Für Smartphones liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer bei etwa drei Jahren. Wird ein Smartphone in diesem Zeitraum ersetzt, entstehen gegenüber einer fünf- bis sechsjährigen Nutzung deutlich höhere Mengen an Kunststoff- und Elektronikabfall.
Der um rund 50 % geringere CO₂-Ausstoß von Fairphone (gegenüber 2022) ist ein Indikator dafür, dass längere Nutzung und Recycling von Material konkrete Wirkung haben.
Konkrete Vergleichszahlen für den Kunststoff- und Lebenszyklus-Fußabdruck von Smartphones größerer Hersteller sind selten öffentlich. Genau hier liegt der Wert von Fairphone: Durch Transparenz und Dokumentation liefert das Unternehmen eine greifbare Datenbasis, die in der Smartphone-Branche sonst kaum vorhanden ist.
Das Fairphone ist natürlich nicht hundertprozentig nachhaltig, schon allein, weil dem Recycling und der Wiederverwendbarkeit von Material Grenzen gesetzt sind. Das räumt Fairphone auch selbst ein. Trotzdem zeigt das Unternehmen mit seinen Geräten praxisnahe Beispiele für materialeffizientes Design, das Elektronik nachhaltig macht.
So demonstriert Fairphone auch, wie Kunststoffkomponenten und Elektronik nicht nur als kurzlebiges Verbrauchsgut, sondern auch als Ressource innerhalb eines Kreislaufs gesehen werden können. Modularität, langlebiges Design und Recycling senken den Verbrauch von Material und den CO₂-Fußabdruck. Fairphone liefert damit ein Muster für eine nachhaltige Produktstrategie.