Auf der Formnext 2025 wurden in sechs Kategorien Beiträge ausgezeichnet, die technologische Innovationskraft, nachhaltige Konzepte und unternehmerischen Pioniergeist in der Additiven Fertigung demonstrieren. Prämiert wurden Irena Heuzeroth (AMbassador Award), die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (Design Award), Laempe Mössner Sinto GmbH ((R)Evolution Award), das Projekt "3DMyMask" des IAM3DHUB (Rookie Award), PERFI Technologies (Start-up Award) sowie EOS GmbH Electro Optical Systems (Sustainability Award). Jury- und Publikumsstimmen gingen gleichermaßen in die Entscheidungen ein.
AMbassador Award
Der AMbassador Award würdigt herausragende Beiträge zur Aus- und Weiterbildung im Bereich Additive Fertigung. 2025 wurde die Ingenieurin und Senior Trainerin Irena Heuzeroth ausgezeichnet. Sie engagiert sich maßgeblich für den von IHK Würzburg-Schweinfurt und SKZ angebotenen Praxisstudiengang "Geprüfter Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung", der die gesamte AM-Prozesskette abdeckt. Laut Jury ist qualifiziertes Fachpersonal zentral, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche unter herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen zu sichern.
Design Award
Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd erhielt den Design Award für das Projekt "Grabbit", handtherapeutische Trainingsgeräte, die TPU-Lattice-Strukturen und PA12 mit Eschenholz kombinieren. Die Jury hob die hohe Konzeptqualität und die Vielfalt der eingereichten Designlösungen hervor.
(R)Evolution Award
Die Laempe Mössner Sinto GmbH wurde für ein 3D-Drucksystem ausgezeichnet, das bei der BMW Group in der Großserienfertigung von Sandkernen eingesetzt wird. Mit mehr als 1.100 Kernen pro Tag zählt die Technologie zu den schnellsten Binder-Jetting-Systemen weltweit. Die Jury würdigte den industriellen Nutzen und die Übertragbarkeit auf weitere Anwendungsfelder.
Rookie Award
Der Rookie Award ging an das Projekt "3DMyMask" des IAM3DHUB. Die Lösung nutzt 3D-Gesichtsscans und Additive Fertigung für individuelle Silikonmasken, etwa zur Behandlung von Atemnot. Das interdisziplinäre Team überzeugte die Jury durch ein marktnahes Konzept mit klarer technologischer und medizinischer Zielsetzung.
Start-up Award
Perfi Technologies wurde für seine Volumetrische Additive Fertigung (VAM) ausgezeichnet. Das Verfahren ermöglicht die simultane Formgebung aller Objektpunkte und soll Produktionszeiten drastisch reduzieren sowie Stützstrukturen überflüssig machen. Die Jury betonte die potenziellen Auswirkungen auf industrielle AM-Prozesse.
Sustainability Award
Den Sustainability Award erhielt EOS für ein neues Filtersystem, das reaktive Nebenprodukte metallbasierter AM-Prozesse direkt im Betrieb neutralisiert. Die Technologie wandelt gefährliche Partikel in stabile Metalloxide um, die sicher entsorgt oder recycelt werden können. Die Jury hob die wirtschaftliche Tragfähigkeit und den potenziellen Beitrag zur Reduktion von Sondermüll und Emissionen hervor.
Weitere Informationen zu den Formnext Awards und den Gewinnern sind online verfügbar.
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