mit knapp 29.000 Spielzeugtieren über Bord gingen, darunter zahlreiche Quietscheentchen. Während einige der Gummienten inzwischen das europäische Festland erreicht haben, sind andere immer noch auf den Ozeanen unterwegs, nicht verschollen, sondern beäugt von Forschern, die sich für die Ausdehnung der Müllstrudel auf den Weltmeeren interessieren.
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