Wacker hat die Zielgrößen seines im Oktober gestarteten Effizienzprogramms "Pace" präzisiert. Das Unternehmen strebt jährliche Einsparungen von über 300 Mio. Euro an. Rund die Hälfte dieses Volumens soll durch einen globalen Personalabbau erreicht werden, der den Wegfall von voraussichtlich mehr als 1.500 Stellen umfasst. Der Schwerpunkt des Stellenabbaus liegt an den deutschen Standorten.
Ein Projektteam erarbeitet derzeit die konkreten Maßnahmen, die sowohl im Produktionsbereich als auch in der Verwaltung ansetzen und insbesondere die fixen Herstellkosten senken sollen. Die Umsetzung soll im ersten Quartal 2026 beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Vorstandschef Christian Hartel betonte, dass die geplanten Schritte notwendig seien, um die Kostenstruktur wettbewerbsfähig auszurichten. Gleichzeitig verwies er auf weiterhin belastende Standortfaktoren in Deutschland, darunter hohe Energiepreise und bürokratische Vorgaben.
Der Konzern steht - wie große Teile der Chemieindustrie - unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Bereits bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal hatte Wacker angekündigt, dass das Jahresergebnis 2025 voraussichtlich negativ ausfallen werde.
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