Der schwedische Kunststoffverarbeiter Scanfill bringt mit "Scanfoil rPP POP" (Prevented Ocean Plastic) eine Polypropylen-Folie auf den Markt, die aus 30 Prozent Post-Consumer-Rezyklat (PCR) besteht und für den Lebensmittelkontakt zugelassen ist. Nach Unternehmensangaben zählt das Produkt zu den ersten transparenten rPP-Folien weltweit, die in großen Mengen verfügbar sind und die Anforderungen der europäischen Verordnung über recycelte Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt (EU) 2022/1616 erfüllen.
Die Folie wurde entwickelt, um die künftigen Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) hinsichtlich des Einsatzes von Rezyklaten in Kunststoffverpackungen zu unterstützen. Sie ist in verschiedenen Transparenzgraden erhältlich und soll hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften mit Neuware aus Polypropylen vergleichbar sein.
Grundlage des Produkts ist mechanisch recyceltes Post-Consumer-Polypropylen. Nach Angaben von Scanfill ermöglicht das eingesetzte Recyclingverfahren die Herstellung größerer Mengen lebensmitteltauglichen Rezyklats aus bereits von Verbrauchern genutztem PP. Vor der Weiterverarbeitung zur Folie wird das Material beim Lieferanten einem qualifizierten Recyclingprozess unterzogen, der Voraussetzung für die Zulassung im Lebensmittelkontakt ist. Nach Wareneingang führt Scanfill zusätzliche Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen durch.
Als Rohstoff dienen gebrauchte Kunststoffbecher, die in Küstenregionen Südostasiens gesammelt werden, bevor sie in Flüsse oder Meere gelangen. Das Unternehmen hebt hervor, dass die Folie vollständig recycelbar ist und eine Rückverfolgbarkeit der Herkunft des eingesetzten Rezyklats bis zur jeweiligen Sammelregion ermöglicht.
Mit der Markteinführung reagiert Scanfill auf den seit Jahren bestehenden Engpass bei hochwertigem, lebensmitteltauglichem recyceltem Polypropylen. Die Verfügbarkeit entsprechender Materialien gilt als wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der steigenden Rezyklatquoten im Verpackungsbereich.
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