Die japanischen Chemiekonzerne Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical Corp. (MCC) setzen die Gespräche über die Konsolidierung ihrer Ethylen-Produktion im Westen Japans fort.
Laut Pressemitteilung haben die drei Konzerne dabei bereits eine grundsätzliche Einigung über die jeweiligen Beteiligungen an der geplanten gemeinsamen Betriebsgesellschaft erzielt. Demnach werden Mitsui Chemicals und MCC jeweils 45 Prozent der Anteile und Asahi Kasei die übrigen 10 Prozent übernehmen. Als Grundlage für die Beteiligungsquoten wurden dabei die vorgesehenen Abnahmemengen herangezogen. In weiteren Verhandlungen sollen nun die Details des zu gründenden Joint Ventures festgelegt werden.
Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und MCC hatten Anfang dieses Jahres eine Grundsatzvereinbarung über die Konsolidierung ihrer Ethylen-Produktion in Westjapan unterzeichnet (siehe auch plasticker-News vom 28.01.2026). Vorgesehen ist dabei die schrittweise Stilllegung des vom JV Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene Corp. (AMEC) betriebenen Crackers am Standort Mizushima bis 2030. Parallel dazu soll die Ethylen-Produktion durch das neue JV in der bislang von Mitsui Chemicals betriebenen Cracker-Anlage in Osaka konsolidiert werden. Im Ergebnis werden sich die Produktionskapazitäten für Ethylen zunächst von bislang rund 950.000 Tonnen auf 455.000 Tonnen im Jahr reduzieren.
Am frei werdenden Standort Mizushima planen die drei Konzerne nach früheren Angaben unterdessen den Bau einer größeren Anlage für die Gewinnung von Ethylen, Propylen und anderen Grundchemikalien aus Bioethanol. Dabei soll die derzeit von Asahi Kasei entwickelte Technologie "Revolefin" Anwendung finden.
Mit der Optimierung ihrer Ethylen-Produktion im Westen Japans wollen Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und MCC laut Pressemitteilung zur Dekarboniserung der Branche beitragen und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Grundchemikalien stärken.
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