SKZ Das Kunststoff-Zentrum

Frankfurter Str. 15-17 , 97082 Würzburg
Deutschland

Telefon +49 931 4104-0
Fax +49 931 4104-177
info@skz.de

Messehalle

  • Halle 10 / H15
 Interaktiver Hallenplan

Hallenplan

K 2016 Hallenplan (Halle 10): Stand H15

Geländeplan

K 2016 Geländeplan: Halle 10

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 04  Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 04.03  Institutionen

Institutionen

  • 04  Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 04.06  Wissenschaft und Beratung

Unsere Produkte

Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Zertifizierung von Managementsystemen

Leistungsfähigkeit und wirtschaftlicher Erfolg durch Zertifizierung von Managementsystemen

Qualität und Qualitätsmanagement sind unverzichtbare Führungsaufgaben in Unternehmen. Als Teamplayer bietet das SKZ mit der Zertifizierung von Managementsystemen die beste Vorlage für Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg.

250 Kunden in mehr als 16 verschiedenen Ländern – das SKZ ist auch hier ein bewährter und ein eng mit der Branche kooperierender Partner. Neben den Aspekten der ISO 9001 werden den klein- und mittelständischen Unternehmen Wege und Perspektiven in die Zukunft aufgezeigt. Die fachspezifischen Kompetenzen der SKZ Auditoren helfen den Verantwortlichen in den Unternehmen, eigene Schwächen zu finden und nicht zuletzt auch im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens konkrete Einsparpotenziale zu entdecken und in spürbare Kostenvorteile umzusetzen.

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Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Aus- und Weiterbildung

Neue Perspektiven und Chancen durch Aus- und Weiterbildung

Das SKZ zählt jährlich mehr als 11.000 Teilnehmer bei zirka 600 Veranstaltungen im Weiterbildungszentrum Würzburg und an den weiteren SKZ – Standorten Halle, Peine, Horb a. N. sowie auch international in VAE und in der Türkei.

Erfahrungsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene - so trägt das SKZ mit seinen Fachtagungen und Seminaren zum innovativen Wissenstransfer für die Kunststoffwirtschaft bei.

Von Erfolgsrezepten starker Unternehmen und deren Experten profitieren und diese dann in den Unternehmensalltag einbringen – das ermöglichen die SKZ Veranstaltungen rund um das Thema Kunststoff.

Zahlreiche Veranstaltungen haben sich zu anerkannten Branchentreffs entwickelt und sind inzwischen für viele Unternehmen fester Bestandteil ihrer Informations- und Weiterbildungspolitik. Themenbereiche, wie beispielsweise Werkstoffe, Verfahrenstechnik, Werkzeugtechnik, neue und innovative Technologien sind Inhalte von Fachtagungen für Industrie, Forschung und Wirtschaft.

Die mehrtägigen Seminare sind Veranstaltungen auf höchstem inhaltlichem Niveau. Auffrischen von Basiswissen und die Information über die neuesten Entwicklungen und Trends stehen auf der Tagesordnung. Die Themenbereiche werden permanent aktualisiert und die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um einen effektiven Informations- und Erfahrungsaustausch zu gewährleisten.

In Lehrgängen können Unternehmen ihre eigenen Fachkräfte schulen, um nicht nur in Zeiten des Fachkräftemangels Engpässe durch neue Techniken und Volumenerhöhungen in der Fertigung mittels solcher Zusatzausbildung zu kompensieren.
Die Lehrgänge sind zugeschnitten auf Facharbeiter, Meister, Techniker und Ingenieure, die mit praktischen Aufgaben in Industrie, Handwerk und Handel betraut sind.
Immer mehr Firmen wählen Inhouse-Schulungen, um ihre speziellen Bedürfnisse in höchstem Maße berücksichtigt zu wissen.

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Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Qualitätssicherung / Produktüberwachung

Wir sind eine nach DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditierte Inspektionsstelle des Typs A. Für diese Tätigkeit sind wir auch von vielen anderen Institutionen im In- und Ausland anerkannt.

Das SKZ überwacht derzeit weltweit über 450 Firmen mit mehr als 900 Produkten und ist damit eine der größten akkreditierten und zertifizierten Einrichtungen für die Qualitätssicherung (DIN EN ISO/IEC 17020). Auf Grund von weltweiten Kooperationen sind wir in der Lage, die Überwachung von Produkten für mehrere Länder gleichzeitig durchzuführen.

Vom QKE (Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse) sind wir mit der Qualitätssicherung bei folgenden RAL-Gütegemeinschaften (GG) beauftragt:

• GG Kunststoff-Abfall- und Wertstoffbehälter
• GG Kunststoff-Fensterprofile
• GG Flexible Dränrohre

Für Behälter und Behältersysteme darf das SKZ GS-Zeichen entsprechend dem Gerätesicherheitsgesetz vergeben. (GS-Zeichen)

Auch mit den folgenden vom RAL anerkannten Gütegemeinschaften arbeiten wir seit langem eng zusammen:

• GG Kunststoff-Baubahnen e.V. (KKB)
• GG Kunststoff-Verpackungen und Großpackmittel für den Transport gefährlicher Stoffe

Im Baubereich ist das SKZ für folgende Produkte anerkannt:

• Rohre und Formstücke, z. B. für Entwässerung, Hausabflüsse
• Deponiebahnen (Eignungsnachweis und Überwachung der Verlegung)
• Kunststoffrasenbeläge oder besandete Beläge
• Betonrohre mit Kunststoffauskleidungen
• Behälter und Tanks aus verstärkten und unverstärkten Kunststoffen
• Behälterauskleidungen (Gummierungen)
• Auffangvorrichtungen und Beschichtungsstoffe für Auffangräume
• Dichtstoffe, z.B. für Fenster oder Abwasseranlagen
• Bauteile aus Thermoplasten und GF-UP
• Tragende Bauarten und Membrankonstruktionen
• Geokunststoffe

In Deutschland ist das SKZ beispielsweise durch DVGW, DIN, BAM, DIBt, DIN CERTCO, DVS, KRV anerkannt. Für seine internationalen Aktivitäten verfügen wir über vielfältige Anerkennungen von diversen Produktzertifizierern wie z.B. SSIV, SVGW, VSA.

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Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Forschung

Die stetige Verbesserung Ihrer Produkte und Prozesse steht im Fokus unserer Aktivitäten. Wir arbeiten intensiv in den Bereichen: Compoundierung (Materialentwicklung), Verarbeitungsverfahren (Extrusion, Spritzgießen), Fügen, Bauteileigenschaften sowie Ökonomie und Ökologie an der Lösung von industrierelevanten Herausforderungen.

Unsere Projekte behandeln Themen von hoher Relevanz für die kunststoffverarbeitende Industrie. Wir haben hochmoderne Anlagen installiert, um Ihre Produktionsprozesse in unserem Haus in einem industrienahen Maßstab nachstellen und unter technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten optimieren zu können. Schneller vorankommen: Von der Produktidee zur Serienreife Sie möchten Ihre Ideen schneller in serienreife Produkte umsetzen? Profitieren Sie von unseren Arbeiten im Bereich neuer Methoden zur Beschleunigung von Entwicklungsprozessen. Nutzen Sie unsere Ressourcen sowohl im Bereich der Verarbeitungsmaschinen als auch im Bereich der Prüftechnik. Wir stellen uns Ihren Herausforderungen. Weiter gedacht: Vorsprung durch Kooperation Kooperationen sind der Schlüssel zu erfolgreichen Entwicklungen. Profitieren Sie dabei von den Erfahrungen und Kompetenzen der SKZ-Experten, die zum Teil auf jahrelange Industrieerfahrungen zurückblicken können. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Ihre Herausforderungen im Rahmen öffentlich geförderter Projekte, z. B. der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), zu meistern.

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Firmennews

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12.10.2016

Suspensionen in Echtzeit charakterisieren – EZD als Projektpartner

Nanopartikel in-situ messen

Der steigende Bedarf bereits während des Herstellungsprozesses Suspensionen in Echtzeit charakterisieren zu können, ist die Grundlage eines kürzlich gestarteten öffentlich geförderten Projektes, welches über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird. Im Rahmen des Projektes entwickelt die Firma Particle Metrix GmbH als Projektkoordinator gemeinsam mit drei weiteren Partnern – darunter das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien EZD, eine Einrichtung des SKZ - ein neues Inline-Partikel-Analyse-System. Ziel des Projektes ist sowohl die Prozessoptimierung als auch die Echtzeitüberwachung während der Produktion von Inkjet-Tinten. Dies wird durch die Bestimmung der Partikelgrößenverteilung von Pigmenten in Submikron- und Nanobereichen während des Zerkleinerungsprozesses erreicht.

Als weitere Partner sind die Firma Licel, Lidar Computing and Electronics GmbH sowie das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT an dem Projekt beteiligt. Durch die Bündelung der Kompetenzen der einzelnen Projektpartner soll diese Neuentwicklung erfolgreich umgesetzt werden.

Die neue Messmethode basiert auf der Funktionsweise der dynamischen Lichtstreuung (DLS). Die speziell konzipierte Sonde ermöglicht erstmals den direkten Einsatz von dynamischer Lichtstreuung im Prozess, was durch eine deutlich schnellere Datenerfassung und Messungen bei höheren Konzentrationen realisiert wird.

Dazu wird das EZD umfangreiche Messungen mit dem Labormuster in den modern ausgestatteten Laboren vornehmen. Es werden dafür Inkjet-Tinten mit einer Rührwerkskugelmühle hergestellt und anschließend die Messergebnisse der neuen Sonde mit den Ergebnissen der bereits etablierten Charakterisierungsmethoden verglichen. Somit wird der erste Prototyp für den Einsatz bei der Herstellung von Inkjet-Tinten mittels einer Rührwerkskugelmühle angepasst. „Die Kompetenzen des EZD liegen in der Herstellung und Charakterisierung von Suspensionen. Somit können wir bei diesem Vorhaben die hochmoderne Laborausstattung des EZD zum Einsatz bringen - unter realen Bedingungen mit unseren Dispergierverfahren“, erklärt Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris, Standortleiter des EZD.

Die Entwicklung sowie der Einsatz dieser neuen Messmethode ist ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Einführung und Etablierung der intelligenten Produktion (Industrie 4.0).

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12.10.2016

Meisterausbildung aus der Praxis - für die Praxis Faserverbund - Verarbeitung und Bearbeitung - Qualifikationsschwerpunkte am SKZ Standort Peine

„Die praxisnahe Ausbildung durch SKZ-Dozenten, besonders in der fachspezifischen Qualifikation, bereitet uns optimal auf die IHK-Prüfung und unsere neuen Aufgaben als Meister und Vorgesetzte vor“, so Frank Gottschling, der im November seine Zusatzqualifikation zum Industriemeister Fachrichtung Kunststoff Kautschuk abschließen wird.

Frank Gottschling ist einer von 20 Teilnehmern, der aktuell in Theorie und Praxis von erfahrenen Ausbildern auf den bundeseinheitlichen Abschluss vorbereitet wird. „Wir haben uns für die Ausbildung am SKZ in Peine entschieden, weil wir hier von Experten in allen drei Schwerpunkten unterrichtet werden - das ist ein großer Pluspunkt! Erworbene Kenntnisse können im ‚Faserverbund‘, ‚Spritzgießen‘ und ‚Bearbeiten in der Praxis‘ vertieft werden“, erklärt Frank Gottschling.

Auch Geschäftsführer Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek ist überzeugt vom Konzept und dem Erfolg der Meisterausbildung am norddeutschen Standort: „Die vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten am Standort Peine ergeben sich u.a. durch die enge Kooperation mit den Mitarbeitern vom Standort Halle, die schwerpunktmäßig im Faserverbund Bereich ‚Composite‘ und ‚Fügen‘ tätig sind. Sie können mit ihrem Know-how aus vielen FuE-Projekten und jahrzehntelanger Erfahrung in der Ausbildung den Meisterkurs sehr fachkompetent unterstützen.“

„Durch die bestandene Meisterprüfung erlangt der Teilnehmer die Qualifikation zum Studium oder zum Besuch von Technikerschulen – die Möglichkeiten der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung sind also äußerst vielfältig. Gerade angesichts des herrschenden Fachkräftemangels bietet eine Zusatzqualifikation als Industriemeister enorme Potenziale für die Unternehmen sowie für die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes“, ergänzt Standortleiterin Annette von Hörsten.

Industriemeister sind als technische Führungskräfte für das mittlere Management ein wesentlicher Bestandteil in der Organisationsstruktur von Industrieunternehmen mit einem weiten Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Sie nehmen eine Mittlerfunktion zwischen kaufmännischer Verwaltung und Produktion sowie zwischen Betriebsleitern und Mitarbeitern ein. Innerhalb ihres Verantwortungsbereiches sind sie dafür zuständig, dass Produkt- und Lieferqualität gewährleistet und verbessert werden – für die Unternehmen der Wachstumsbranche der kunststoffverarbeitenden Industrie stellt der Industriemeister folglich eine äußerst wichtige Schlüsselposition dar. Nach erfolgreich bestandener Prüfung können die Meisterschüler mit ihrem neu erworbenen Wissen, z.B. durch Optimierung von Produktionsabläufen und damit der Senkung von Kosten ganz entscheidend zur Effizienzsteigerung und somit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beitragen.

Für 2016 ist alles ausgebucht, aber für 2017 sind noch einige Plätze frei – Start ist am 27. Februar 2017. Nähere Auskünfte erteilt Standortleiterin Annette von Hörsten.

Ansprechpartner:
Annette von Hörsten, Standortleiterin
Tel: +49 5171 48935
E-Mail: a.hoersten@skz.de
www.skz.de

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21.09.2016

Lehrgangsangebot bei Extrusion und Compoundierung ausgebaut

Im Bereich der Extrusion und der Compoundierung wurden am SKZ im Laufe des Jahres neue Lehrgänge sehr erfolgreich angeboten und durchgeführt. Speziell für Quereinsteiger wurden die Lehrgänge „Extrudieren für Quereinsteiger“ bzw. „Compoundieren für Quereinsteiger“ konzipiert. Hier werden die Grundlagen der Verfahren für Mitarbeiter aus den jeweiligen Themengebieten vermittelt, die bisher keine oder wenige Berührungspunkte mit der Thematik hatten. Außerdem wurde mit dem Lehrgang „Compoundierfehler – Praxisnahe Methoden zur Ursachenfindung“ ein weiterer neuer Lehrgang angeboten, der die Teilnehmer für die verfahrenstechnischen Herausforderungen bei der Herstellung qualitativ hochwertiger Granulate bzw. Compounds sensibilisieren und ihnen gleichzeitig praxisnahe Strategien zur Fehlervermeidung an die Hand geben soll.

Zu Beginn des nächsten Jahres wird nun das Angebot im Bereich Extrusion um einen weiteren Lehrgang erweitert. In „ABC der PVC Extrusion“ werden den Teilnehmern die Grundlagen zur Herstellung, Aufbereitung und Verarbeitung des Werkstoffs PVC vermittelt. Dabei erhalten sie in theoretischer und praktischer Art und Weise einen Einblick in die Besonderheiten und Merkmale dieses Kunststofftyps, beginnend von der Rezepturerstellung und der Aufbereitung, über die unterschiedlichen Verarbeitungsverfahren, bis hin zu den Möglichkeiten einer Charakterisierung der Eigenschaften am fertigen Halbzeug bzw. Bauteil. Besonders durch die vielen praktischen Anteile des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer einen detaillierten Einblick in die Welt der PVC Verarbeitung.

Der 3-tägige Lehrgang richtet sich gleichermaßen an Maschinenbediener bzw. Techniker aus der PVC Verarbeitung und weiterhin an diejenigen, die ihr Wissen rund um die Extrusion des Werkstoffs PVC auffrischen bzw. erweitern möchten.

Bildunterschrift: Extrusionsanlage für Rohre von 16-160 mm Außendurchmesser

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21.09.2016

Brexit – eine Folgenabschätzung für Unternehmen der Kunststoffbranche

Nach den aktuellen Aussagen der neuen Premierministerin Theresa May steht definitiv fest: einen Exit vom Brexit wird es nicht geben.
Doch was bedeutet dies für die Industrie? Inwieweit lassen sich Konsequenzen abschätzen oder gar planen?

Der Brexit wird langfristig tiefgreifende Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung haben. Dies gilt für Großbritannien, aber auch für die übrigen EU-Länder. Besonders betroffen, so sieht es die Fachwelt, ist die deutsche Industrie, welche sich deshalb zeitnah mit der Thematik auseinandersetzen muss.
Aus diesem Grund beschäftigt sich ein neues Seminar, welches das Kunststoff-Zentrum SKZ in Zusammenarbeit mit der Unternehmerakademie Franken am 14. November 2016 in Würzburg durchführt, mit genau diesem Thema. Den Teilnehmern werden kompakt und umfassend die aktuellen Gegebenheiten dargelegt. Insgesamt sieben Kompetenzträger erklären Austrittsmechanismen und -optionen, die Folgen auf den Ebenen Steuern und Sozialversicherung, Arbeitsrecht, Währungs- und Kapitalmarkt. Darüber hinaus wird exemplarisch am Beispiel der kunststoffverarbeitenden Industrie dargestellt, welche Auswirkung der Brexit auf die Branche hat. Somit bietet die Veranstaltung (bisher ist sie die einzige dieser Art im deutschsprachigen Raum) hiesigen Unternehmen die Möglichkeit, sich vorausschauend auf die durch den Brexit geänderten Rahmenbedingungen vorzubereiten.

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20.09.2016

Qualitätsstandards steigern – Zerstörungsfreie Prüfung als Dienstleistung!

Das SKZ stellt sein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Prüfung durch ein erweitertes Dienstleistungsangebot der Industrie zur Verfügung.

Getrieben durch die steigenden Qualitätsanforderungen von Kunden und Endverbrauchern ist die Prüfung und Überwachung von Produkte ein Thema mit steigender Relevanz. Für eine 100 %-Kontrolle von Produkten gewinnen besonders zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP) zunehmend an Bedeutung. Seit vielen Jahren ist das SKZ intensiv in der Forschung und Entwicklung im Bereich von ZfP aktiv. Neben einer umfangreichen Geräteausstattung konnte so auch fundiertes Know-how und Expertise aufgebaut werden.

Nun können auch Unternehmen von der langjährigen Erfahrung profitieren! Als unabhängiges Institut ermöglicht das SKZ ein vielseitiges Spektrum an Dienstleistungen rund um das Thema ZfP. Dies umfasst beispielsweise die Beratung zu spezifischen Aufgabenstellungen, die mittels geeigneter ZfP-Verfahren gelöst werden sollen. Die Auswahl und Integration von Messsystemen gehört ebenso zum Umfang wie Machbarkeitsstudien und Marktanalysen. Die Anpassung und Entwicklung von Sondermesssystemen für kundenspezifische Aufgabenstellungen oder eine individuelle Software samt Messdatenanalyse runden das Portfolio mittlerweile ab. Durch zahlreiche Kooperationen mit anderen Instituten und Messsystemherstellern für Sonderverfahren können auch sehr spezifische Fragestellungen effizient bearbeitet werden.

Moderne Labore ermöglichen eine schnelle und praxisrelevante Bearbeitung der Anfrage. Am SKZ stehen alle wichtigen ZfP-Verfahren zur Verfügung. Beispiele hierfür sind verschiedene passive und aktive (Lock-In) Thermografie-Systeme, Röntgen-Computertomographen (CT), Ultraschall (Phased-Array) Systeme, Shearografie-System, Farbeindringprüfung oder verschiedene Terahertz-Systeme. Daneben existieren enge Kooperationen bei Mikrowellen- und Wirbelstromprüfungen sowie Kernspinresonanzmethoden (NMR, MRT). Mittels ZfP-Verfahren können u. a. Delaminationen, Risse, Kissing-Bonds, Poren, Lunkern, Bindenähte und Einschlüsse sowie Dispergiergüte, Füllstoffanteil, Feuchtegehalt, Schichtdicke und Geometrieabweichungen detektiert werden.

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20.09.2016

Nichts geht ohne Qualität! Neue Schulung zu Qualitätssicherung in Extrusion und Compoundierung

Das SKZ bietet ab November 2016 eine neue Schulung über Qualitätssicherung in der Extrusion und Compoundierung an. Neben den klassischen Qualitätssicherungsmaßnahmen wird die Möglichkeit geboten, über den Tellerrand zu sehen und Inline-Methoden zum direkten Einsatz in der Fertigungslinie kennenzulernen. Zu den relevanten Eigenschaften gehören z. B. Rheologie, Farbe, Dispergierung, Prozessstabilität oder Dimensionen. Die Methoden werden auch anwendungsorientiert in der Praxis im Technikum behandelt.

Die Demonstration der verschiedenen Messsysteme und die interaktive Vorführung der Prüfsysteme bei laufender Extrusion und Compoundierung im Anwendungstechnikum des SKZ bietet die perfekte Basis für einen anwendungs- und lösungsorientierten Austausch. Der Fokus wurde beim Seminarkonzept auf den prozessnahen Einsatz der Messtechnik gelegt. Den teilnehmenden Ingenieuren und Technikern der kunststoffverarbeitenden Unternehmen wird das nötige Fachwissen für Planung und Betrieb von messtechnisch überwachten Anlagen zur Extrusion und Compoundierung vermittelt.

Hinweise zum Seminar:
Datum: 24.10. - 25.10.2016
Ort: SKZ Technologie-Zentrum, Friedrich-Bergius-Ring 22, 97076 Würzburg
Programm: http://www.skz.de/1611

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06.09.2016

Wissen eröffnet Perspektiven – Perspektiven schaffen Chancen Das SKZ und seine Standorte auf der K 2016

Zum Branchenhighlight K-Messe 2016 in Düsseldorf präsentieren das SKZ sowie zahlreiche Unternehmen des mehr als 370 Mitglieder starken SKZ-Netzwerks aktuelle Innovationen auf verschiedenen Ständen.

Am Donnerstag, den 20. Oktober wird der SKZ Messestand ganz im Zeichen der Aus- und Weiterbildung stehen. Geschäftsführer Dr. Ulrich Mohr-Matuschek und weitere erfahrene Mitarbeiter des SKZ werden über das vielfältige Angebot an praxisnahen Themen und neuen Veranstaltungen, wie z.B. den „Qualitätsgipfel Kunststoff 2016“ oder die „SKZ-Akademie Kunststoff.Lernen“, informieren.

Seit 55 Jahren hat das SKZ seinen Hauptsitz in Würzburg. Dort sind die vier Bereiche Produktqualität, Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Zertifizierung von Managementsystemen angesiedelt. An drei weiteren Standorten, in Halle (Saale), Peine und Horb am Neckar, bietet das SKZ flächendeckend in Deutschland ein branchenübergreifendes Aus- und Weiterbildungsangebot für Fach- und Führungskräfte. Diese SKZ-Standorte werden seit 2014 durch einen Forschungsstandort, das EZD in Selb ergänzt. Alle Standorte expandieren in vielfältiger Weise.

So wurde im Dezember letzten Jahres in Halle (Saale) ein neues, hochmodern ausgestattetes Faserverbund-Technikum eröffnet. Der steigende Trend zu Leichtbau-Lösungen aus Faserverbund-Werkstoffen und die daraus resultierende Nachfrage nach praxisrelevanten Aus- und Weiterbildungsangeboten (z.B. Geprüfter Kunststoff-Laminierer, Reparatur von Faserverbundwerkstoffen, Einführung in die Composite-Technologie u.a.) erforderte dringend eine Kapazitätserweiterung der Weiterbildungstechnika. Thoralf Krause, SKZ-Standortleiter Halle (Saale) freut sich: „Bereits ein Jahr nach der Eröffnung konnten wir die erweiterten Räumlichkeiten gut auslasten. Die hervorragende Nachfrage lässt uns schon jetzt über neue Erweiterungen nachdenken. Das zeigt auch, wie sehr unsere Kunden die praxisorientierte Aus- und Weiterbildung am SKZ schätzen“

Über Europas Grenzen hinaus wird Aus- und Weiterbildung made by SKZ von der Kunststoff-Branche weltweit geschätzt. Seit 2009 werden mit dem Partner BMC Gulf LLC in Dubai zertifizierte Lehrgänge zur Ausbildung von Kunststoffrohrschweißern für HDPE-Rohrnetze im Bereich der Gas- und Wasserversorgung angeboten und zahlreiche Kurse jedes Jahr durchgeführt. Trotz der politisch schwierigen Randbedingungen ist gerade das Team von Thoralf Krause auch viel in Russland und seit kurzem auch wieder im Iran unterwegs, um weitere Auslandsaktivitäten exemplarisch zu nennen.

Das im Jahr 2014 am Standort Selb eröffnete Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) ist auf die Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen spezialisiert. Dieses komplexe Spezialthema wurde von der lokalen Industrie an das SKZ herangetragen und entpuppt sich als Erfolgsmodell mit internationaler Wirkung. Die Labor- und Büroflächen sind ausgelastet, das deutsch- & englischsprachige Seminarangebot wird international angenommen und eine Erweiterung des Dienstleistungsportfolios ist bereits jetzt absehbar.

Auch am Standort Würzburg geschieht Großes. Innerhalb der nächsten drei Jahre entsteht mit der SKZ Modellfabrik eine zukunftsweisende Fabrikationsanlage, die mit modernsten Konstruktions-, Design- und Visualisierungsmitteln eine Entwicklungsumgebung mit Modellcharakter darstellt. Dazu gehört eine Smart Factory, in der sogenannte ‚Smart Products‘ erforscht und erprobt werden können, ein Technikum für ‚Additive Fertigung‘, ein Bereich mit moderner Qualitätssicherung und ein Transfer-Zentrum mit dem Ziel, wissenschaftliche Ergebnisse und Erkenntnisse zu Themenstellungen rund um das Thema „Industrie 4.0“ an kleine und mittelständische Firmen weiterzugeben.

Auf der K 2016 präsentiert das SKZ in Halle 10, Stand H15 praxisnahe Lösungen aus den Bereichen Weiterbildung, Produktqualität, Forschung und Zertifizierung. Ein Besuch lohnt sich!

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06.09.2016

Sicher Dicht! – Schnelle Permeationsmessung an Folien, Verpackungen und Flaschen

Die Permeationseigenschaften von Kunststoffen gegenüber Gasen sind für die Anwendung vieler verschiedener Produkte von hoher Relevanz. Von Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen bis hin zu Folien für Bauanwendungen ist die Gaspermeation eine wichtige Kenngröße. Da die normgerechte Prüfung von Folien abhängig von deren Permeationseigenschaften und dem Prüfgas viele Stunden bis Tage dauern kann, wurde am SKZ in den letzten Jahren ein Schnelltest entwickelt der die Bestimmung der Permeationseigenschaften stark verkürzt. Ein weiterer Vorteil des Schnelltests ist, dass damit auch Getränkeflaschen und geformte Behälter, wie z. B. Jogurtbecher, geprüft werden können.
Durch diese Entwicklungstätigkeiten wurde in den letzten Jahren umfangreiches Prüfequipment und Expertise am SKZ geschaffen, die wir gerne zur Verfügung stellen. Die Ausstattung erlaubt normgerechte Permeationsprüfungen an Folien mit unterschiedlichen Prüfgasen im Temperaturbereich von 20 bis 80 °C sowie die beschleunigte Prüfung an Folien, Flaschen und Formkörpern von 20 bis 40 °C.
Sollten andere Prüfgeometrien, Temperaturen oder spezielle Anwendungen benötigt werden, können wir ebenfalls eine Lösung anbieten. Teile der Prüfapparatur sind durch den Einsatz von additiv gefertigten Bauteilen sehr flexibel und individuell konfigurierbar.

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06.09.2016

Ausbildungslücke wird geschlossen: - “Praktische Sicherung der Farbqualität“ am SKZ

Kaufentscheidungen werden maßgeblich durch das optische Erscheinungsbild eines Produktes beeinflusst. Hierbei kommt der Farbe eine besondere Bedeutung zu, da sie Markenimage und Identität transportiert. In diesem Kontext ist sie ein überaus wichtiges Qualitätsmerkmal. Die Prüfung der Farbe wird visuell oder farbmetrisch durchgeführt und ist im Dialog zwischen Lieferant und Abnehmer häufig mit Unsicherheiten behaftet.
Im Rahmen seines Lehrgangs-Programms bietet das SKZ erstmals einen überwiegend praktisch orientierten Workshop für die visuelle und farbmetrische Abmusterung an. Vermittelt wird das Handwerkszeug, welches nötig ist, um in beiden Fällen eine sichere Farbprüfung zu gewährleisten. Das langjährige Knowhow und die Neutralität der SKZ-Mitarbeiter garantieren eine fachlich kompetente Betreuung frei von Herstellerinteressen.

Der Workshop wendet sich an Einsteiger als auch an bereits erfahrene Mitarbeiter der Qualitätssicherung, die Wissen aufbauen bzw. erweitern wollen. Das praktische Arbeiten erfolgt mit geeigneten Lichtkabinen und Farbmessgeräten unterschiedlicher Hersteller.
Der Workshop ist ein Modul der am SKZ durchgeführten Qualifikation zum “geprüften Coloristen“. Hierzu gehören weitere Workshops und Seminare die sich entsprechend ergänzen.

Hinweise zum Workshop:
Datum: 20.09.-21.09.2016
Ort: SKZ Technologie-Zentrum, Friedrich-Bergius-Ring 22, 97076 Würzburg
Programm: http://www.skz.de/1539

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian – SKZ Würzburg

Frage:
Das SKZ bietet bereits umfangreiche Seminar- und Weiterbildungsprogramme an. Warum soll es nun zusätzlich eine Ausbildung zum „Geprüften Coloristen“ geben?
Antwort:
Die Kundenanforderungen an die Oberflächengüte und Farbtreue sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Damit werden die Hersteller mit hohen Ansprüchen an die Herstellung und Qualitätssicherung von komplexen Materialkombinationen konfrontiert. Wir haben jedoch festgestellt, dass in der Ausbildung von Laboranten, Technikern, Ingenieuren oder Chemikern die Farbrezeptierung, das Einfärben und –die Farbprüfung von Kunststoffprodukten noch immer sehr stiefmütterlich behandelt werden. Und wenn Farbe und Design im Lehrplan steht, dann wird das leider nur sehr theoretisch betrachtet und bietet für die Praxis kaum nutzbare Hilfestellung. Wir wollen diese Lücke mit dem Ausbildungsprogramm zum geprüften Coloristen praxisorientiert schliessen.

Frage:
Das SKZ bietet ja bereits ein sehr erfolgreiches Seminar zum Thema „Optimale Kunststoffeinfärbung“ an. Was ist anders an der Ausbildung zum geprüften Coloristen?
Antwort:
In dem etablierten Seminar werden den Teilnehmern die Grundlagen für die Herstellung von eingefärbten Kunststoffteilen vermittelt. Zeit für die Vertiefung oder die praktische Umsetzung bleibt jedoch kaum. Das ist jedoch elementar für einen Coloristen, der in einem Unternehmen sein Wissen in die Praxis umsetzen muss. Daher werden diese Grundlagen im Lehrgang zum geprüften Coloristen anhand von realen Beispielen und Übungen gefestigt und vertieft.

Frage:
Das hört sich für die betriebliche Praxis nach einer sehr hilfreichen Erweiterung an. Werden Sie darüber hinaus noch weitere Schwerpunkte betrachten?
Antwort:
Ja, wir möchten nämlich den Unternehmen nach Abschluss der Ausbildung einen kompetenten und handlungsfähigen Mitarbeiter überlassen. Daher ist der Leitgedanke des Konzepts auch „Theorie trifft Praxis“. Die Ausbildung liefert nicht nur die theoretischen Grundbausteine.. Der Praxisanteil wird durch Workshops gesichert. Im Modul „Praktische Sicherung der Farbqualität“ werden die Teilnehmer zunächst auf Ihre Eignung zur visuellen Beurteilung getestet. Danach lernen sie die visuelle sowie messtechnische Beurteilung von eingefärbten Kunststoffteilen. Abgeschlossen wird der Lehrgang mit dem Modul „Kernkompetenzen eines Coloristen“. Dieses Modul befasst sich mit der Entstehung von typischen Farbfehlern bei der Kunststoffverarbeitung, wie z. B. beim Compoundieren, Extrudieren und Spritzgießen. Auch die inner- und außerbetriebliche Farbkommunikation ist ein wichtiges Thema. Der Lehrgang wird abgeschlossen mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung mit Zertifikat. Das ist für das entsendenden Unternehmen ein Garant dafür, dass der Mitarbeiter die erforderlichen Qualifikationen tatsächlich erworben hat und für den Teilnehmer ein toller Nachweis über die zielorientierte Weiterqualifikation.

Frage:
Im Rahmen des geprüften Coloristen bieten Sie auch einen neuen Workshop an, der speziell das Thema praktische Farbprüfung aufgreift. Es gibt doch bereits zahlreiche Farbmesskurse. Ist das nötig?
Antwort:
Ja – zwar bieten die meisten Hersteller von Farbmesssystemen bereits Farbmetrik-Seminare an. Diese sind jedoch – naturgemäß – sehr auf die eigene Messgerätepalette reduziert und bieten damit kaum einen neutralen und umfassenden Überblick. Weitere Angebote von Verbänden oder Instituten kranken meist an der Praxisorientierung und sind sehr allgemein gehalten. Sie berücksichtigen kaum die sehr speziellen Anforderungen, die in der Kunststoffbranche gefragt sind. Das SKZ ist hier absolut neutral aufgestellt und fokussiert sich mit Kunststoffkompetenz auf die Besonderheiten von Kunststoffen, deren Verarbeitung und Qualitätssicherung.

Frage:
Was erwartet dann die Teilnehmer beim Workshop „Praktische Sicherung der Farbqualität“?
Antwort:
Neben einer kurzen theoretischen Einführung wird hier überwiegend praktisch in Gruppen gearbeitet. Hierzu haben wir geeignete Kunststoffproben vorbereitet, die sowohl visuell beurteilt und mit gängigen Messgeräten vermessen werden. Die Teilnehmer werden das selbst tun, wobei sie durch die Workshopleiter begleitet werden. Die Übungen werden dokumentiert und die Ergebnisse gemeinsam im Team besprochen. Es wird genügend Zeit sein, um teilnehmerspezifische Anwendungen zu behandeln. Sie lernen dabei die Vor- und Nachteile sowie praktische Anwendung der visuellen und farbmetrischen Betrachtung kennen. Sie werden dadurch auf diesem Gebiet in ihrem jeweiligen Unternehmen zu geschätzten Experten.

Frage:
Visuelle Abmusterung im Digitalzeitalter?
Antwort:
Ja genau – weil es für die umfassende Wiedergabe des menschlichen Farbeindrucks immer noch keine etablierten Messsysteme gibt. Dazu vielleicht ein Beispiel: Ein Bauteil mit absolut identischer Farbe erscheint dunkler, wenn es eine glänzende anstelle einer matten Oberfläche hat. Der Farbeindruck des Bauteils verändert sich also, obwohl messtechnisch dieselbe Farbe vorliegt. Auch die Transparenz der Bauteile oder Oberflächenmuster spielen eine Rolle. D. h. in der Auslegung und Prüfung von Bauteilen meinen wir häufig nicht die physikalische und messbare Farbe, sondern eigentlich vielmehr die Farbwahrnehmung. Das taucht heute vermehrt unter dem Begriff „Appearance“ auf. Hier ist nach wie vor das geschulte Auge des Coloristen gefragt. Wir weisen auf diese Problematik hin und vermitteln daher die korrekte Vorgehensweise für die visuelle Farbprüfung mit modernen Lichtkabinen.

Frage:
Das hört sich sehr spannend an. Was ist eigentlich der Hauptunterschied zwischen Ihren Seminaren und den neuen Lehrgangsmodulen?
Antwort:
Bei unseren Seminaren “Optimale Kunststoffeinfärbung“ und “Sicherung der Farbharmonie in PKW-Innenraum“ können wir aus Zeitgründen die Teilnehmerfragen nicht umfassend beantworten und auch nicht am Objekt üben lassen. Die Fragestellungen – die zumeist aus der unternehmerischen Praxis kommen und damit für die Teilnehmer extrem wichtig sind – möchten wir in den neuen Modulen mehr Zeit und Gewicht geben. Das SKZ selbst beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Farbmetrik, steht mit vielen industriellen Anwendern in Kontakt und greift daher auf einen großen Erfahrungsschatz zurück.
Darüber hinaus wird Herr Walter Franz zwei der Module leiten. Als ehemaliger Mitarbeiter eines führenden Herstellers von Farbmetriksystemen hat er sich über 30 Jahre mit vielen Applikationsproblemen innerhalb der Kunststoffindustrie beschäftigt. Er ist damit ein echter Profi und „alter Hase“ in der Farbmetrik und kann heute – neutral und mit Weitsicht – darüber berichten. Alle Teilnehmer werden davon sehr stark profitieren.

Frage:
Die Anzahl der Teilnehmer kann beim geschilderten Konzept vermutlich nicht sehr hoch sein?
Antwort:
Ja richtig! Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, ist ein Lehrgang auf maximal 12 Teilnehmer begrenzt. Wir können dann Kleingruppen mit max. 4 Personen bilden, was eine hohe Übungsintensität bietet. Dies ist vor allem auch für die Arbeit mit den Maschinen und Messgeräten wichtig.

Frage:
Wie lange dauert dann die Ausbildung zum „Geprüften Coloristen für Kunststoffe“?
Antwort:
Die einzelnen Module sind jeweils auf 1,5 Tage angelegt. Damit kann der Lehrgang mit einem Zeitbedarf von einer Woche abgeschlossen werden. Danach hat das Unternehmen einen umfangreich qualifizierten Mitarbeiter, der das erlernte direkt in die Praxis umsetzen kann. Das erste Modul findet das nächste Mal ab 20.09.2016 statt. Das zweite Modul startet am 15.11. und das letzte Modul wird im ersten Halbjahr 2017 stattfinden. Ab 2017 ist zusätzlich ein zusammenhängender Kompaktkurs innerhalb einer Woche geplant.

Frage:
Wenn Sie hier geballtes Know-how an Ihre Teilnehmer weitergeben und im SKZ verfügbar haben, sind Sie sicherlich auch die Adresse, wenn es um Fragestellungen rund um Farbe von Kunststoffen geht?
Antwort:
In der Tat kommen viele Unternehmen auf uns zu, für die wir sehr spezifische Aufgabenstellungen rund um Farbe bearbeiten. Wir erstellen z. B. Qualitätssicherungskonzepte, entwickeln stetig Farbmesssysteme weiter, implementieren Prozessüberwachungssysteme, beurteilen Farbänderungen durch Bewitterung oder kümmern uns um die Farbrezeptierung und -herstellung. Wir als SKZ freuen uns immer sehr, wenn wir am Ende unser Know-how in kommerziellen Kunststoffteilen des täglichen Lebens wiederfinden. Das spornt uns immer weiter an…

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23.08.2016

Mit richtiger Messtechnik doppelt profitieren!

Unabhängige Expertenberatung nutzen und sich Fehlinvestitionen ersparen!
Die Qualitätssicherung bei der Herstellung von Kunststoffwaren ist ein allgegenwärtiges Thema. Getrieben durch die hohen Anforderungen von Kunden und Verbrauchern werden umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen und Prüfungen benötigt, um fehlerfreie und qualitativ hochwertige Produkte zu liefern.
Die Erfahrung unzähliger Unternehmen zeigt, dass häufig in Messgeräte investiert wird, die für die Aufgaben im Tagesgeschäft nicht geeignet sind. Diese landen dann schnell im Abstellraum, wo sie die Fertigung dann wenigstens nicht mehr unnötig behindern.
Es überrascht kaum, dass bei dem mittlerweile sehr großen Angebot an Messverfahren und Geräten die Auswahl des geeignetsten Systems eine echte Herausforderung darstellt. Hinzu kommt, dass viele Systemhersteller ausschließlich eigene Geräte verkaufen wollen, was eine neutrale Beratung zumindest erschwert und nicht immer die ideale Lösung für den Kunden bedeutet. So wird am Ende oft in ein Gerät investiert, das für die Aufgabe bzw. die unternehmensspezifische spezielle Situation viel zu komplex, teuer oder wartungsanfällig, also nicht geeignet ist.
Mit der Beratung durch einen unabhängigen echten Experten lassen sich diese Fehler vermeiden und damit doppelt sparen. Zum einen wird nicht in Geräte und Verfahren investiert, die nicht optimal für die Prüfaufgaben geeignet sind und dann nach kurzer Zeit nicht mehr eingesetzt werden. Zum anderen kann mit den richtigen Messgeräten die Qualität der Produkte und damit die Wertschöpfung und Kundenbindung gesteigert werden.
Falls die Neuanschaffung eines Messsystems geplant ist, hilft das SKZ gerne bei der Recherche geeigneter Prüfverfahren und Geräte, Anfertigung von Machbarkeitsstudien für den Einsatz im betrieblichen Alltag, modellhafter Erprobung in den SKZ-Technika und Installation im eigenen Unternehmen weiter. Basierend auf einem detaillierten Lastenheft bietet das SKZ als unabhängige Einrichtung eine objektive und unabhängige Hilfestellung für die ideale Lösung der Messaufgaben. Durch die umfangreiche Ausstattung im SKZ können häufig bereits verschiedene Lösungen vorstellt und bereits vorhandene Erfahrungen beim Einsatz im eigenen Unternehmen umgesetzt werden.

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23.08.2016

SKZ vor Ort

Die Regionalveranstaltung des SKZ Netzwerks – im September bei Plasmatreat in Birkenfeld
„SKZ-vor-Ort“ ist die Plattform des SKZ Netzwerks, um sich regional über Trends zu informieren und innerhalb der Branche auszutauschen. Im Fokus der Veranstaltung am 28. September 2016 bei Plasmatreat in Birkenfeld stehen aktuelle Trends und Innovationen aus den Bereichen Oberflächenbehandlung, Kleben und Biokunststoffe.

Diesmal ist das SKZ Netzwerk zu Gast bei der Plasmatreat GmbH, dem Marktführer im Bereich der Vorbehandlung von Materialoberflächen mit atmosphärischem Plasma unter Einsatz von Düsensystemen. Naheliegend, dass interessante Vorträge das Themengebiet „Reinigung und Vorbehandlung von Kunststoffoberflächen“ beleuchten – ein entscheidender Faktor für optimale Ergebnisse in der der weiteren Verarbeitung oder Veredlung.

Wo liegt die Zukunft der Biokunststoffe? Präsentationen zu genau dieser Frage bilden den zweiten Themenblock der Veranstaltung, denn die Entwicklung und Herstellung biobasierter und/oder bioabbaubarer Produkte hat enormes Wachstumspotenzial - insbesondere bei Konsumgütern, Verpackungsartikeln oder technischen Bauteilen mit begrenzter Lebensdauer. Die Netzwerkpartner TECNARO GmbH – Hersteller nachhaltiger thermoplastischer Werkstoffs – und die PSG Plastic Service GmbH – innovativer Player im Bereich Heißkanal- und Regeltechnik – geben dazu spannende Antworten.

SKZ-vor-Ort als Veranstaltung bildet mit dem Mix – Vorträge von Experten des SKZ und seiner Netzwerkpartner – eine ideale Plattform für Information und Kooperation. Weitere Informationen und Anmeldungen unter: www.skz.de/4042

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23.08.2016

Erster Lehrgang 3D-Druck in der Praxis am SKZ durchgeführt

Der 3D-Druck bzw. die Additive Fertigung ist derzeit in aller Munde. Kein anderer Bereich der Kunststoffbranche ist im Moment dynamischer. Die Meldungen über neue Materialien und Druckerlösungen überschlagen sich förmlich. Doch was ist mit dieser scheinbar „neuen Technologie“ alles möglich und wie wird dies am besten umgesetzt?

Getreu dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ ist am SKZ ein neuer Lehrgang entstanden, der die Teilnehmer bereits beim Material und dem nötigen Prozessverständnis abholt. Denn nur mit dem nötigen Hintergrundwissen über die einzelnen Druckverfahren können die Anforderungen an ein gedrucktes Kunststoffteil und die neuen Möglichkeiten der Additiven Fertigung in Einklang gebracht werden. Im nächsten Schritt ist die Kreativität des Konstrukteurs gefragt. Die Bauteile aus den Druckern leben aus der Gestaltungsfreiheit und Funktionsintegration. Vieles was mit anderen Kunststoffverarbeitungsverfahren, z.B. dem Spritzgießen, nicht möglich ist, lässt sich durch die nahezu grenzenlosen Freiheitsgrade beim 3D-Druck spielend umsetzen. Aber auch hier gibt es verfahrensspezifische Gestaltungsrichtlinien, die den Teilnehmern an praktischen Beispielen aufgezeigt werden. Ist das Bauteil schließlich fertig konstruiert, geht es an die Baujobplanung. Die späteren Eigenschaften sind bei den meisten Druckverfahren von der Bauteilausrichtung im Bauraum abhängig. Zu guter Letzt erhält der Teilnehmer einen Überblick über die möglichen Nachbearbeitungsschritte, z.B. zur Veredelung der Oberfläche. Durch die langsame Heranführung und den didaktischen Aufbau des Praxislehrgangs eignet sich dieser auch für Quereinsteiger.

Auf Grund der sehr guten Resonanz der Teilnehmer und der hohen Nachfrage wird der Lehrgang in diesem Jahr vom 16. bis 18. November 2016 nochmals angeboten. Es lohnt sich, sich einen Platz in der ersten Reihe zu sichern!

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20.07.2016

4 Fragen an Dr.-Ing. Peter Heidemeyer zur Forschung am SKZ

Redaktion: Herr Dr. Heidemeyer, ist Forschung für kunststoffverarbeitende Unternehmen noch relevant?

Peter Heidemeyer: Ohne praxisnahe Forschung gäbe es auch im Kunststoffbereich keinerlei Innovationen mehr. Gerade hoch spezialisierte Unternehmen, wie sie in der Kunststoffbranche häufig sind, profitieren direkt, wenn sie intensiv in der Forschung und Entwicklung involviert sind. Am Beispiel der additiven Fertigung, die in den letzten Jahren eine extreme Entwicklung und Verbreitung erfahren hat, kann man deutlich sehen, dass ein Unternehmen durchaus profitieren kann, wenn man den Stand der Technik ständig weiterentwickelt.

Redaktion: Viele kleine und mittlere Unternehmen können nicht auf eigene Forschungsabteilungen zurückgreifen. Wie kann das SKZ insbesondere diese Unternehmen unterstützen?

Peter Heidemeyer: Das SKZ bietet zahlreiche Möglichkeiten in der Forschung mit interessierten Unternehmen zu kooperieren. Prinzipiell können öffentlich geförderte Projekte bzw. direkte Forschungsaufträge initiiert werden, deren Ergebnisse dann entweder nur dem Unternehmen oder über entsprechende Veröffentlichungen der gesamten Branche zugutekommen. Am Dienstag, 25. Oktober, stehe ich den ganzen Tag am SKZ-Stand (Halle 10, Stand H15) auf der K-Messe für Fragen hierzu gerne zur Verfügung.

Redaktion: Welche Themen sind Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren forschungsrelevant und für die Kunststoffindustrie von großer Bedeutung?

Peter Heidemeyer: Ein großer Trend ist derzeit natürlich die additive Fertigung. Hier sind noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und es besteht noch immenser Forschungsbedarf. Aber auch Biopolymere werden in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung zunehmen, auch wenn derzeit die petrochemisch basierten Kunststoffe aufgrund des niedrigen Ölpreises im Vorteil sind. Mit Hilfe der Forschung können diese zukunftsweisenden Kunststoffe kurz- bis mittelfristig am Markt etabliert werden, wodurch sich auch der derzeit noch hohe Marktpreis relativieren wird. Außerdem ist heutzutage Industrie 4.0 bereits Realität und wir sind ständig mit Anfragen zu Themen wie z.B. intelligenter Prozessoptimierung, 100 %-Qualitätskontrolle, inline zerstörungsfreien Prüfungen konfrontiert. Nur durch intensive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten sind dann diese hoch komplexen Fragestellungen erfolgreich zu beantworten.

Redaktion: Das SKZ ist dieses Jahr wieder mit einem Stand auf der K-Messe vertreten. Was können interessierte Besucher dort erwarten?

Peter Heidemeyer: Das SKZ finden Sie in Halle 10, Stand H15. Wir werden jeden Tag einen anderen Schwerpunkt rund um Kunststoffe bzw. das SKZ setzen, u. a. Aus- und Weiterbildung, SKZ-Zeichen, Management-Zertifizierung sowie Prüfung. Der Dienstag, 25. Oktober, steht dabei ganz im Zeichen der Forschung. Wir werden Besuchern die Verarbeitung von Biokunststoffen, die additive Fertigung und Vorbehandlungsmöglichkeiten für Kunststoffe in Theorie und Praxis vorstellen. Dazu erhalten unsere Besucher Einblicke in innovative zerstörungsfreie Prüfmethoden und Lebensdauervorhersagen. Außerdem erleben sie die Inline-Thermografie beim Schweißen und sehen aufwändige Simulationen für die Extrusion.

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20.07.2016

Prozess-Thermografie beim Schweißen

Die Qualitätssicherung von Schweißprozessen hat in der Kunststoffverarbeitung eine große Bedeutung, da das Schweißen häufig der letzte Schritt bei der Herstellung eines Produkts oder Bauteils ist. Eine interessante Möglichkeit hierfür ist die Prozess-Thermografie als zerstörungsfreies Inline-Prüfverfahren (ZfP).
Das SKZ untersuchte im Rahmen eines Forschungsprojektes die grundsätzliche Einsetzbarkeit der passiven Thermografie beim Schweißen von Kunststoffen und erzielte sehr gute Erfolge in Abhängigkeit der Probekörpergeometrie. Das Prüfsystem basiert darauf, dass während des Ultraschall-, Infrarot-, Heizelementstumpf- und Vibrationsschweißprozesses die entstehende Prozesstemperatur mithilfe einer Wärmebildkamera protokolliert und zeitgleich von einer eigens entwickelten Software ausgewertet wird. Insgesamt wurden vier verschiedene Methoden in die Online-Überwachungssoftware umgesetzt und sowohl im SKZ als auch im industriellen Einsatz erprobt. Die entwickelte Online-Auswertung bewertet automatisch während der Produktion die jeweiligen Schweißprozesse und markiert autonom Bauteile als „i.O.“ bzw. „n.i.O.“. Dementsprechend entwickelt das SKZ in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern die Software stetig weiter, um diese anwenderfreundlich, aber dennoch multifunktional, den Schweißmaschinenherstellern und Anwendern zur Verfügung stellen zu können.
Besucher der K-Messe können am SKZ Schwerpunkttag Forschung, Dienstag, 25. Oktober 2016, diese innovative Inline-Prüftechnik vor Ort live erleben. Erfahrene SKZ-Mitarbeiter sowie Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Heidemeyer stehen an diesem Tag für alle Fragestellungen zur zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten allgemein und zur Thermografie im Speziellen zur Verfügung. 

Die Möglichkeit, ihr Unternehmen durch gemeinsame Forschung einen Schritt nach vorne zu bringen, sollten sich interessierte Messebesucher nicht entgehen lassen und noch heute einen Termin für einen Besuch auf dem SKZ Stand vereinbaren.

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20.07.2016

Kernkompetenz Oberflächentechnik

Heutzutage werden an Kunststoffe gezielte Anforderungen hinsichtlich des Verklebens, Bedruckens, Lackierens, Laminierens oder Beschichtens gestellt, die allein durch den Kunststoff, selbst bei optimaler Additivierung, nicht mehr erfüllt werden können. Mithilfe entsprechender Vorbehandlungsmethoden können Kunststoffoberflächen jedoch auf ein bestimmtes Anforderungsprofil hin optimiert werden und so weitergehende Funktionen übernehmen. Eine Steigerung der Oberflächenenergie ist beispielsweise speziell für niederenergetische Kunststoffe von zentraler Bedeutung, um die Adhäsion eines Klebstoffes und somit die Festigkeit des geklebten Verbundes zu gewährleisten.

Die Forschung am SKZ beschäftigt sich bereits seit Jahren mit innovativen Vorbehandlungsmethoden für Kunststoffe. Am SKZ Schwerpunkttag Forschung, am Dienstag, 25. Oktober 2016, stehen erfahrene Mitarbeiter des SKZ sowie Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Heidemeyer interessierten Besuchern auf der K-Messe Rede und Antwort zu allen Aspekten der Kunststoffvorbehandlung und Oberflächentechnik. Ein Besuch auf dem SKZ-Stand H15 in Halle 10 lohnt sich sicher!. Das SKZ unterstützt fachkompetent bei allen Fragestellungen in diesem Bereich. Die Kompetenzen reichen von mechanischen (Schleifen oder Sandstrahlen), nasschemischen (Lösemittelreinigung) und trockenchemischen Vorbehandlungsverfahren (Beflammen oder Corona-Entladung) über Plasma- (Atmosphären- und Niederdruck-Plasma) und Laservorbehandlung (CO2- und UV-Laser) bis hin zu entsprechenden Prüfmethoden zur Qualitätssicherung der Kunststoffoberflächen oder auch der Bauteile bzw. Baugruppen.

Die Möglichkeit, ihr Unternehmen durch gemeinsame Forschung einen Schritt nach vorne zu bringen, sollten sich interessierte Messebesucher nicht entgehen lassen und noch heute einen Termin für den 25. Oktober 2016 auf dem Stand H15 in Halle 10 vereinbaren.

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20.07.2016

SKZ-Materialentwickler unter 3D-Druck!

Die additive Fertigung hat in der industriellen Herstellung von Klein- und Mittelserien Einzug gehalten und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für eine Marktdurchdringung ist neben einer anlagentechnischen Weiterentwicklung der Verfahren eine Erweiterung der Werkstoffpalette zwingend erforderlich. Durch die im SKZ vorangetriebene Entwicklung neuer Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften werden weitere Anwendungsbereiche für additiv gefertigte Kunststoffteile erschlossen.

Am SKZ wird an der Entwicklung neuer Materialien, z. B. für das selektive Lasersintern (SLS), das Fused Deposition Modeling (FDM) und das ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) gearbeitet. Von der Compoundierung angepasster Materialrezepturen über die Überführung in Pulver- (SLS) oder Filamentform (FDM) bis hin zu der Erprobung auf einer frei parametrierbaren Lasersinteranlage, mehreren FDM-Druckern (u. a. Eigenbau „TripleF“) sowie einem freeformer von ARBURG verfügt das SKZ über vielfältige Möglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entlang der gesamten Prozesskette. Auch die Prüfgeräte zur Untersuchung der Rohstoffe und der gedruckten Teile hinsichtlich u. a. rheologischer, thermischer und mechanischer Eigenschaften sind vorhanden. Mit verschiedenen Extrudern zur Compoundherstellung, einer Labormühle zur Pulverisierung und einer Drahtextrusionslinie mit Laser-Messkopf zur Inline-Messung des Filamentdurchmessers ist das SKZ für die Herstellung von SLS-Pulvern und FDM-Filamenten aus maßgeschneiderten Materialien bestens ausgestattet. Zahlreiche Messgeräte zur Pulvercharakterisierung (Partikelgröße und -form, Rieselfähigkeit, Schüttdichte) und ein Heiztisch-Mikroskop zur Untersuchung der Aufschmelz-, Erstarrungs- und ggf. Kristallisationsvorgänge runden die Ausrüstung ab. Das Equipment steht den Forschern und interessierten Industriepartnern für Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um das 3D-Drucken zur Verfügung. 

Am SKZ Schwerpunkttag Forschung, Dienstag, 25. Oktober 2016, stehen erfahrene Mitarbeiter des SKZ sowie Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Heidemeyer allen interessierten Besuchern der K-Messe für Informationen rund um Materialentwicklung und Additive Fertigung zur Verfügung. Termine für einen Besuch am Stand H15 Halle 10 können schon vorab vereinbart werden.

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20.07.2016

Biokunststoffe liegen im Trend!

Die Nachfrage nach Biokunststoffen, seien es biologisch abbaubare Materialien oder langlebige Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, steigt kontinuierlich und das ist ökologisch gesehen eine deutlicherkennbare positive Entwicklung.

Nichtsdestotrotz erfordert die Verarbeitung von Biokunststoffen bei der derzeit kleinen, verfügbaren Informationsbasis eine große Menge an Know-How. Aus diesem Grund wurde vor drei Jahren ein Konsortium aus Instituten und Hochschulen gegründet, das sich nun mit Unterstützung der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. dieser Problematik annimmt. Das SKZ als wichtiger Teil dieses Konsortiums untersucht bereits seit Jahren für eine Vielzahl an kommerziell verfügbaren Biokunststoffen die entsprechenden Prozess- und Verarbeitungsparameter. Die ersten Ergebnisse wurden nun in einer kostenlosen Broschüre und in einer frei zugänglichen Online-Datenbank (www.biokunststoffe-verarbeiten.de) veröffentlicht.

Das SKZ beschäftigt sich ebenfalls seit langem mit dem Schweißen und Kleben, dem Compoundieren und der Extrusion sowie mit dem Spritzgießen und der additiven Fertigung von Biokunststoffen. Im Vergleich zu den konventionellen Kunststoffen haben Biokunststoffe jedoch derzeit noch einen äußerst geringen Marktanteil. Damit dieser im Sinne einer nachhaltigen Kunststoffindustrie stetig gesteigert werden kann und Biokunststoffe bei der Materialauswahl für Produkte eine zunehmend größere Rolle spielen, stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weitere Mittel zur Verfügung, die es dem SKZ erlauben, gezielt und praxisnah auf die Fragestellungen der Industrie einzugehen. 

Am Dienstag, 25. Oktober 2016, stehen interessierten Besuchern der K-Messe kompetente SKZ-Mitarbeiter sowie der Geschäftsführer Herr Dr.-Ing. Peter Heidemeyer für Fragen rund um Biokunststoffe zur Verfügung. Am SKZ Messestand in Halle 10 Stand H15 können Besucher vor Ort erfahren, welche ersten wegweisenden Untersuchungen zu Biokunststoffen das SKZ für die Industrie kostenlos durchführen kann. Diese kostenfreien Demonstrationsprojekte oder Machbarkeitsstudien werden es den Unternehmen ermöglichen, im Nachgang ihre innovativen Ideen und Produkte effizienter zu entwickeln. Wichtig dabei ist auch, dass die grundlegenden Ergebnisse allen interessierten Verarbeitern von Biokunststoffen zu Gute kommen.

Unternehmen sollten sich nicht die Möglichkeit entgehen lassen, durch gemeinsame Forschung mit dem SKZ einen großen Schritt nach vorne zu gehen. Termine für ein Gespräch am SKZ Stand H15 in Halle 10 am Schwerpunkttag Forschung (25. Oktober 2016) können bereits vorab vereinbart werden.

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20.07.2016

Schwerpunkttag Forschung - Das SKZ auf der K 2016

Alles dreht sich um die Forschung!
Das SKZ als größtes Kunststoff-Institut Deutschlands bietet praxis- und industrienahe Lösungen an und schreckt auch vor außergewöhnlichen Herausforderungen nicht zurück. Die SKZ Forschung mit über 90 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern entwickelt marktgerechte Produktionstechnologien, unterstützt die Industrie bei Produkt- oder Prozessoptimierungen und leistet innovative Beiträge in allen Bereichen der Kunststoffverarbeitung.
Bei Fragestellungen zu spezifischen Problemen im Bereich der Produktion, zu Produkten, zum Material oder zur Kunststoff-Forschung im Allgemeinen, stehen die SKZ-Experten am Schwerpunkttag Forschung auf der K-Messe interessierten Besuchern zur Verfügung. Am Dienstag, 25. Oktober 2016, steht auf dem SKZ Messestand in Halle 10 Stand H15 alles im Focus der Forschung. Die Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Heidemeyer und Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek werden vor Ort sein, um zusammen mit den Mitarbeitern zu allen Möglichkeiten der direkten oder öffentlich geförderten Forschung zu informieren. 
Bedeutende, industrierelevante Forschungsthemen, wie z.B. die Verarbeitung von Biokunststoffen, die Materialentwicklung (u.a. für additive Fertigung) sowie die vielfältigen Vorbehandlungsmöglichkeiten für Kunststoffe werden theoretisch und praktisch auf dem Stand vorgestellt. Besucher erhalten Einblicke in industrielle innovative zerstörungsfreie Prüfmethoden und Lebensdauervorhersagen. Außerdem erleben sie die Inline-Thermografie beim Schweißen und können sich einen Einblick verschaffen in aufwändige Simulationen für die Extrusion oder das Spritzgießen. 

Es besteht auch die Möglichkeit schon im Vorfeld einen Termin auf dem Messestand zu vereinbaren.

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15.06.2016

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Getreu diesem Motto tauschten im Oktober 2015 achtundzwanzig Berufstätige aus der Kunststoffverarbeitung den gewohnten Arbeitsplatz gegen die Schulbank, um in Würzburg ihre Meisterausbildung in der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk bei IHK und SKZ anzutreten. Zu diesem Zeitpunkt wussten viele von ihnen noch nicht, dass ganz Deutschland auf den Verlauf des Meisterkurses und vor allem auf die Abschlussprüfung schauen würde. Denn Sie sollten die Ersten sein, die nach der neuen bundeseinheitlichen Prüfungsverordnung und dem neu erstellten Rahmenplan ihre Ausbildung absolvieren.
Ende Mai 2016 war es dann soweit: nach sieben langen und harten Monaten standen die Abschlussprüfungen vor der Tür. Das in den vergangen Monaten erlernte Wissen wurde in zwei schriftlichen Prüfungen und einem Fachgespräch abgefragt. Die Anspannung war nicht nur bei den Prüflingen selbst, sondern auch bei ihren Dozenten sichtlich groß, denn nun sollte sich zeigen, ob sie die Inhalte richtig vermitteln konnten.
Der Ausbildungsleiter des SKZs, Bernhard Hennrich, hat die Gelegenheit genutzt, direkt im Anschluss an die letzte Prüfung mit einem der zukünftigen Meister, Gerhardt Metzner aus Aldingen, über die neue Meisterausbildung zu sprechen:

Hennrich: Herr Metzner, es ist geschafft, Sie hatten heute Ihre letzte Prüfung in Form des Fachgesprächs. Wie fühlen Sie sich und was steht bei Ihnen heute noch auf dem Programm? Metzner: Ich bin sehr erleichtert, dass alle Prüfungen jetzt abgelegt sind. Trotzdem bleibt noch bis zum Erhalt des Briefes eine gewisse Grundanspannung bestehen. Ich werde mit meinem Kollegen vielleicht noch ein Glas Wein trinken, dann die lange Heimreise antreten und auf dem Sofa zu Hause die Beine hochlegen.

Hennrich: Lassen Sie uns doch nochmal sieben Monate zurückblicken. Als die Entscheidung in Ihnen gereift ist, die Meisterausbildung anzustreben. Warum entschiedenen Sie sich für den weiten Weg von über 250 km - nach Würzburg, wo doch andere Möglichkeiten direkt vor Ihrer Haustür liegen?
Metzner: In meiner Firma waren so ziemlich alle, die ihren Meister gemacht haben, für die Meisterausbildung hier in Würzburg. Der exzellente Ruf des SKZ und die kompakte Ausbildung in nur sieben Monaten haben mir die Entscheidung leicht gemacht, und im Nachgang muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, mich so entschieden zu haben.

Hennrich: Der Kurs den Sie besucht haben, war ein Vollzeitlehrgang. Warum keine Ausbildung in Teilzeit?
Metzner: In Teilzeit auf keinen Fall. Es ist ja bekannt, dass die Teilnehmer von Teilzeitkursen deutlich schlechter abschneiden als die der Vollzeitkurse. Bei Vollzeit kommt man viel leichter und schneller in den Lernrhythmus und den Stoff rein. Bei Teilzeit bleibt die Schule eher auf der Strecke, man ist einfach zu nah an der Arbeit dran.

Hennrich: Jetzt ist Würzburg ja für seine Wohnungsknappheit bekannt. Wie lange im Voraus haben Sie nach einer passenden Bleibe gesucht?
Metzner: Mein Kollege und ich waren eigentlich ziemlich spät dran. So richtig gekümmert haben wir uns erste zwölf Wochen vor Kursbeginn, aber auch kein Problem, da Vorgänger aus unserer Firma uns einen Kontakt vermittelt haben. Das war dann letztlich nur ein Anruf und wir hatten unsere beiden Zimmer sogar ohne Besichtigung in einer Toplage zur IHK und dem SKZ.

Hennrich: Am 19.10.2015 startete der Lehrgang mit dem ersten Block an der IHK. Wie waren die ersten Wochen für Sie wieder auf der Schulbank?
Metzner: Schwierig! Richtig hart, man braucht locker acht bis zwölf Wochen um in den Schul- und Lernmodus wieder reinzukommen. Daher war es sehr angenehm in den ersten beiden Wochen mit dem Ausbilderschein bei der IHK zu beginnen. Das war für den Wiedereinstig ein nicht so komplexes Thema. Dennoch musste man ab dem ersten Tag Vollgas geben.

Hennrich: Können Sie den Punkt Vollgas noch etwas genauer beschreiben?
Metzner: Schon nach den ersten Tagen bildeten sich Lerngruppen, in denen das am Tag eingetrichterte Wissen aufgearbeitet wurde. In unserer WG war ein Vorteil, dass wir aus den unterschiedlichen Verarbeitungsbereichen der Kunststofftechnik kamen und uns so gegenseitig bei vielen Themen unterstützen konnten. Hier wurde oft bei einem Glas Wein oder einem Bierchen gefachsimpelt.

Hennrich: Kommen wir auf den Rahmenplan und die Vermittlungsinhalte des neuen Meisterkurses zu sprechen. Wie war es für Sie und Ihre Kollegen die Ersten zu sein?
Metzner: Wir fühlten uns alle schon ins kalte Wasser geworfen. Keiner wusste, was in der Prüfung auf uns warten würde. Auch den Dozenten hat man angemerkt, dass sie sich bei der Vermittlungstiefe und -umfang noch unsicher waren. Einiges aus dem Unterricht wurde letztendlich auch nicht in der Prüfung abgefragt. War aber auch klar, bei der Menge an Stoff.

Hennrich: Würden Sie daher sagen, vieles was Sie gelernt haben war unnütz?
Metzner: Nein, sicher nicht, aber es ist wohl wie bei vielen Dingen im Leben, man wird erst hinterher im Job feststellen, was alles wichtig war und was nicht. Ich glaube es ist vergleichbar mit einem Studium. Hier geht es ja auch darum ein breites Wissen zu vermitteln und keine Fachidioten auszubilden.

Hennrich: Laut Rahmenplan ist bei der kompletten Ausbildung kein praktischer Anteil vorgeschrieben. Wie stehen Sie dem gegenüber?
Metzner: Praxis ist das A und O! Klar wird bei den Meisterschülern die praktische Erfahrung durch die Berufsausbildung vorausgesetzt aber wir wissen alle, dass Lernen und Begreifen in den meisten Fällen visuell besser klappt als in der trockenen Theorie. Und ganz ehrlich, keiner von uns konnte sich vor dem Meisterkurs etwas unter Kalandrieren vorstellen, das muss man einfach mal gesehen haben. Aber auch die anderen Verarbeitungsverfahren wie Blasformen, Thermoformen oder Extrudieren waren bei vielen von uns nicht so in den Köpfen, da der Großteil ja doch vom Spritzgießen kommt. Darum war das Praktikum im SKZ an den verschiedenen Maschinen einfach Gold wert!

Hennrich: Wie würden Sie die erhaltene Unterstützung seitens der Dozenten bei der Prüfungsvorbereitung beschreiben?
Metzner: Alle Dozenten durch die Bank weg haben uns richtig gut auf die Prüfung vorbereitet. Vor allem die Fachkompetenz der einzelnen Dozenten war sehr beeindruckend und für uns hilfreich. Wir hatten immer das Gefühl: Jep, der da vorn weiß von was er spricht! Außerdem ist die Lernplattform Moodle eine super Sache, um mit den Dozenten zu jeder Zeit in Kontakt zu treten und neben der Zeit im Klassenzimmer weiter zu diskutieren.

Hennrich: Wie hat Sie Ihre Firma bei dem Projekt Meisterausbildung unterstützt?
Metzner: Meine Firma hat mich ohne zu zögern für die Zeit der Ausbildung freigestellt. Jetzt warten sie schon wieder auf mich und freuen sich, dass ich nächste Woche voll einsteige.

Hennrich: Eine letzte Frage noch, was würden Sie einem Kollegen sagen, wenn er Sie zum Thema Meisterausbildung um Rat fragt?
Metzner: Auf jeden Fall machen! Du lernst so unglaublich viel Neues dabei und außerdem ist ja trotz der ganzen Plackerei die Freizeit in Würzburg nicht zu kurz gekommen! Es haben sich viele neue Bekanntschaften gebildet und bei bestimmten Problemen später im Job weiß ich, wen ich anrufen kann. Man baut sich ganz nebenbei ein richtig gutes Netzwerk auf.

Nun heißt es für die ersten Meisterschüler des neuen Abschlusses von IHK und SKZ noch für ein paar Wochen zittern und auf die Prüfungsergebnisse warten. Während dessen geht die Arbeit an der IHK und dem SKZ weiter, der zweite Meisterkurs steht bereits in den Startlöchern. Auf Grund der großen Nachfrage werden im Winter sogar zwei Kurse parallel laufen, freut sich Hennrich.

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07.06.2016

Akkreditierungsurkunde für die Sanitärarmaturenprüfung

Anfang Mai 2016 wurde dem SKZ der Akkreditierungsbescheid vom DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) mit der neuen Akkreditierungsurkunde für das Prüflabor zugestellt, dessen Anhang um die Normen für die Prüfung von Sanitärarmaturen ergänzt wurde. Damit ist es nun amtlich: die SKZ - Testing GmbH ist akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 für Sanitärarmaturen und nun offiziell berechtigt, die Bauteileigenschaften von Sanitärarmaturen nach aktuellen nationalen und internationalen Normen zu prüfen und somit eine solide Basis für die Qualität und Sicherheit dieser Produkte zu schaffen.

Die Prüfeinrichtungen, die vom SVGW in der Schweiz übernommen wurden, sind bereits seit November 2015 im Einsatz.

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07.06.2016

Weniger Sorgen mit dem Entsorgen

Forschungsprojekt „RecyclingNet“ zur kooperativen Verwertung von Produktionsabfällen gestartet
Kunststoffverarbeiter stehen regelmäßig vor dem Problem, ihre Produktionsabfälle technischer Kunststoffe aufgrund zu geringer Mengen oder fehlender Einsatzmöglichkeiten nicht verwerten zu können. Häufig kommt als schnelle und einfache Lösung nur die kostenpflichtige Entsorgung in Frage. Dadurch wird hochwertiges, meist sortenreines Material der Verbrennung oder einem Einsatz in minderwertigen Anwendungen zugeführt. Dies hat ein branchenweites Downcycling zur Folge. Im Sinne eines schonenden Umgangs mit knappen Ressourcen ist dagegen ein Upcycling anzustreben, also eine Aufbereitung und Verwendung in hochwertigen Anwendungen.

Ein innovativer Ansatz zur Lösung dieses Problems ist die kooperative Verwertung von Produktionsabfällen. In dem Forschungsprojekt RecyclingNet von SKZ — Das Kunststoff-Zentrum und International Performance Research Institute (IPRI) sollen hierfür neue Wege zur erfolgreichen Einrichtung von Recycling-Kooperationen entwickelt werden. Ziel ist, dass bisher entsorgte Produktionsabfälle v. a. technischer Kunststoffe zusammengeführt, ggf. aufbereitet und als hochwertige Rezyklate in neuen Anwendungen eingesetzt werden.

Im Projekt sollen dazu Anwendungsfelder für neue Rezyklate identifiziert, Modelle und Werkzeuge für erfolgreiche Kooperationen zwischen Kunststoffverarbeitern entwickelt und dadurch neue Stoffströme erschlossen werden.

Über den Projektausschuss und die Fallstudien bringen sich bereits zahlreiche Unternehmen in das Projekt ein und profitieren von den neuen Erkenntnissen, z. B. Kunststoffverarbeiter, Compoundeure oder Recycler. Weitere Unternehmen der Kunststoffindustrie sind herzlich eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen.

Das IGF-Vorhaben 18766N „RecyclingNet – Kooperationen mittelständischer Kunststoffverarbeiter für das Recycling technischer Kunststoffe erfolgreich realisieren“ der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das SKZ e.V. wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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07.06.2016

Beurteilung der PVC-Qualität mittels DMA

Der Geliergrad zählt nach heutigem Stand zu den aussagekräftigsten Kennwerten in der PVC-Verarbeitung, da er mit einer Vielzahl von Materialeigenschaften in Relation gesetzt werden kann. Trotz verschiedener Möglichkeiten ist die Bestimmung des Geliergrades sehr aufwändig und je nach Methode relativ ungenau. Im Rahmen eines am SKZ abgeschlossenen Forschungsprojektes wurden deshalb die Möglichkeiten der Qualitätsbeurteilung von PVC-Materialien mittels dynamisch-mechanischer Analyse untersucht. Hierbei wurden die Einflüsse von Rezeptur, Verarbeitungsbedingungen, Alterung und Bewitterung anhand mechanischer und thermischer Verfahren untersucht und anschließend mit den Ergebnissen der DMA korreliert. Die Untersuchungen wurden sowohl an PVC-U (hart-PVC, z.B. Fensterprofile) als auch an PVC-P (weich-PVC, z.B. Schwimmbadfolie) durchgeführt.

Es konnte gezeigt werden, dass die genannten Einflussfaktoren mit Hilfe der DMA erfolgreich detektiert werden können. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes liefern folglich wichtige Kenntnisse zur verbesserten Beurteilung der Qualität von PVC-Produkten sowohl im Herstellungsprozess als auch im Bereich der Schadensanalyse. Die dynamisch-mechanische Analyse kann hierzu einen deutlichen Beitrag leisten, da durch jeden einzelnen Messvorgang eine Vielzahl an qualitätsrelevanten Materialkennwerten in Abhängigkeit der Temperatur zur Verfügung steht.

Der ausführliche Forschungsbericht kann über kfe@skz.de angefordert werden.

Das Vorhaben (17935 N) der Forschungsvereinigung Kunststoff-Zentrum (FSKZ e.V.) wurde über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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07.06.2016

Biokunststoffe etablieren – Das SKZ unterstützt!

Biokunststoffe liegen im Trend! Die Nachfrage nach Biokunststoffen, seien es biologisch abbaubare Materialien oder Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, steigt kontinuierlich. Biokunststoffe können inzwischen wie Standardkunststoffe modifiziert werden, so dass sie, zumindest theoretisch, in allen Lebensbereichen eingesetzt werden können.

Nichtsdestotrotz erfordert die Verarbeitung von Biokunststoffen eine große Menge an speziellem Know-How. Dabei ist die Informationsbasis für diese neue Werkstoffgruppe noch relativ gering. Aus diesem Grund wurde vor drei Jahren ein Konsortium aus Instituten und Hochschulen gegründet, das sich im Rahmen eines Projekts der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. dieser Problematik annahm und für eine Vielzahl an kommerziell verfügbaren Biokunststoffen Prozess- und Verarbeitungsparameter untersuchte. Das SKZ Würzburg, das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover (IfBB), das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) und die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz (SLK) veröffentlichten vor kurzem ihre Ergebnisse in einer kostenlosen Broschüre und in einer frei zugänglichen Online-Datenbank (www.biokunststoffe-verarbeiten.de).

Um die Ergebnisse nun zu verbreiten und den Biokunststoffen industriell die notwendige Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen, stellte der Projektträger, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), weitere Mittel zur Verfügung, die es den Projektpartnern erlauben, gezielt auf die Fragestellungen der Industrie einzugehen. Das SKZ beschäftigt sich beispielsweise bereits seit Jahren mit dem Schweißen und Kleben, dem Compoundieren, der Extrusion sowie dem Spritzgießen und der additiven Fertigung von Biokunststoffen. Sie sind als Verarbeiter herzlich eingeladen, die Projektpartner mit Ihren Fragestellungen zu Biokunststoffen zu kontaktieren. Oft führt das SKZ auch kostenlos erste wegweisende Untersuchungen für deutsche Unternehmen durch, da dies ermöglichen soll, im Nachgang innovative Ideen und Produkte effizienter zu entwickeln. Wichtig ist hierbei, dass die grundlegenden Ergebnisse allen interessierten Verarbeitern von Biokunststoffen zugutekommen.

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Über uns

Firmenporträt

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum mit Hauptsitz in Würzburg bietet bereits seit mehr als 50 Jahren Dienstleistungen für die Kunststoff-Industrie. Das SKZ ist europaweit als größte branchenspezifische Einrichtung dieser Art tätig.
Das Zusammenwirken von Entwicklungs-Institutionen, Rohstoffherstellern, verarbeitenden Unternehmen und Maschinenbau bildet einen wichtigen Erfolgsfaktor für das ungebrochene Wachstum der Kunststoff-Industrie. Dieser Wirtschaftszweig umfasst allein in Deutschland ein Geschäftsvolumen von ca.55 Milliarden Euro und beschäftigt über 360 000 Mitarbeiter.
Das SKZ versteht sich als Partner und innovativer Dienstleister dieser Branche.

Das 1961 mit Unterstützung des Freistaates Bayern gegründete Institut wird von der Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum getragen. Dieser gehören über 200 Unternehmen der Kunststoff erzeugenden und Kunststoff verarbeitenden Industrie und des Maschinenbaus an, sowie zahlreiche öffentlich rechtliche Institutionen.

Das Arbeitsgebiet des SKZ umfasst anwendungsbezogene Grundlagenforschung, praxisorientierte Entwicklungsarbeiten, Werkstoff- und Bauteilprüfung, Produktzulassung, Gütesicherung, Zertifizierung von Herstell- und Verarbeitungsverfahren, Zertifizierung von Managementsystemen  sowie schwerpunktmäßig die Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus dem Kunststoffgebiet. Das Leistungsspektrum reicht von der handwerklichen Ausbildung von Fachkräften über praxisorientierte Weiterbildung für Kaufleute und Ingenieure, Inhouse-Firmenschulungen bis zur Qualitäts- und Prozessoptimierung.

Heute besuchen jährlich etwa 11 000 Teilnehmer die Lehrgänge, Seminare und Fachtagungen des SKZ.

Als inzwischen international zertifiziertes Institut und akkreditiertes Prüflabor und Inspektionsstelle gehört das SKZ zu den erfahrensten und leistungsfähigsten Know-how-Anbietern für die Prüfung und Gütesicherung von Kunststoffformmassen, Halbzeugen und Bauteilen. Mit modernster Messtechnik leistet das SKZ maßgebliche Beiträge zur nationalen und internationalen Standardisierung und Normierung.

Das SKZ hat seinen Hauptsitz in Würzburg sowie Zweigstellen in Horb am Neckar, Halle und Peine. International ist das SKZ in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Türkei aktiv. Insgesamt beschäftigt das SKZ zirka 300 qualifizierte und engagierte Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachdisziplinen.

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Unternehmensdaten

Umsatz

20 - 100 Mill. US $

Anzahl der Beschäftigten

101 - 500

Gründungsjahr

1961

Geschäftsfelder

Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschuk-Industrie