Der Kunststoffkonzern Borouge International erweitert seine Kapazitäten zur Produktion von Materialien für die Kabelindustrie.
Laut Pressemitteilung soll dazu ein neues Werk für Halbleiterverbundwerkstoffe (Semicon) im südkoreanischen Cheonan errichtet werden. Geplant sind dabei vor allem Anlagen zur Produktion von Compounds für Mittel- und Hochspannungsanwendungen. Mit diesem neuen Projekt reagiert Borouge auf die große Nachfrage in Asien und baut zugleich ihre Präsenz in der Region weiter aus. Zu den genauen Kapazitäten des geplanten Werks in Cheonan wurden allerdings noch keine Angaben gemacht.
Unterdessen hat der Konzern an seinem Standort im schwedischen Stenungsund mit dem Bau einer neuen Anlage zur Produktion von vernetztem Polyethylen (XLPE) für Stromkabelisolierungen begonnen. In dieser Anlage soll künftig eine neue Generation von Homopolymer-XLPE-Materialien für Isolierungen von Mittelspannungskabeln (MV-Kabel) in Stromverteilernetzen hergestellt werden. Auch hier liegen bislang keine Angaben über die Kapazitäten der Anlage vor. Früheren Meldungen zufolge soll die Produktion im ersten Quartal 2027 anlaufen.
Wie Borouge International weiter mitteilte, wurde am Standort Al Ruwais in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) inzwischen der Ausbau der XLPE-Anlage abgeschlossen. Durch zusätzliche Kapazitäten für jährlich 100.000 Tonnen erreicht die Jahresproduktion des Komplexes nunmehr insgesamt bis zu 200.000 Tonnen XLPE.
Borouge International will mit diesen drei Erweiterungsprojekten ihre Kunden in Asien, Europa und im Nahen Osten durch den Ausbau der regionalen Produktion zuverlässiger beliefern. Konzern-Manager Craig Arnold erklärte dazu: "Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der Kabelindustrie wissen wir, wie wichtig Nähe ist, um unseren Kunden die Lösungen zu liefern, die sie benötigen. Diese Investitionen stärken unsere Präsenz in drei Schlüsselmärkten und ermöglichen uns, den wachsenden Anforderungen der Energiewende besser gerecht zu werden."
Borouge International entstand erst vor wenigen Wochen durch den Zusammenschluss der von der österreichischen OMV und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) kontrollierten Branchenunternehmen Borouge und Borealis (siehe auch plasticker-News vom 02.04.2026).
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