Fraunhofer-Institut für Schicht und Oberflächentechnik IST

Bienroder Weg 54E , 38108 Braunschweig
Deutschland

Telefon +49 531 2155-0
Fax +49 531 2155-900
info@ist.fraunhofer.de

Messehalle

  • Halle 7 / SC01
 Interaktiver Hallenplan

Hallenplan

K 2016 Hallenplan (Halle 7): Stand SC01

Geländeplan

K 2016 Geländeplan: Halle 7

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 04  Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 04.06  Wissenschaft und Beratung

Unsere Produkte

Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Plasma-Partikeltechnologie

Sie sind klein, mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen und doch spielen sie eine ganz große Rolle bei der am Anwendungszentrum für Plasma und Photonik des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST entwickelte Technologie: Mikropartikel, oft kleiner als 20 µm. Beim sogenannten Kalt-Plasmaspritzen werden diese Partikel mit Hilfe von Plasma an- oder aufgeschmolzen und auf ein Substrat gesprüht.

Für das Anschmelzen müssen die Mikropartikel in den sogenannten Plasmajet gelangen. Dafür ist eine gute Fließfähigkeit enorm wichtig, da eine zu starke Kohäsion der Teilchen die anschließende Verarbeitung deutlich erschweren bzw. verhindern würde. Je besser die Teilchen voneinander getrennt sind, desto besser lassen sie sich im nächsten Schritt auf ein Substrat sprühen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung besonders kleiner Partikel ist, dass sich hochschmelzende Materialien leichter verarbeiten lassen, da die Partikel deutlich schneller schmelzen. Das bedeutet, dass der gesamte Schmelzprozess bei vergleichsweise geringen Temperaturen ablaufen kann. Dadurch ist es möglich, auch hitzeempfindlichere Materialien wie Kunststoffe, Dünnglas, Papier oder Textilien schnell und strukturiert zu beschichten. Auch die Beschichtung komplexer dreidimensionaler Objekte ist mittels Kalt-Plasmaspritzen kein Problem. 

 Neben einer Vielzahl an möglichen Materialien und Objekten, die beschichtet werden können, ist auch die Palette der möglichen Ausgangsstoffe sehr vielfältig. So können u.a. Metalle, Metalloxide oder Kunststoffe verwendet werden, um beispielsweise Leiterbahnen oder Anti-Statikbahnen herzustellen, die zukünftig im Bereich der MID-Technologie (Molded Interconnect Devices, MID) eine bedeutende Rolle spielen werden.

 

Mehr Weniger

Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Anlagen und Prototypen mit Atmosphärendruckplasmen

Kalte Atmosphärendruckplasmen ermöglichen zahlreiche neue Anwendungen in der Oberflächentechnologie. Das Anwendungszentrum für Plasma und Photonik des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST konstruiert und fertigt Plasmamodule und Einzelanlagen.

Die verwendete Plasmatechnologie beruht auf dem physikalischen Prinzip der Energiezufuhr in Gase, welche zu einer sogenannten Ionisierung führt: Der Aggregatzustand »gasförmig« wird in den energiereicheren »Plasmazustand« überführt. Aufgrund des nicht-thermischen Plasmacharakters (30 - 50 °C) und der individualisierbaren Bauteile zur Plasmagenerierung kann eine große Bandbreite an diversen Substraten wie z.B. Metalle, Keramiken, Glas, thermisch hochsensible Materialien wie Papier, glasfaserverstärkter Kunststoff GFK, kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff CFK oder Kunststoffe (Polyamide, Polystyrole, etc.) effizient und schonend behandelt werden.

Mehr Weniger

Über uns

Firmenporträt

Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST bietet als innovativer FuE-Partner Lösungen in der Oberflächentechnik, die gemeinsam mit Kunden aus Industrie und Forschung erarbeitet werden. Das »Produkt« ist die Oberfläche, die durch Modifizierung, Strukturierung und/oder Beschichtung für Anwendungen primär in den Geschäftsfeldern Maschinenbau, Werkzeuge und Fahrzeugtechnik, Energie und Elektronik, Optik, Life Science und Umwelt sowie Luft- und Raumfahrt optimiert wird.

Die zentralen Technologiefelder des IST sind die Atmosphärendruckverfahren mit den Schwerpunkten elektrochemische Verfahren und Atmosphärendruckplasmaverfahren, die Niederdruck-Plasmaverfahren mit den Schwerpunkten Magnetronsputtern, hochionisierte Plasmen und plasmaaktivierte Gasphasenabscheidung, sowie die chemische Gasphasenabscheidung mit dem Schwerpunkt Heißdraht-CVD. Im Zentrum für Tribologische Schichten stehen Reibungsminderung, Verschleiß- und Korrosionsschutz und die Mikro- und Sensortechnik im Vordergrund. Das Anwendungszentrum für Plasma und Photonik arbeitet an Atmosphärendruck- und mobilen Plasmaquellen sowie an Laser-Plasma-Hybridsystemen.

Die Kompetenz des Fraunhofer IST besteht vor allem in der Beherrschung der Prozesse und ihrer Kombination mit einer Vielzahl von Schichten, wobei ein breites Spektrum an Schichtfunktionen realisiert werden kann. Die umfangreichen Erfahrungen in der Schichtherstellung und Schichtanwendung werden unterstützt durch eine entsprechende Schicht- und Oberflächenanalytik, für die die modernsten Geräte zur Verfügung stehen, sowie durch die Simulation der vakuumbasierten Beschichtungsprozesse.

Eine der besonderen Stärken des Instituts besteht darin, aus dem vorhandenen Spektrum an Verfahren die für die jeweilige Aufgabenstellung optimale Kombination auszuwählen.

Neben der Erforschung wissenschaftlicher Grundlagen in Kooperation mit Universitäten und Forschungs­einrichtungen entwickeln etwa 120 Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit Anwendern aus der Industrie maßgeschneiderte Oberflächen und Prozesse: vom Prototyp über wirtschaftliche Produktionsszenarien und die Skalierung auf industrielle Maßstäbe bis hin zu Transfer und Implementierung der Technologie beim Kunden.

Mehr Weniger