Der "Interior-Hub for Sustainable Mobility" ("InSuM") hat seine interaktive Web-App zum automobilen Innenraum deutlich erweitert. Die Anwendung bündelt Ergebnisse aus dem Trendscouting und ordnet Entwicklungen bei Komponenten, Werkstoffen, Funktionen und Fertigungstechnologien. Ziel ist es, Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der automobilen Lieferkette bei der Identifikation neuer Technologien und möglicher Kooperationspartner zu unterstützen.
Interaktive Darstellung von Interieur-Trends
Die Web-App bildet einen beispielhaften Fahrzeuginnenraum ab und gliedert die Inhalte in Themenfelder wie Sitze, Cockpit, Beleuchtung und Sensorik. Hinter den einzelnen Bereichen stehen Informationen zu aktuellen und absehbaren Entwicklungen im Fahrzeuginterieur. Beschrieben werden unter anderem Auswirkungen auf Bauteile, Funktionen, Materialien und Produktionsverfahren.
Zu den beobachteten Themen zählen integrierte Anzeige- und Bedienelemente, funktionalisierte Textilien, Lichtlösungen, verdeckte Lüftungskonzepte, rezyklierte Werkstoffe und neue Oberflächen. Damit adressiert die Anwendung sowohl klassische Kunststoffkomponenten als auch die zunehmende Verbindung von Kunststofftechnik mit Elektronik, Textilien, Sensorik und Lichttechnik.
Suche nach Technologien und Kooperationspartnern
Neben der Darstellung von Trends enthält die Web-App Informationen zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die an entsprechenden Technologien arbeiten oder diese anbieten. Nutzer können nach Neuheiten suchen und eigene Entwicklungen als Steckbriefe einstellen. Diese Informationen lassen sich nach Angaben von "InSuM" auch als PDF exportieren.
Für Kunststoffverarbeiter soll die Plattform insbesondere den Zugang zu neuen Anwendungsfeldern im Fahrzeuginterieur erleichtern. Gleichzeitig können Automobilhersteller, Tier-1-Zulieferer und etablierte Verarbeiter nach Lieferanten oder Entwicklungspartnern aus angrenzenden Technologiefeldern suchen. Damit dient die Anwendung auch der branchenübergreifenden Vernetzung innerhalb der automobilen Wertschöpfungskette.
Fokus auf den Markt für Fahrzeuginnenräume
"InSuM" ordnet den Fahrzeuginnenraum als Wachstumsfeld der Automobilindustrie ein. Nach Angaben des Hubs gehen aktuelle Prognosen von jährlichen Wachstumsraten von 4 bis 6 % aus. Technologische Treiber sind unter anderem die stärkere Integration digitaler Funktionen, neue Bedienkonzepte, nachhaltigere Materialien und die funktionale Aufwertung von Oberflächen und Bauteilen.
Der Transformations-Hub wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Er ist als Verbundprojekt organisiert und bringt Industrie- und Forschungspartner zusammen. Leadpartner ist automotive thüringen e.V.; weitere Partner des Konsortiums sind AMZ Sachsen, Bayern Innovativ und TUCed.
Für die Kunststoffbranche ist die Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil sich zentrale Trends im Fahrzeuginterieur unmittelbar auf Materialauswahl, Bauteilgestaltung, Oberflächenfunktionalisierung und Fertigung auswirken. Zugleich entstehen zusätzliche Schnittstellen zu Elektronik, Lichttechnik, Sensorik und Textilien. Die Web-App kann damit als Informations- und Vernetzungsinstrument für Unternehmen dienen, die ihre Aktivitäten im automobilen Interieur ausbauen oder neue Entwicklungskooperationen aufbauen wollen.
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