Kunststoffsysteme setzen an drei Stellen an:
- An der Oberfläche sorgen versickerungsfähige Rasengitter und Flächenbeläge dafür, dass Regen direkt vor Ort eindringt, statt abzufließen.
- Im Untergrund speichern Füllkörper-Rigolen – unterirdische Kunststoff-Hohlkörper – Starkregenspitzen zwischen und geben sie verzögert an den Boden ab. Diese Art von Speichern fassen bei kleinerem Bauraum mehr Volumen als Kiesrigolen und sind je nach Ausführung bis LKW-Last belastbar.
- Als Schutzschicht verhindern Geokunststoffe wie Filtervliese, dass Feinteile die Poren zusetzen, und halten das System dauerhaft funktionsfähig.
Erst das Zusammenspiel dieser Ebenen macht eine Fläche starkregentauglich. Gegenüber klassischen Materialien punkten Kunststoffe mit geringem Gewicht, freier Formbarkeit und Korrosionsbeständigkeit; als Rezyklat-Systeme lassen sie sich zudem in Kreislaufkonzepte einbinden – warum das für Unternehmen zunehmend zählt, zeigt der Beitrag Warum Rezyklate für Unternehmen immer relevanter werden. Beton bleibt dort sinnvoll, wo schwere Lasten oder große Flächen im Spiel sind – oft ist es die Mischung aus beiden Materialien, die am Ende am besten funktioniert.