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27.05.2026

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Zeon: Erweiterung der DCPD-Produktionkapazitäten

Der japanische Chemiekonzern Zeon plant den Ausbau seiner Kapazitäten für die Produktion von Dicyclopentadien (DCPD).

Laut Pressemitteilung soll in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mit dem Bau einer neuen Anlage am Konzernstandort Mizushima in Kurashiki auf der japanischen Hauptinsel Honshū begonnen werden. Die Fertigstellung der Anlage ist derzeit im September 2028 vorgesehen. Über die mit der Errichtung der neuen DCPD-Anlage verbundenen Investitionen liegen bislang keine Informationen vor.

Dicyclopentadien (DCPD) wird im Zuge des Naphtha-Steamcrackens aus der sogenannten C5-Fraktion gewonnen. Zeon benötigt DCPD vor allem als Rohstoff für die Herstellung von Cycloolefin-Copolymeren (COC/COP) sowie für das Compounding im RIM-Verfahren (Reaction Injection Molding). Genaue Angaben zu den geplanten neuen Produktionskapazitäten wurden in der aktuellen Aussendung nicht gemacht. Allerdings sollen die Gesamtkapazitäten von Zeon zur DCPD-Produktion durch die neue Anlage um rund 20% steigen.

Zeon reagiert mit den neuen DCPD-Kapazitäten insbesondere auf die weiter steigende Nachfrage nach COC/COP. Erst vor Kurzem hatte das Unternehmen in diesem Zusammenhang auch über die geplante Errichtung eines neuen COC/COP-Werks am Standort Tokuyama in Shunan im Südwesten von Honshū informiert (siehe plasticker-News vom 03.03.2026).

Die in Tokio ansässige Zeon zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Synthesekautschuken und Spezialpolymeren. Der Konzern verfügt über zahlreiche Standorte und Tochterunternehmen in Japan und ist darüber hinaus auch in China, Taiwan, Südkorea, Thailand, Singapur, Vietnam, Indien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den USA, Mexiko und Brasilien präsent. Im Geschäftsjahr 2025/2026 setzte Zeon insgesamt 412 Mrd. JPY (2,231 Mrd. EUR) um und erzielte dabei einen operativen Gewinn von 36,4 Mrd. JPY (197 Mio. EUR) und einen Nettogewinn in Höhe von 36,2 Mrd. JPY (196 Mio. EUR).

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