Die türkische Sanko Holding investiert in die Liquid-State-Polycondensation-Technologie (LSP) des österreichischen Recyclingmaschinenherstellers Next Generation Recyclingmaschinen GmbH (NGR). Mit der Technologie will die Industriegruppe den Einsatz recycelter PET-Materialien in hochwertigen Anwendungen ausbauen und ihre Aktivitäten im Bereich Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln.
Sanko mit Hauptsitz in Gaziantep wurde 1904 gegründet und zählt heute zu den großen Industriegruppen der Türkei. Nach Unternehmensangaben beschäftigt die Gruppe mehr als 14.000 Mitarbeitende und ist in verschiedenen Branchen aktiv. Eine zentrale Rolle spielt der Textilbereich, in dem Sanko auf mehr als 120 Jahre Erfahrung verweist. Das Unternehmen produziert unter anderem Garne, Gewebe und Fertigprodukte und beliefert Kunden in über 100 Ländern.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung werden von Sanko als strategische Schwerpunkte genannt. In diesem Zusammenhang steht auch RE&UP Technologies, ein Unternehmen aus dem Sanko-Umfeld, das sich auf Recyclingtechnologien für eine zirkuläre Textilwirtschaft konzentriert. Die Investition in NGR-Technologie soll diese Ausrichtung ergänzen und den Aufbau geschlossener Materialkreisläufe unterstützen.
Die von NGR entwickelte Liquid-State-Polycondensation-Technologie kombiniert einen kontinuierlichen Schmelzefiltrationsprozess mit einer Nachkondensation im flüssigen Zustand. Das Verfahren ist darauf ausgelegt, Verunreinigungen aus recyceltem Polyethylenterephthalat (PET) zu entfernen und die Materialeigenschaften zu verbessern. Dadurch sollen recycelte Rohstoffe für anspruchsvollere Anwendungen nutzbar gemacht werden.
Nach Angaben von NGR bietet die Technologie gegenüber herkömmlichen Recyclingsystemen eine verbesserte physikalische Reinigungsleistung bei hoher Energieeffizienz. Sanko plant, das Verfahren einzusetzen, um den ökologischen Fußabdruck der eigenen Aktivitäten zu reduzieren und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern.
Fatih Konukoglu, Vice President der Sanko Holding, ordnete die Investition in den Kontext des unternehmerischen Engagements für Umwelt, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ein. Ziel sei es, neue Technologien von NGR zu nutzen, um Umweltbelastungen zu reduzieren und die Nachhaltigkeit der eigenen Prozesse zu verbessern.
Insbesondere für RE&UP soll der Einsatz der NGR-Technologie dazu beitragen, geschlossene Materialkreisläufe aufzubauen und den Bedarf an Neuware zu senken. Die Investition verdeutlicht damit die zunehmende Bedeutung ressourcenschonender Verfahren in der Textil- und Kunststoffverarbeitung.
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