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01.07.2026

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Kunststoff-Cluster: Studie "Tooling in Austria 2026" analysiert die Leistungsfähigkeit des österreichischen Werkzeugbaus

Der Kunststoff-Cluster hat die zweite Ausgabe der Branchenstudie "Tooling in Austria 2026" vorgestellt. Die Analyse soll die wirtschaftliche Bedeutung und technologische Leistungsfähigkeit des österreichischen Werkzeug- und Formenbaus dokumentieren und erstmals eine belastbare Vergleichsbasis für die Entwicklung der Branche schaffen.

Die Studie zeigt demnach, dass Österreich zu den leistungsfähigen Werkzeugbaustandorten Europas zählt. Rund 65 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine abgeschlossene Lehrausbildung, mehr als 30 Prozent über einen Meister- oder Technikerabschluss. Die Wertschöpfungstiefe liegt bei knapp 75 Prozent. Das Segment der Spritzgießwerkzeuge erreicht einen Produktionswert von 554 Millionen Euro und stellt damit den größten sowie technologisch anspruchsvollsten Bereich des österreichischen Werkzeugbaus dar.

Die Studie wurde am 19. Juni 2026 im Rahmen des Online-Treffpunkts Werkzeugbau vorgestellt. Grundlage der Auswertung sind Daten österreichischer Werkzeugbaubetriebe aus der Werkzeugbau-Datenbank des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen. Ergänzt wurden diese um internationale Markt- und Branchendaten, Erkenntnisse aus Unternehmensbesuchen, Forschungsprojekten sowie einer österreichweiten Marktbefragung. Die Validierung erfolgte gemeinsam mit dem Kunststoff-Cluster.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem Ergebnisse des Forschungsprojekts "SustainTool" präsentiert. An dem Projekt arbeiten vier Forschungspartner gemeinsam mit 24 Unternehmen aus Österreich und Deutschland an Konzepten für eine nachhaltigere Gestaltung des Werkzeugbaus im Kunststoffspritzguss.

Der Kunststoff-Cluster umfasst rund Unternehmen, von denen etwa 100 über einen eigenen Werkzeug- und Formenbau verfügen. Rund 40 Prozent dieser Betriebe bieten ihre Leistungen zusätzlich externen Kunden an.

Mit dem Beitritt zu "Istma Europe", dem europäischen Verband der Werkzeug- und Zerspanungsindustrie, erweitert der Kunststoff-Cluster zudem seine internationale Vernetzung. Die Mitgliedschaft soll den Austausch mit rund 30 Organisationen weltweit fördern und neue Möglichkeiten für Kooperationen sowie gemeinsame Brancheninitiativen schaffen.

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