Mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung 2024/3190 am 20. Januar 2025 gilt in der Europäischen Union ein weitgehendes Verbot für die Verwendung von Bisphenol A (BPA) und seinen Derivaten in Lebensmittelkontaktmaterialien. Während für BPA selbst bestimmte, zeitlich begrenzte Ausnahmen bestehen, ist das in der Kautschukindustrie verbreitete Bisphenol AF (BPAF) vollständig und ohne Übergangsregelung untersagt. Seit dem 1. September 2025 darf BPAF in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie nicht mehr eingesetzt werden.
Freudenberg Sealing Technologies hat die regulatorischen Entwicklungen frühzeitig verfolgt und alternative Werkstofflösungen entwickelt. Das Unternehmen stellt nun Bisphenol-AF-freie, peroxidisch vernetzte Fluorelastomer-Werkstoffe (FKM) vor, die bereits vor Inkrafttreten des Verbots zur Marktreife gebracht wurden. Die neuen Materialien sollen die für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie erforderliche chemische und thermische Beständigkeit sowie die erforderliche Neutralität gegenüber Prozessmedien gewährleisten.
Die Entwicklung basiert auf einem speziell angepassten Vernetzungsverfahren, das die für FKM typischen Leistungsmerkmale im Hinblick auf Beständigkeit und Langlebigkeit sicherstellt. Die Arbeiten wurden durch die interne Werkstoffexpertise sowie die enge Zusammenarbeit mit Anwenderindustrien unterstützt, um die regulatorischen Anforderungen und praxisrelevanten Einsatzbedingungen gleichzeitig zu berücksichtigen.
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