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09/04/2020

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GKV/TecPart: Zulieferindustrie unter den Kunststoffverarbeitern hart getroffen - Umfassendes Maßnahmenpaket gefordert

Wie der GKV/TecPart Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. mitteilt, wurde aufgrund des urplötzlichen Abbruchs der Warenabnahme und unkoordinierter Werksschließungen aller relevanten europäischen Fahrzeughersteller ohne angemessene Ankündigungsfrist Ware nicht abgeholt bzw. abgenommen - trotz noch bestehender Abrufe und der damit verbundenen Abnahmeverpflichtungen.

Michael Weigelt, Geschäftsführer von GKV/TecPart, kritisiert: "Kurz zuvor war ein solches Vorgehen mit Bezug auf force majeure noch untersagt worden, wenige Tage später wurden mit der gleichen Argumentation die eigenen Werkschließungen begründet."

Im Augenblick ruhen die automobilen Wertschöpfungsketten, das Anlaufszenario sei noch nicht vorhanden oder belastbar und das erwartete Produktionsvolumen noch völlig unklar. Zur Stabilisierung der Situation seien aus Sicht des Verbandes jetzt folgende Maßnahmen nötig:

Von der Bundesregierung muss ein Plan vorgelegt werden unter welchen Voraussetzungen, mit welchen Schritten die derzeitigen Beschränkungen gelockert werden.
Basierend darauf öffnen sich für die Industrie wieder die Absatzkanäle, und daraus ergibt sich für die Hersteller eine größere Planungssicherheit, die wieder belastbare Abrufzahlen für die Lieferkette bringen muss.
Am Beginn der Lieferkette muss sichergestellt werden, dass die Rohstoffe und Materialien auch zur Verfügung stehen. Das Abschalten von Fabrikanlagen darf hier nicht zu Engpässen wie 2009/2010 führen.
Ein Ausgleich von erbrachten Leistungen muss innerhalb der Fristen erfolgen.

Es sei nun notwendig, dass man zügig zu einer besonnenen "Normalität" zurückkehrt. Nur dann würden die guten Hilfsprogramme der Regierung auch ihre Wirkung entfalten, ansonsten werde das Sterben vieler Unternehmen nur verzögert. Daher sei es wichtig, dass der Mittelstand jetzt unbürokratisch und schnell Zugang zu den Fördermitteln erhält.

"Das muss nicht nur für die kleinen und mittleren Betriebe, sondern auch für den größeren Mittelstand gelten," betont Michel Weigelt. Der Mittelstand leide nach wie vor an Verzögerungen bei der Kreditvergabe, weil Sparkassen und Banken das Kreditrisiko aufwendig prüfen und Arbeitsagenturen die Auszahlungen des Kurzarbeitergelds aufgrund der großen Fallzahlen nicht zeitnah anweisen könnten. All das belaste die Liquidität der Unternehmen aufs Äußerste und müsse daher schnellstmöglich gelöst werden.

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