Das nova-Institut erweitert sein Angebot im Bereich "Renewable Feedstock" und bietet einen zweistündigen Online-Workshop zu möglichen EU-Vorgaben für biobasierte Kunststoffe an. Hintergrund ist die Prüfung einer Quote für biobasierte Kunststoffe im Verpackungsbereich durch die Europäische Kommission im Rahmen ihrer Bioökonomie-Strategie.
Nach Angaben des Instituts deuten politische Diskussionen darauf hin, dass verbindliche Zielvorgaben ab 2028 möglich sein könnten. Der Verpackungssektor gilt dabei als wahrscheinlicher erster Anwendungsbereich. Eine entsprechende Regelung könnte später auch auf weitere Branchen wie Automobil, Textilien, Bauwesen oder Spielwaren ausgeweitet werden.
Der Workshop behandelt politische Rahmenbedingungen, mögliche Quotenhöhen, Zeitpläne und betroffene Sektoren. Weitere Themen sind Anforderungen an industrielle Kompostierbarkeit, der CO₂-Fußabdruck biobasierter Kunststoffe sowie neue Entwicklungen bei Lebenszyklusanalysen. Dazu zählen aktualisierte Life-Cycle-Inventory-Datenbanken und methodische Anpassungen bei der Bilanzierung biogenen Kohlenstoffs.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verfügbarkeit von Biomasse. Das nova-Institut stellt globale und europäische Szenarien vor, die bewerten, ob ausreichend Biomasse für eine großskalige Nutzung biobasierter Kunststoffe im Verpackungsbereich und darüber hinaus zur Verfügung steht.
Ergänzend gibt der Workshop einen Marktüberblick zu biobasierten Polymeren, einschließlich aktueller und geplanter Kapazitäten, Preisentwicklungen sowie Einsatzmöglichkeiten in Verpackungen und weiteren Anwendungen. Vorgestellt werden 17 kommerziell verfügbare biobasierte Kunststoffe mit Angaben zu Produktionsmengen, Verfügbarkeit sowie relevanten Produzenten und Lieferanten.
Geleitet wird der Workshop von Christopher vom Berg, Leiter der Abteilung "Renewable Feedstock" am nova-Institut, sowie Michael Carus, Gründer des Instituts und Senior-Experte. Termine sind der 30. April 2026 und der 28. Mai 2026, jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 199 Euro.
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