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24.08.2026

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Clariant: Neue Forschungslabore in China erweitern Entwicklung von Flammschutzmitteln und Additiven

Clariant hat zwei neue Forschungs- und Entwicklungslabore für das Additivgeschäft in China eröffnet. Die Einrichtungen am Produktionsstandort Daya Bay in Huizhou sowie auf dem One Clariant Campus in Shanghai ermöglichen nach Unternehmensangaben erstmals die vollständige lokale Synthese und Entwicklung neuer Flammschutzmittel und Performance-Additive von der Forschung bis zum Pilotmaßstab.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten erweitert Clariant die bislang vor allem auf Anwendungsentwicklung ausgerichtete Forschungsstruktur in China. Ziel ist es, Entwicklungszyklen zu verkürzen und Produkte stärker auf Anforderungen des chinesischen und asiatisch-pazifischen Marktes auszurichten. Zu den adressierten Anwendungen zählen unter anderem Elektromobilität, Elektronik, KI-Infrastruktur, Verpackungen und Fasern.

Das neue Labor in Daya Bay befindet sich am 2023 eröffneten Werk für Hochleistungs-Flammschutzmittel in Huizhou. Im November 2025 hatte Clariant dort eine zweite Produktionslinie in Betrieb genommen. Die Gesamtinvestitionen in den Standort beziffert das Unternehmen auf 100 Mio. CHF.

Der Forschungsschwerpunkt in Daya Bay liegt auf der Entwicklung einer neuen Generation von Flammschutzmitteln. Zur Ausstattung gehören Reaktoren für Synthesen unter Atmosphären- und Hochdruckbedingungen sowie Analysegeräte für thermogravimetrische Analyse (TGA), dynamische Differenzkalorimetrie (DSC), Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Gaschromatografie (GC) und Ionenchromatografie. Die Infrastruktur soll auch für Kooperationen mit chinesischen Universitäten und weiteren Forschungspartnern genutzt werden.

Das zweite Labor befindet sich auf dem One Clariant Campus in Shanghai und ist in das bestehende Additives Technology Center integriert. Dort konzentriert sich Clariant auf neue Performance-Additive, darunter Antioxidantien, Lichtstabilisatoren und Wachse. Die Einrichtung verfügt über Kapazitäten für Synthese und Analytik sowie über eine Polykondensationsanlage im Pilotmaßstab.

Die beiden Labore ergänzen den Ausbau der lokalen Produktions- und Entwicklungsstruktur von Clariant. Im November 2025 kündigte das Unternehmen unter anderem ein Joint Venture mit Fuhua zur Entwicklung phosphorbasierter Flammschutzmittel an. Ebenfalls im November wurde am Gemeinschaftsunternehmen mit Beijing Tiangang in Cangzhou eine zweite Produktionslinie eröffnet. Dort wird unter anderem das multifunktionale Additiv "Nylostab S-EED" für Polyamid-Anwendungen hergestellt.

Clariant verfolgt damit eine stärker regionalisierte Wertschöpfungsstruktur aus Forschung, Entwicklung, Produktion und Industriekooperationen in China. Die neuen Labore sollen insbesondere die Überführung lokaler Entwicklungsprojekte in die Produktion beschleunigen und zugleich Entwicklungen für weitere internationale Märkte ermöglichen.

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