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27.07.2026

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BRT Hartner: Neue Studie zeigt Vorteile der Sacköffnung für den Brandschutz in DSD-Sortieranlagen

Eine gemeinsam von der FH Münster und der BRT Hartner GmbH durchgeführte Untersuchung zeigt, dass der Einsatz von Sacköffnern in Sortieranlagen für Leichtverpackungen das Brandrisiko deutlich verringern kann. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden Daten aus elf Anlagen des Dualen Systems Deutschland (DSD) ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die schonende Materialaufgabe durch Sacköffner die Beschädigung fehlentsorgter Lithium-Ionen-Akkus und Batterien reduziert und dadurch die Zahl kritischer Wärmeereignisse erheblich sinkt.

Die Untersuchung basiert auf einer Bachelorarbeit von Finn-Luca Röll unter der Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Sören Weinrich an der FH Münster. Analysiert wurden vier DSD-Sortieranlagen mit Sacköffnern sowie sieben Anlagen mit Vorzerkleinerung am Beginn der Aufbereitung. Während in den Anlagen mit Sacköffnern im Dreischichtbetrieb maximal drei bis vier Wärmedetektionen pro Monat registriert wurden, lag der Durchschnitt in sechs der sieben Anlagen mit Vorzerkleinerung bei rund drei Detektionen pro Tag. Eine weitere Anlage wurde aufgrund ihrer zusätzlichen Haus- und Restmüllsammlung nicht in den Vergleich einbezogen.

Nach Angaben von BRT Hartner sind die Sacköffner so ausgelegt, dass sie Säcke schonend öffnen und entleeren, ohne den Inhalt wesentlich zu beschädigen. Dadurch sollen Lithium-Ionen-Akkus und Batterien möglichst unversehrt in die nachgelagerten Sortierprozesse gelangen. Dies kann insbesondere in Anlagen relevant sein, die bereits in Röntgensysteme oder optische Sortiertechnik zur Erkennung und Ausschleusung solcher Batterien investiert haben. Da diese Systeme erst nach der Materialaufgabe installiert sind, besteht bei einer Vorzerkleinerung bereits zuvor das Risiko einer Beschädigung der Akkus.

Die Bachelorarbeit mit dem Titel "Vergleich von Aufgabeeinheiten in Sortieranlagen von Leichtverpackungen" wurde während eines Praktikums bei BRT Hartner erstellt. Das Unternehmen hatte die Forschungsarbeit initiiert, nachdem Betreiber von DSD-Sortieranlagen auf Unterschiede bei den registrierten Temperaturereignissen zwischen Anlagen mit Sacköffnung und Vorzerkleinerung hingewiesen hatten. Ziel war es, belastbare Daten für die Bewertung der beiden Technologien zu gewinnen. Nach Unternehmensangaben wurden weltweit bislang mehr als 800 Sacköffner installiert, ohne dass ein Brandereignis auf diese Maschinen zurückgeführt werden konnte.

Neben Erkenntnissen zum Brandschutz lieferte die Untersuchung nach Angaben des Unternehmens auch Ergebnisse zur Durchsatzleistung und Öffnungsquote der aktuellen Sacköffnergeneration. Diese sollen künftig in die technische Beratung von Anlagenbetreibern einfließen.

Die Ergebnisse gewinnen vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Bränden in der Recyclingbranche an Bedeutung. Nach dem Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) und des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) kommt es in Deutschland zu rund 30 Bränden pro Tag. Als wesentliche Ursache gilt die zunehmende Zahl falsch entsorgter Lithium-Ionen-Akkus und Batterien, deren Beschädigung Brände auslösen kann. Neben Gefährdungen für Beschäftigte verursachen solche Ereignisse Produktionsausfälle, Materialverluste und steigende Versicherungskosten.

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