08.08.2025
Aachen, 8. August 2025 - B.IRD Machinery stellt auf der K 2025 vom 8. bis 15. Oktober in Düsseldorf Weiterentwicklungen für die hocheffiziente Erwärmung und Trocknung von Kunststoffen vor. Das Unternehmen entwickelt und produziert handliche Infrarot-Drehrohr-Geräte (IRD) zur Behandlung von Schüttgütern wie Granulate, Mahlgüter, Folienschnitzel oder Pulver. So wird die Technologie auch für geringere Durchsätze erhältlich.
Die Vorteile der proprietären B.IRD-Technologie gegenüber der herkömmlichen Trocknung von Schüttgütern mit Heißluft sprechen für sich:
· Mehr als 90% Zeitersparnis durch minutenschnelle Prozesszeiten
· Bis zu 70% Energieeinsparung
· Flexibilisierungsmöglichkeiten durch extrem kurze Umrüstzeiten
· gesteigerte Materialeffizienz
Damit sind spürbare Steigerungen der Produktivität in verschiedenen Kunststoff-Verarbeitungsprozessen möglich. Zugleich eröffnen sich bislang ungekannte Möglichkeiten der Prozessführung.
Spritzgießen technischer Kunststoffe
„Mit B.IRD haben wir die in Großanlagen etablierte IRD-Technologie für kleinere Mengendurchsätze erschlossen. Damit kann nun auch das Spritzgießen von den großen Vorteilen der Infrarot-Erwärmung profitieren,“ erläutert IRD-Erfinder und Unternehmensgründer Dipl.-Ing. Urban Stricker.
Für gängige Spritzgieß-Werkstoffe wie PA, PC, PMMA oder ABS bietet das Unternehmen standardisierte Serienmaschinen der Reihe B.IRD 5 an. Die Durchsatzmöglichkeiten wurden auf 4 bis 100 kg/h für die Tiefen-Trocknung auf Spezifikationen unter 200 – 1.000 ppm erweitert. Die Trocknungsdauer für den kontinuierlichen Prozess beträgt je nach Material und Aufgabe nur 3 bis 30 Minuten. Gegenüber bisherigen Trocknungsprozessen wird mehr als 90% wertvoller Zeit gespart. Dabei wird bis zu 70% weniger Energie benötigt.
Die Umstellung auf andere Materialien ist durch einfachen Drehrohrwechsel in wenigen Minuten möglich. Zudem werden durch höhere Übergabe-Temperaturen die Verarbeitungsfenster für die Materialien signifikant erweitert. „Spritzgieß-Maschinen können damit besser ausgelastet werden. Die Energie- und Materialeffizienz wird optimiert. Die Produktivität der Prozesse wird deutlich erhöht und damit die Wirtschaftlichkeit,“ erläutert CEO und Co-Gründer Daniel Stricker die Vorteile für Kunststoffverarbeiter.
Neue Impulse für die TPU-Verarbeitung
In Reihenuntersuchungen hat B.IRD gemeinsam mit einem Werkstoff-Hersteller die TPU-Trocknung intensiv untersucht und den Bestrahlungsprozess an den elastomeren Werkstoff angepasst. Durch Zwangsförderung und Durchmischung der Granulate im B.IRD-Drehrohr ist eine stetig gleichmäßige Wärmebehandlung garantiert.
Die kurzen Standzeiten in der Wärme reduzieren zudem die Materialdegradation auf ein Minimum. Damit werden zwei der bei der herkömmlichen Trocknung häufig auftretenden Probleme (No-flow-Effekt im Trichter, lange Temperatur-Standzeiten) ausgeschlossen. Auf diese Weise können beim TPU-Spritzgießen die oft hohen Ausschussraten gesenkt und kostspieliges Material eingespart werden.
Schmelze-Homogenisierung leicht gemacht
Auch bei der Auf- und Vorbereitung von Materialien beim Compounding und im Recycling zeigen sich die Vorteile der B.IRD-Technologie sehr deutlich. Bei der Zusammenführung mehrerer Komponenten ist die Homogenisierung der Schmelze wegen verschiedener Aufschmelzpunkte oft herausfordernd. Die gezielte Inline-Vorerwärmung bestimmter Fraktionen mit B.IRD schafft Abhilfe: Ein internationaler Kunde konnte so durch Reduktion des Filtrats nachhaltig eine um 20 kg/h gesteigerte Produktausbeute erzielen. Das B.IRD-Gerät hat sich hier innerhalb weniger Monate amortisiert. Weitere derzeit laufende Praxistests betreffen u.a. auch die Geruchsminderung bei Rezyklaten.