Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V.

Eupener Str. 33 , 30519 Hannover
Deutschland

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Messehalle

  • Halle 6 / C54-06
 Interaktiver Hallenplan

Hallenplan

K 2016 Hallenplan (Halle 6): Stand C54-06

Geländeplan

K 2016 Geländeplan: Halle 6

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 03  Maschinen und Ausrüstung für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 03.09  Einrichtungen zum Messen und Prüfen
  • 03.09.001  Mess- und Prüfeinrichtungen für rheologische Eigenschaften
  • 04  Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 04.03  Institutionen
  • 04  Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie
  • 04.06  Wissenschaft und Beratung

Unsere Produkte

Produktkategorie: Mess- und Prüfeinrichtungen für rheologische Eigenschaften

Prüfstelle Polymerwerkstoffe / Nitrosamine

Die Prüfstelle „Polymere Werkstoffe/Nitrosamine“ (PW/NA) der Abteilung Elastomerchemie befasst sich mit organischer Spurenanalyse in Gummiartikeln und Bedarfsgegenständen auf Basis polymerer Werkstoffe. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Leachables/Extractables-Analytik. Viele polymere Materialien und Kunststoffe geben in Kontakt mit flüssigen Medien wie z.B. Trinkwasser, geringe Mengen an Additiven ab, die den polymeren Werkstoffen zur Erzielung bestimmter chemischer oder physikalischer Eigenschaften in geringen Mengen beigefügt werden. Derartige Zusatzstoffe sind beispielsweise Weichmacher, Verarbeitungshilfsmittel und Alterungsschutzmittel. Abhängig von der Art des polymeren Materials und dem damit in Kontakt stehenden Medium findet eine Migration der Additive in das Medium statt. Typische migrierende Additive aus der Gruppe der Weichmacher stellen Phthalate dar, während Fettsäuren bei den Verarbeitungshilfsmitteln und substituierte Phenole bei den Alterungsschutzmitteln als Leachables oder Extractables zu finden sind. Mit Hilfe der Hochleistungsflüssigchromatographie können Leachables/Extractables mit mittleren bis höheren Molmassen bis in den unteren ppm-Bereich qualitativ und quantitativ analysiert werden. Durch die Kopplung der HPLC mit der Massenspektrometrie wird zusätzlich eine direkte Substanzidentifizierung möglich. Eine routinemäßig angewendete Technik zur Identifizierung der von Leachables/Extractables im unteren Molmassenbereich stellt die Gaschromatographie-Massenspektrometrie dar. Da Kunststoffgefäße, -verpackungen oder -filter in der pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie aufgrund ihrer herausragenden praktischen und chemischen Eigenschaften eine wachsende Bedeutung erlangen und gleichzeitig besonders hohe Anforderungen an ihre Reinheit und Verträglichkeit gestellt werden, ist die Leachables/Extractables-Analyse ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle.

Ein weiterer Fokus in der Prüfstelle PW/NA liegt auf der Prüfung von Materialproben wie z.B. Bedarfsgegenständen, Vulkanisaten, Mischungen oder Baustoffen sowie Luftproben auf Kontamination mit Nitrosaminen. Diese bilden sich bei der Fertigung von Gummiartikeln hauptsächlich während der Vulkanisation durch die Reaktion von sekundären Aminen, die durch den Zerfall einiger Vulkanisationsbeschleuniger freigesetzt werden, mit nitrosierenden Agentien. Diese Agentien können in der Kautschukmischung selbst enthalten sein oder aus der Atmosphäre eingetragen werden. Ein Anteil der gebildeten Nitrosamine kann während der Vulkanisation oder der anschließenden Lagerung der Fertigprodukte in die Arbeitsplatzatmosphäre gelangen und auf diese Weise eine Kontamination der umgebenden Luft und ggf. auch der Gebäudesubstanz verursachen. Hierzu kann auch die Nitrosierung von aus Vulkanisaten emittierten Aminen mit ubiquitären Stickoxiden beitragen.

Etwa 90% der Nitrosamine sind gemäß Gefahrstoffverordnung und TRGS 552 als kanzerogen eingestuft, so dass eine Überwachung sowie Vermeidung und Verringerung der Exposition von Beschäftigten in betroffenen Arbeitsbereichen und Verbrauchern erforderlich und nach geltenden Richtlinien vorgeschrieben ist.

In der Prüfstelle „Polymere Werkstoffe/Nitrosamine“ (PW/NA) werden akkreditierte Prüfungen von polymeren Werkstoffen auf migrierbare und extrahierbare Bestandteile (Leachables/Extractables) sowie von Materialproben und Luftproben auf Kontamination mit Nitrosaminen untersucht.

Folgende akkreditierte Prüfungen bieten wir an:

Prüfungen an polymeren Werkstoffen aus dem Pharma- und Lebensmittelbereich:

Extraktion/Migration in verschiedenen Medien
Probenaufarbeitung durch Flüssig-Flüssig-Extraktion und Festphasenanreicherung
HPLC-UV-Übersichtsanalyse der Extrakte
Qualitative GC-MS-Analyse mit Identifizierung der Extraktbestandteile
Peakidentifizierung und Semiquantifizierung mittels HPLC-UV-Analyse
Semiquantifizierung anhand von internen Standards mittels GC-MS-Analyse
Bestimmung des nicht verdampfbaren Rückstands
FT-IR-Analyse der Extraktrückstände
Gefahrstoff-Prüfungen an Elastomeren und Materialproben:

Extraktion mit Methanol und anschließende GC-TEA-Analyse der Extrakte auf leicht- und schwerflüchtige N-Nitrosamine
Bestimmung von N-Nitrosaminen und nitrosierbaren Stoffen nach Migration in Speicheltestlösung gemäß DIN EN 12868
Prüfungen an Luftproben:

GC-TEA-Analyse von Thermosorb-Röhrchen auf leichtflüchtige N-Nitrosamine gemäß BGI 505-23, Ausgabe 09/1992, Verfahren 4

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Produktkategorie: Mess- und Prüfeinrichtungen für rheologische Eigenschaften, Institutionen, Wissenschaft und Beratung

Elastomeranalytik

Elastomer- und Schadensanalytik:

FT-IR- und ATR-FT-IR-Analyse zur Identifizierung von Polymeren und Bestandteilen von Elastomeren und Kautschukmischungen
TGA zur Bestimmung der Zusammensetzung von Elastomeren und Kautschukmischungen
DSC zur Bestimmung der thermodynamischen Eigenschaften
Qualitative GC-MS-Analyse von Polymer-, Kautschuk- und Elastomerextrakten

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Produktkategorie: Mess- und Prüfeinrichtungen für rheologische Eigenschaften, Institutionen, Wissenschaft und Beratung

Prüfstelle Werkstoffentwicklung und -prüfung

Die Prüfstelle Werkstoffentwicklung befasst sich mit der Charakterisierung von Mischungen und Elastomeren. Folgende akkreditierte Prüfmethoden werden im Rahmen dieser Prüfstelle angeboten:

Prüfungen an Elastomeren:

Härte (Shore-A, IRHD)
Druckverformungsrest (DIN-ISO, VDA)
Kriechen und Relaxation, plastische Verformung (VDA)
Rückprallelastizität (DIN, ISO)
Zugfestigkeit, Reißdehnung, Spannungswerte (DIN, ISO, VDA)
Weiterreißwiderstand an Streifenproben (DIN-ISO)
Abrieb (DIN, DIN-ISO, VDA)
Künstliche Alterung, Hitzebeständigkeit (DIN, ISO)
Beständigkeit gegen Ozonrissbildung (DIN, ISO, VDA)
Dichte (DIN-ISO, VDA)
Prüfungen an Mischungen:

Viskosität nach Mooney (DIN, ISO)
Anvulkanisationsverhalten nach Mooney (DIN, ISO)
Vulkanisationsverhalten (DIN, ISO)

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Über uns

Firmenporträt

Das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie e. V. (DIK) ist gemäß Satzung in 1981 auf Initiative der deutschen Kautschukindustrie und des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gegründet worden. Seit Aufnahme der praktischen Arbeiten in den Bereichen der Verarbeitungstechnik, der Elastomerchemie und  -physik in 1984 hat sich das DIK heute zu einer anerkannten Forschungseinrichtung von internationalem Ruf entwickelt.

Mehrere Faktoren haben diesen Erfolg und die Entwicklung zu einem Kompetenzzentrum „Kautschuktechnologie“ ermöglicht. Es ist die stetige Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter und der Institutsleitung, es ist die Unterstützung der Mitgliedsfirmen, der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft (DKG), des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WDK), des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und des Arbeitgeberverbandes der Deutschen Kautschukindustrie (ADK).

Es ist jedoch auch das einmalige Konzept des Instituts, das die verschiedensten naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen im Bereich Kautschuk und polymere Werkstoffe unter einem Dach vereint. Mit dieser Ausrichtung hat sich das DIK als Institut mit Querschnittscharakter und einem gewissen  Alleinstellungsmerkmal auf internationaler Ebene etabliert. Wir meinen, dass die Kombination aus Forschung und unternehmerischer Orientierung das DIK zum Know-how Partner und Dienstleister für die europäische Kautschukindustrie und deren Zulieferer macht. Insbesondere profitieren auch die Anwender von Elastomerprodukten wie z.B. die Maschinenbau- oder Automobilindustrie zusammen mit ihren Zulieferern von der Kompetenz des DIK.

Einen besonderen Stellenwert hat die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für die Kautschukindustrie vom Einsteiger bis zum Spezialisten. In Kooperation mit dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie und der Leibniz Universität Hannover wird das „Weiterbildungsstudium Kautschuktechnologie“ seit 1985 erfolgreich durchgeführt. Hier wird eine umfangreiche Weiterbildung von Fachkräften aus der Industrie auf akademischem Niveau mit hoher Praxisorientierung betrieben. Diese Ausbildung zum nationalen und internationalen Kautschukexperten von morgen ist einzigartig.

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