07/11/2025
Die Misere am Markt geht weiter / Trotz Produktionsdrosselungen üppige Mengen / Nachfrage schwächelt branchenübergreifend weiter / Keine Besserung bis Jahresende?

Die Lage war so wie im vergangenen Monat erwartet: Die Anbieter konnten sich dem Druck der schwachen Nachfrage nicht entziehen und mussten sich den Abschlagsforderungen beugen. Je einfacher die Type war, umso höher fielen die Nachlässe aus. Trotz aller Drosselungen stiegen die Lagerbestände der Erzeuger weiter an und überschritten das Normalniveau mehr als deutlich. Nicht nur der Automobilsektor zeigte sich anhaltend schwach. Auch das E+E-Segment sowie die anderen Industriesektoren nahmen weniger ab als gedacht. Die erhofften Impulse im Umfeld der K-Messe in Düsseldorf blieben aus.
Die zweite Tranche der Quartalsabschläge ist im November fällig. Einige Verarbeiter dürften sogar auf dreistellige Nachlässe spekulieren. Aller Voraussicht nach wird der Ablauf der Mengen weiterhin gering sein. Daher ist ein Lagerabbau höchst unwahrscheinlich. Und als wäre das nicht genug, reichern auch wieder Importe aus Asien das schon üppige Angebot weiter an. Von nirgendwoher kommen Impulse. Erste Verarbeiter schmieden bereits an konkreten Sparplänen –Stellenabbau inklusive.
Eine Ausnahme bildete nur POM natur: Obwohl sich der gesamte Markt eigentlich im Abwärtssog befand, konnten die Erzeuger die Kontraktpreise aus dem Vormonat fortschreiben. Verarbeiter, die größere Mengen kauften, wurden über Spezialgeschäfte für ihr Stillhalten bei den Kontrakten belohnt. Die Drosselungen waren so gut austariert, dass die Lagerbestände nur minimal bis gar nicht anstiegen. Auch im kommenden Monat werden die Erzeuger versuchen, die Preise erneut stabil zu halten. Dies könnte dann funktionieren, wenn weniger Importe angelandet werden.
Mehr Informationen zu den KI Polymerpreisen ...