Carbios hat zwei neue, mehrjährige Liefervereinbarungen mit großen Unternehmen der Getränkeindustrie über die Bereitstellung von recyceltem PET (r-PET) abgeschlossen. Damit erschließt das Unternehmen erstmals systematisch den strategisch wichtigen Getränkesektor.
Die Vereinbarungen gehören zum laufenden Vorvermarktungsprozess für das geplante industrielle Biorecyclingwerk in Longlaville. Nach Unternehmensangaben sind inzwischen rund 50 Prozent der maximalen Produktionskapazität durch Vorverträge abgesichert. Mit weiteren potenziellen Partnern werden Verhandlungen geführt, um eine Quote von 70 Prozent zu erreichen - ein Zielwert, der als Voraussetzung für zusätzliche nicht-verwässernde Finanzmittel gilt, die für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der Anlage erforderlich sind.
Parallel dazu wurde eine regionale Förderung in Höhe von 12,5 Mio. Euro zugesagt. Insgesamt belaufen sich die gesicherten öffentlichen Mittel damit auf 42,5 Mio. Euro.
Carbios entwickelt enzymbasierte Verfahren für das biologische Recycling von Kunststoffen und Textilien. Das Unternehmen betreibt seit 2021 eine Demonstrationsanlage für das PET-Biorecycling; der Bau der weltweit ersten industriellen Biorecyclinganlage soll - vorbehaltlich der Finanzierung - bis Ende 2025 wieder aufgenommen werden.
Carbios-CEO Vincent Kamel sieht die neuen Verträge als Bestätigung für die technische Reife der PET-Biorecyclingtechnologie sowie für die Relevanz des Angebots in zentralen Anwendungsfeldern wie der Getränkeindustrie.
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