Die Sortco GmbH & Co. KG, Spezialist für die optische Sortierung von Kunststoffgranulaten, erweitert Ende September 2026 ihre Sortierkapazitäten am Standort Niederzissen um eine neue "Pellet Sorter"-Anlage. Die Maschine ist auf die optische Prüfung transparenter und halbtransparenter Kunststoffgranulate ausgelegt und soll insbesondere eingeschlossene sowie an der Oberfläche anhaftende Defekte erkennen und aus dem Materialstrom aussortieren.
Neue Anlage für optische Defekterkennung
Nach Unternehmensangaben erreicht die neue Sortiermaschine einen Durchsatz von mehr als zwei Tonnen pro Stunde. Mit der Investition ergänzt Sortco den bestehenden Maschinenpark am Produktionsstandort in Niederzissen. Die Anlage ist für Materialien vorgesehen, bei denen Verunreinigungen und optische Defekte aufgrund der Transparenz beziehungsweise Teiltransparenz besondere Anforderungen an die Detektion stellen.
Sortco ist auf die optische Sortierung von Kunststoffgranulaten spezialisiert. Nach Angaben des Unternehmens werden die Granulatkörner mit optoelektronischen Systemen und Hochgeschwindigkeitskameras geprüft. Fehlerhafte Partikel können anschließend gezielt aus dem Materialstrom entfernt werden. Die Fehlererkennung reicht den weiteren Angaben zufolge bis zu einer Größe von 50 µm. Ergänzend umfasst die Aufbereitung Prozessschritte wie Entstaubung, Siebung und Entmetallisierung.
Sechs Sortierlinien und 30.000 Tonnen Kapazität
Am Standort Niederzissen betreibt Sortco sechs Sortierlinien mit einer jährlichen Sortierkapazität von insgesamt rund 30.000 Tonnen. Die Produktion ist auf Anforderungen unter anderem aus Medizin- und Lebensmittelanwendungen ausgerichtet.
Dazu wurden im Jahr 2023 der BRCGS-Global Standard for Food Safety, ein Hygienemanagementsystem für Lebensmittelqualität und -sicherheit, sowie Medical Grades, eingeführt. Dieser übertrifft den weiteren Angaben des Unternehmens die GMP-Anforderungen und stellt demnach sicher, dass der Sortierbetrieb als "Purity Area" die gestellten Kundenforderungen bestmöglich erfüllen kann. Für die Qualitätssicherung verfügt das Unternehmen über ein eigenes Labor.
Für die Materiallogistik können Kunststoffgranulate in Säcken, Big-Bags, Oktabins oder als Siloware angeliefert werden. Seit 2015 am Markt aktiv, hat Sortco nach der Eröffnung der neuen Betriebsstätte im Jahr 2021 auch den Firmensitz im Jahr 2026 nach Niederzissen verlegt.
Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5209
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