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26.08.2026

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Etex: Verhandlungen mit Austrotherm zur Übernahme des XPS-Geschäfts in vier europäischen Ländern

Etex und Austrotherm haben exklusive Verhandlungen über die Übernahme der XPS-Dämmstoffaktivitäten von Etex in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien aufgenommen. Die Transaktion würde vier Produktionsstandorte sowie zugehörige Vertriebsaktivitäten umfassen. Sie steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen.

Zum geplanten Verkauf gehören die derzeit unter der Marke "Ursa" geführten XPS-Werke in Queis in Deutschland, Saint-Avold in Frankreich, Bondeno in Italien und El Pla in Spanien. Darüber hinaus sollen die damit verbundenen Vertriebsaktivitäten für Kunden in mehreren west- und mitteleuropäischen Ländern auf Austrotherm übergehen. Die Marke "Ursa" selbst ist nicht Bestandteil der Transaktion, soll jedoch für eine begrenzte Übergangszeit weiter genutzt werden können.

Für Etex ist die geplante Veräußerung Teil einer strategischen Fokussierung des Dämmstoffgeschäfts auf Glaswolle. XPS stellt nach Angaben des Unternehmens einen kleineren Teil des Dämmstoffportfolios dar. Mit dem Verkauf will Etex zugleich sein Produktionsnetzwerk vereinfachen. An den Standorten El Pla und Saint-Avold, an denen neben XPS auch Glaswolle hergestellt wird, soll die Glaswolleproduktion bei Etex verbleiben und weiterentwickelt werden. Insgesamt betreibt das Unternehmen Glaswolleaktivitäten an sieben europäischen Standorten.

Für Austrotherm würde die Übernahme das bestehende Produktionsnetzwerk für extrudiertes Polystyrol deutlich erweitern. Das Unternehmen ist bislang insbesondere in Mittel-, Süd- und Südosteuropa vertreten. Mit den vier zusätzlichen Werken würde Austrotherm seine Präsenz in Deutschland ausbauen und zugleich seine XPS-Produktion auf Frankreich, Spanien und Italien ausweiten. Auch die Marktabdeckung in Westeuropa einschließlich der Benelux-Länder soll dadurch wachsen.

Austrotherm sieht XPS als Kerntechnologie und strategisches Wachstumsfeld. Im Zuge einer Übernahme plant das Unternehmen unter anderem Investitionen in XPS-Recyclingtechnologien und einen höheren Anteil recycelter Rohstoffe. Damit sollen die CO2-Emissionen der europäischen Produktionsstandorte weiter reduziert werden.

Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, sollen die den betreffenden Werken zugeordneten Beschäftigten unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Rechts- und Konsultationsvorschriften zu Austrotherm wechseln. Bis zu einem möglichen Abschluss führt Etex das XPS-Geschäft unabhängig weiter. Angaben zum Kaufpreis oder zu einem vorgesehenen Abschlusszeitpunkt machten die Unternehmen nicht.

Etex mit Hauptsitz im belgischen Zaventem beschäftigt weltweit knapp 13.500 Mitarbeiter und betreibt mehr als 190 Standorte in 46 Ländern. 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 3,747 Mrd. Euro und ein REBITDA von 698 Mio. Euro.

Austrotherm mit Sitz im österreichischen Wopfing betreibt 34 Produktionsstandorte in 14 Ländern und beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter. Der Dämmstoffhersteller ist Teil der Schmid Industrie Holding und produziert insbesondere EPS- und XPS-Dämmstoffe.

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