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24.04.2025

PlasticsEurope Deutschland e.V.

Start-ups: Zwölf Ideen für die Defossilisierung der Kunststoffindustrie

Frankfurt am Main, 24. April 2025 -Plastics Europe Deutschland, der Verband der Kunststofferzeuger, hat die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs "Towards Zero" bekannt gegeben. Zwölf Start-ups werden am 13. Oktober auf der K 2025 - der Weltleitmesse für Kunststoff in Düsseldorf - ihre Lösungen vorstellen und Innovationen präsentieren, die die Abhängigkeit der Branche von Öl und Gas verringern. Gesucht wurden Ideen, die Kunststoffkreisläufe schließen, Emissionen reduzieren und fossile Ressourcen in Produktionsprozessen ersetzen.


"Start-ups sind entscheidende Impulsgeber für die Zukunft unserer Branche", sagt Dr. Christine Bunte, Geschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland. "Die Finalisten zeigen, wie die Kunststoffbranche mit weniger fossilen Ressourcen auskommen kann und welche Lösungen nötig sind, um Produktionsprozesse zu verändern."


Die Start-ups treten in zwei Kategorien gegeneinander an. Am Vormittag präsentieren die jungen Start-ups ihre Ideen auf der Newcomer Stage.

  • AES entwickelt modulare, skalierbare chemische Recyclinganlagen, die Kunststoffabfälle direkt am Entstehungsort in wiederverwendbares Öl umwandeln und damit lange Transportwege überflüssig machen.
  • coiss stellt intelligente Plug-and-Play-Sensoren her, mit denen bestehende Maschinen digital nachgerüstet werden können, um Ausfallzeiten zu verringern und den Energieverbrauch zu senken.
  • Moldsonics bietet Ultraschallsensoren an, die Kunststoffmaschinen präziser machen und gleichzeitig Abfall, Energie und Materialverbrauch reduzieren.
  • Osphim entwickelt KI-gestützte Software für Kunststoffverarbeiter, die Herstellern hilft, mehr Rezyklate zu integrieren und den Energieverbrauch zu senken, selbst bei komplexen Anwendungen.
  • Radicaldot ermöglicht energieeffizientes chemisches Recycling zur Herstellung von Basischemikalien aus Kunststoffabfällen, die fossile Rohstoffe in der Kunststoffproduktion teilweise ersetzen.
  • s1seven bietet Lösungen für digitale Materialpässe an, die Transparenz über die Herkunft, die Zusammensetzung und den CO2-Fußabdruck von Kunststoffen schaffen und so ein hochwertiges Recycling ermöglichen.


Am Nachmittag gehört die Bühne den "Big Fish", Start-ups, die ihre Ideen bereits auf den Markt gebracht haben.

  • Carbon Minds bietet datengestützte Einblicke in die Emissionen der Kunststoffproduktion und hilft Unternehmen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.
  • ECO2GROW ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, Ökostrom zu erschwinglichen Festpreisen direkt vom Erzeuger zu beziehen, genau wie Großkunden.
  • MacroCycle betreibt energieeffiziente chemische Recyclinganlagen, die ein unendliches PET-Recycling ohne Qualitätseinbußen ermöglichen.
  • Paques Biomaterials produziert biologisch abbaubare Kunststoffe aus verschiedenen organischen Abfallströmen, um fossile Rohstoffe zu ersetzen.
  • Polymerize nutzt eine KI-gestützte Plattform, um die Forschung und Entwicklung in der Materialwissenschaft zu beschleunigen und die Ergebnisse beim Design und der Leistung von Kunststoffprodukten zu verbessern.
  • sykell entwickelt ERP-Software zur Unterstützung zirkulärer Geschäftsmodelle, indem es die effiziente Rückgabe und Wiederverwendung von Verpackungen und Materialien ermöglicht.


"Die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs repräsentieren jede Stufe der Wertschöpfungskette, von der Kunststoffproduktion über die Verarbeitung bis hin zu Maschinen und Recycling", erklärt Thomas Franken, Leiter der K-Messe und Mitorganisator des Pitches. "Und das ist genau das, was wir brauchen. Die Defossilierung der Kunststoffindustrie kann nur gelingen, wenn alle Teile der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten."


Moderiert wird der Wettbewerb von Martin Bellof, Lead Ventures & Partnering der Start-up-Plattform chemstars. chemstars ist eine offene Plattform, initiiert von Spitzenunternehmen der chemischen Industrie und dem Verband der Chemischen Industrie Nordrhein-Westfalen (NRW).


Mehr Informationen zum Gründerwettbewerb finden Sie unter: https://plasticseurope.org/de/towards-zero/



Ausstellerdatenblatt
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