Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF aus Darmstadt auf der K 2019 in Düsseldorf -- K Messe
Standverwaltung
Option auswählen
Rubber & TPE Science Campus

Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Bartningstr. 47, 64289 Darmstadt
Deutschland
Telefon +49 6151 705-0
Fax +49 6151 705-214
info@lbf.fraunhofer.de

Dieser Aussteller ist Mitaussteller von
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Hallenplan

K 2019 Hallenplan (Halle 7): Stand SC01

Geländeplan

K 2019 Geländeplan: Halle 7

Ansprechpartner

Prof. Dr. Rudolf Pfaendner

Bereichsleiter Kunststoffe

Dipl.-Ing. Shilpa Khare

Gruppenleiterin Technikum

Dr. Elke Metzsch-Zilligen

Gruppenleiterin Additivierung
Rezepturentwicklung und Dauerhaftigkeit

Dr. Michael Großhauser

Additivierung

Dr. Frank Schönberger

Gruppenleiter Funktionspolymere

Besuchen Sie uns!

Halle 7 / SC01

18.10.2019

Thema

15:00

Smart vernetzt: Intelligente Sensoren überwachen und optimieren Industrieprozesse 4.0

Sonderschau: Digitalisierung / Kunststoffindustrie 4.0
18. Oktober, 15:00 Uhr, Halle 6 Stand 6/C 40
 
Shilpa Khare, Gruppenleitung Technikum

Mehr Weniger

22.10.2019

Thema

12:00

Plastics Europe - Podiumsdiskussion: Funktionalität II

Moderation Science Campus, Plastics Europe
Prof. Dr. Rudolf Pfaendner, Bereichsleitung Kunststoffe

Mehr Weniger

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.02  Thermoplastische Elastomere
  • 01.02.009  PUR-Elastomere
  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.02  Thermoplastische Elastomere
  • 01.02.016  Sonstige thermoplastische Elastomere
  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.10  Zusatzstoffe
  • 01.10.002  Additive, andere
  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.10  Zusatzstoffe
  • 01.10.028  Brandschutzmittel
  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.10  Zusatzstoffe
  • 01.10.105  Stabilisatoren
  • 01  Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • 01.14  Sonstiges
  • 01.14.024  Werkstoffe im Verbund

Unsere Produkte

Produktkategorie: Brandschutzmittel, Stabilisatoren, Wissenschaft und Beratung, Additive, andere

Neue Stabilisatoren für die Langzeitstabilität von Polyolefinen

Kunststoffe werden während der Verarbeitung hohen Temperaturen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Ohne zugesetzte Additive kommt es dabei zum Abbau des Materials und zum Verlust der mechanischen Eigenschaften. Wissenschaftler des Fraunhofer LBF haben neue biobasierte Verarbeitungsstabilisatoren entwickelt, die über einfache Syntheseverfahren hergestellt werden können. Sie zeigen eine exzellente verarbeitungsstabilisierende Wirkung auf Polyolefine und könnten industriell etablierte, auf Erdöl basierende Stabilisatoren ersetzen. Darüber hinaus zeigen die neuen Antioxidantien eine geringe Flüchtigkeit und keine für den Menschen schädlichen Abbauprodukte. Sie sind daher besonders für Anwendungen in der Lebensmitteltechnik oder in der Pharmazie geeignet.

Mehr Weniger

Anwendungen
Lebensmittel, Funktionsteile, Medizin

Hot Topics
Biokunststoffe

Produktkategorie: Werkstoffe im Verbund, Wissenschaft und Beratung

Neue Verbundwerkstoffe für langlebige technische Anwendungen aus gebrauchten PET-Flaschen

Kunststoffabfälle und ein unsachgemäßer Umgang mit ihnen führen zu globalen Umweltproblemen. Dabei sind vor allem Verpackungskunststoffe problematisch, die nach einem kurzen Nutzungszyklus entsorgt werden oder in die Umwelt gelangen. Eine Antwort darauf ist es, aus kurzlebigen Kunststoffabfällen hochwertige Werkstoffe zu gestalten, die in langlebigen technischen Anwendungen einen neuen Einsatz finden. Im Forschungsvorhaben »UpcyclePET« entwickelt das Fraunhofer LBF zusammen mit der EASICOMP GmbH – einem Experten für langglasfaserverstärkte Thermoplasten – einen neuen und zugleich kostengünstigen Werkstoff auf Basis gebrauchter Getränkeflaschen aus PET (Polyethylenterephthalat). Potentielle Zielanwendungen liegen im Bereich automobiler Leichtbau-Teile, wie Motorlager oder Montageträger

Mehr Weniger

Anwendungen
Strukturelemente, Under the hood

Zielprodukte
Komplexe Geometrie, fest

Hot Topics
Kreislaufwirtschaft, Leichtbau

Produktkategorie: Additive, andere, Stabilisatoren, Wissenschaft und Beratung

Neue Wege zu ultraleichten Kunststoffen.

Viele Anwendungen von Kunststoffen im Ultraleichtbau werden erst durch den Einsatz von Additiven erschlossen, welche es erlauben, das Eigenschaftsprofil von Kunststoffen für eine gewünschte Anwendung maßzuschneidern. So müssen beispielsweise Kunststoffe in vielen Fällen gegen den schädigenden Einfluss von Luftsauerstoff, Licht oder aggressiven Medien geschützt werden. Das Fraunhofer LBF entwickelt Methoden, damit auch ultraleichte Produkte, wie – Autoteile, Verpackungen oder Bauteile, – zuverlässig ihren vorgesehenen Einsatz leisten können.

Mehr Weniger

Hot Topics
Leichtbau

Produktkategorie: Werkstoffe im Verbund, Wissenschaft und Beratung

Numerische Lebensdauersimulation für Composites

Bei der Ermüdung von Bauteilen aus endlosfaserverstärkten Kunststoffen wirkt eine Vielzahl verschiedener Schädigungsmechanismen. Verschiedene Arten von Rissen führen zu Änderungen der lokalen Material- und Bauteilsteifigkeit, wodurch sich auch die Verteilung der Beanspruchung im Bauteil über die Belastungsdauer ständig verändert. Aktuelle Arbeiten am Fraunhofer LBF betrachten die Auswirkung mikroskopisch kleiner Risse auf die effektive Steifigkeit des Materialverbunds, um diese Umverteilungen bei der Entwicklung neuer Bauteil-Auslegungsmethoden noch besser berücksichtigen zu können.

Mehr Weniger

Anwendungen
Automobilbau, Industrie

Zielprodukte
Folie/Platte, Komplexe Geometrie, hochfest, fest

Hot Topics
Leichtbau

Produktkategorie: Wissenschaft und Beratung

Monitoring von Compoundier-Prozessen im Kontext Industrie 4.0.

Die kunststoffverarbeitende Industrie befindet sich im Umbruch. Auch wenn das Thema Industrie 4.0 für einen Großteil der kunststoffverarbeitenden Industrie und Anlagenhersteller noch sehr abstrakt erscheint, so passiert »hinter« den Kulissen eine ganze Menge. So wird mit der VDI/VDE 4000 eine Richtlinie geschaffen, die Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihren individuellen Reifegrad im Kontext Industrie 4.0 zu bestimmen. Unternehmen sind dadurch in der Lage, wesentliche Schritte im Kontext der digitalen Transformation zielgerichtet einleiten zu können. Dies ist zwingen erforderlich, um zukünftig das eigene Unternehmen innerhalb einer digital geprägten Wertschöpfungskette integrieren zu können. Das Fraunhofer LBF erarbeitet dazu Methoden, welche Material- und Prozesseigenschaften erfassen, vorauswerten und zielgerichtet zur Verfügung stellen.

Mehr Weniger

Hot Topics
Vernetzte Wertschöpfungskette

Produktkategorie: Sonstige thermoplastische Elastomere, Wissenschaft und Beratung, PUR-Elastomere

Temperaturabhängige Lebensdauerprognose für Elastomerbauteile

Elastomere kommen in vielen Anwendungsgebieten vorwiegend zur Dämpfung von Schwingungen zum Einsatz. Ihre Betriebstemperatur liegt i.d.R. zwischen -50 °C und 150 °C. Im Betrieb ist die Temperaturentwicklung jedoch nicht nur von der Umgebungstemperatur abhängig, sondern signifikant von der Eigenerwärmung aufgrund der dissipierten Energie unter zyklischer Belastung. Die dissipierte Energie wird maßgeblich durch die Materialeigenschaften beeinflusst. Die Temperaturerhöhungen wirken sich auf das mechanische Verhalten und somit auf die Lebensdauer aus und sollten deshalb im Auslegungsprozess Berücksichtigung finden. Die AiF-Projekte »Elasto-Opt I und II« wurden in Koorperation zwischen der Technischen Universität Darmstadt, der Universität der Bundeswehr München und dem Fraunhofer LBF bearbeitet und beschäftigten sich mit der Erfassung und Berücksichtigung dieser Temperaturabhängigkeit in der FEM-Simulation und den Methoden zur Lebensdaueranalyse. Das Ergebnis ist ein anwendungsreifes Konzept zur temperaturabhängigen Lebensdauerprognose von Elastomerbauteilen.

Mehr Weniger

Anwendungen
Automobilbau, Industrie

Zielprodukte
Komplexe Geometrie, halbfest, flexibel/elastisch

Firmennews

Datum

Thema

Download

26.09.2019

Umweltfreundlicher Flammschutz

Das Recycling von flammgeschützten Polymeren ist eine Herausforderung, der sich pinfa, Fraunhofer LBF und der FGK aktiv gestellt haben. Gemeinsam wird das Potenzial von PIN-Flammschutzmitteln für die Kreislaufwirtschaft verbessert.

Mehr Weniger

26.09.2019

Fraunhofer LBF und BAM entwickeln schnelleres Verfahren für flammgeschützte Kunststoffe

Viele moderne Kunststoffmaterialien kommen heute nicht ohne einen additiven Flammschutz aus. Bei der Neuentwicklung solcher Kunststoffzusammen-setzungen gilt es, eine optimale Kombination aus Flammschutz, Verarbeitungsfähigkeit und mechanischen Kennwerten zu erreichen. Wie sich dieses Ziel schneller umsetzen lässt, das haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gezeigt. Dabei schlagen die Forscher sowohl beschleunigte Verfahren in der Verarbeitung als auch bei der Charakterisierung des Brandverhaltens vor. Die umfangreichen Untersuchungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Schnelle Entwicklung von flammgeschützten Formulierungen für thermoplastische Polyurethane" haben wertvolle Daten generiert, die insbesondere mittelständische Unternehmen in Zukunft für die Optimierung ihrer bereits vorhandenen oder für die Entwicklung neuer flammgeschützter Formulierungen nutzen können. Die Ergebnisse des Projekts tragen so zu sicheren Produkten am Markt bei. Das Fraunhofer LBF zeigt mehr zum Thema Flammschutz im Rahmen der Messe „K" vom 16. bis 23. Oktober 2019 bei Plastics Europe in Halle 7 SC 09. 
 
Die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität sowie die Digitalisierung von Alltagsgegenständen werden zu einem größeren Bedarf an spezialisierten Materialien führen. Thermoplastische Polyurethane (TPU) als Hochleistungswerkstoffe gehören zu diesen Materialien der Zukunft. Der Markt für sie hat bereits jetzt einen Wert von 1,5 Milliarden Euro, und bis zum Jahr 2025 erwarten Experten ein jährliches Wachstum von 5,3 Prozent. Neben den hervorragenden Eigenschaften, wie Dämpfungsvermögen, Kälteflexibilität, chemische Beständigkeit, Verschleiß- und Abriebfestigkeit, zeigen diese Polymertypen aber auch eine thermische Instabilität und eine leichte Entflammbarkeit, was die Entwicklung von entsprechenden flammgeschützten Materialien besonders anspruchsvoll macht. Zugleich ist bei der Verarbeitung von TPU zu beobachten, dass es zu einer hohen Scherempfindlichkeit, und daraus resultierend, zu einem Aufbau von Scherspannung kommt, die eine gleichmäßige Dispersion des Flammschutzmittels erschwert. Die Entwicklung von flammgeschützten TPU-Formulierungen ist daher anspruchsvoll und kostenintensiv.

Um die Industrie bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, haben Wissenschaftler der beiden Institute im Rahmen des Vorhabens „Schnelle Entwicklung von flammgeschützten Formulierungen für thermoplastische Polyurethane" kooperiert. Es zählt zum Programm „Industrielle Gemeinschaftsförderung und -entwicklung" (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Mit dem so genannten „Combinatorial Compounding"/„High Throughput Screening" (CC/HTS)-System strebten die Forscher eine aussagefähige Charakterisierung der hergestellten flammgeschützten TPU-Formulierungen an. Die Compound-Entwicklung wurde dadurch deutlich beschleunigt und zugleich ressourcenschonender.

Es wurden dazu flammgeschützte Compounds mit verschiedenen Formulierungen für drei TPU-Basismaterialien mit unterschiedlicher Shore-Härte hergestellt. Als Ziel wurde ein Lastenheft festgelegt, in welchem die zu erhaltenden Materialeigenschaften definiert wurden. Der Schwerpunkt lag dabei auf den mechanischen Kennwerten, welche durch die Zugabe an Flammschutzmitteln so gewählt wurden, dass der Einfluss auf die mechanischen Kennwerte so wenig wie möglich verändert werden sollte. Als schnelles Analytikverfahren für das Brandverhalten wurde das Rapid-Mass-Kalorimeter getestet und alle Ergebnisse mit den entsprechenden Messungen im Cone-Kalorimeter detailliert verglichen. Begleitende Untersuchung war die Pyrolyse mit thermoanalytischen Methoden, wie der Thermogravimetrie gekoppelt mit der Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer Pyrolysegasanalyse und der Pyrolyse-Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung.

Es konnte so gezeigt werden, dass das Rapid-Mass-Kalorimeter geeignet ist, den erreichten Flammschutz jeglicher flammgeschützter TPU zu bewerten. Die verschiedenen TPU-Typen zeigten nur wenige, aber dafür signifikante, Unterschiede, z.B. im Massenverlust der einzelnen Abbaustufen der Pyrolyse und in der Mechanik. Einige Formulierungen mit stickstoffbasierten Flammschutzmitteln zeigten Mechaniken im Bereich des Reinmaterials. Manche erwiesen sich aber hinsichtlich Brandverhalten und Flammschutz als überraschend ähnlich. Vergleiche innerhalb von Materialsets, die auf den gleichen Flammschutzkonzepten, sprich Wirkprinzipien basieren, ergaben exzellente Korrelationen.

Die gewonnenen Erkenntnisse können nun von Unternehmen direkt bei der Entwicklung von flammgeschützten Formulierungen für TPU genutzt werden. Der Einsatz von halogenfreien Flammschutzmitteln im Rahmen des Forschungsvorhabens zeigte zudem Synergien bei verschiedenen Flammschutzmitteln auf, womit die Entwicklung in den Unternehmen in diesem Wachstumsmarkt vereinfacht wird. Die beiden Forschungsinstitute stehen auch über das konkrete Projekt hinaus der Industrie mit ihrer breiten Expertise als Partner im Bereich flammgeschützte Kunststoffe zur Verfügung.

Mehr Weniger

27.08.2019

Bestens ausgerichtet: Optimiertes Spritzgusswerkzeug stellt kurzfaserverstärkte Platten für unidirektionale Probekörper her

Wie lassen sich die mechanischen Eigenschaften eines Werkstoffes bestmöglich ausnutzen? Diese Frage haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF mit einem optimierten Spritzgusswerkzeug beantwortet. Das Werkzeug schont Umwelt und Ressourcen, weil sich damit Bauteile mit minimalem Gewicht zuverlässig auslegen lassen. Es ermöglicht die Herstellung von kurzglasfaserverstärkten unidirektionalen Platten, um daraus hochorientierte Probekörper für Zugversuche anzufertigen. Dazu wurde das Werkzeug so ausgelegt, dass die Verstärkungsfasern näherungsweise unidirektional (UD) in Fließrichtung ausgerichtet sind. Die Probekörper lassen sich aus der Platte in jedem beliebigen Winkel zur Fließrichtung entnehmen, um Parameter für die Materialbeschreibung zu ermitteln. Die neue Probekörpergeometrie wird winkelspezifische Materialkennwerte liefern, somit steigt die Abbildungsgüte der Versuche. Materialien können optimal modelliert und Bauteile simuliert werden, was beim Auslegen eines neuen Bauteils die Präzision erhöht und Wettbewerbsvorteile sichert.

Unabhängig vom Faseranteil erreichen faserverstärkte Kunststoffe unter Belastung parallel zur Faserrichtung ein Vielfaches der Festigkeitswerte in Querrichtung. Die analytische Beschreibung der Superposition aus Faser und Matrix über Ansätze der Mikromechanik ist Gegenstand der Forschung. Dringend benötigt werden detaillierte Kenntnisse über makroskopische, richtungsabhängige Materialdaten. Nach derzeitigem Kenntnisstand existiert kein allumfassendes Model, das die Effekte der Anisotropie berücksichtigt. Für die Erfassung der Materialdaten sind Zugversuche unter 0 Grad und 90 Grad zur Fließrichtung unabdinglich. Versuche unter weiteren Winkeln sind vorteilhaft für die zuverlässige Modellierung.

Integrative Simulation als mächtiges Werkzeug bei der Bauteilauslegung

Die in der Kunststoffschmelze enthaltenen Fasern richten sich während des Spritzgießens in der Kavität des Werkzeugs aus. Beim Füllen der Kavität entstehen durch die strömungsinduzierte Verteilung der Verstärkungsfasern und formwandnahe Scherkräfte lokal anisotrope Materialeigenschaften. »Der Herstellungsprozess muss somit in die Analyse der mechanischen Eigenschaften bei der Bauteilauslegung einbezogen werden. Die Integrative Simulation, die die Simulation des Spritzgießvorgangs mit der anschließenden FEM-Berechnung verkettet, ist zu einem mächtigen Werkzeug bei der Bauteilauslegung geworden«, erklärt Tamara van Roo, am Fraunhofer LBF verantwortlich für das Projekt.

 Allgemein bilden sich bei plattenförmigen Bauteilen im Spritzgussprozess mit faserverstärkten Materialien zwei Randschichten (Orientierung in Fließrichtung) und eine Mittelschicht (Orientierung quer zur Fließrichtung) über die Plattendicke. Diese unterschiedlichen Orientierungen erschweren den Auslegungsprozess

Konzept der UD-Platte

Sowohl für die mikromechanische Modellierung als auch für phänomenologische Kriterien werden uniaxiale Materialdaten benötigt. Für eine möglichst werkstoffnahe Beschreibung werden homogene Orientierungszustände bevorzugt. Ein derartiger Zustand ist beispielsweise eine Platte, in der 100 Prozent der Fasern in Fließrichtung orientiert sind. Dann liegt Unidirektionalität (UD) vor.

Die neue UD-Platte ist so ausgelegt, dass sie an einer Standard-Spritzgussmaschine hergestellt werden kann. Somit ist sie kostengünstig und auch für KMUs zugänglich. Mit einer Größe von 80x40x2 Millimeter ist sie doppelt so breit wie die bereits vorhandene UD-Platte, die als Basis diente. Die Probekörper 1BB oder 5B nach DIN EN ISO 527-2 sind 40 Millimeter lang und lassen sich unter jedem beliebigen Winkel zur Fließrichtung aus der neuen Platte entnehmen. So wird die Platte zu einem einfachen aber elementaren Werkzeug zur Ermittlung der Messdaten für die Weiterentwicklung existierender Materialmodelle.

Gesteigerte Präzision in der Auslegung verschafft Wettbewerbsvorteile

Die neue Platte erlaubt die Extraktion von Probekörpern, die winkelspezifische Materialkennwerte liefern. So lässt sich die Materialmodellierung optimal anpassen, was beim Auslegen eines neuen Bauteils die Präzision steigert und Wettbewerbsvorteile verschafft. »Die Ermittlung der winkelabhängigen Kennwerte ist auch im Hinblick auf Umweltschutz wichtig. Denn Bauteile, die im frühen Konstruktionsstadium schon zuverlässig ausgelegt werden, können mit minimalem Gewicht und Materialeinsatz entwickelt werden. Das schont Ressourcen«, betont Tamara van Roo.

Zur Überprüfung der Werkzeugauslegung vergleicht die LBF-Wissenschaftlerin gemessene Faserorientierungswerte mit den Ergebnissen der Simulation. Die Simulation bietet ein valides Abbild der wahren Faserorientierung. In der Mittelschicht wird sogar die vorausgesagte Faserorientierung übertroffen. Die Messwerte geben eine Faserorientierung von mindestens 80 Prozent an. Das bedeutet, dass mehr als 80 Prozent der Fasern in Spritzrichtung orientiert sind. Es kann von einem nahezu UD-Zustand gesprochen werden.

Mehr Weniger

05.08.2019

Nachhaltig dämmen - Wäremdämmsysteme aus Naturstoffen

OrganoPor ist ein Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Wärmedämmsystemen aus nachwachsenden Naturstoffen. Zielsetzung von OrganoPor ist es, Dämmsysteme zu entwickeln, die wärmedämmend, selbsttragend und flammgeschützt sind. Der technologische Ansatz von OrganoPor besteht darin, Naturstoffe mit flammhemmendem Bioharz zu umhüllen und so zu Dämmplatten zu verarbeiten.

Wir suchen weitere Partner!

Mehr Weniger

12.07.2019

Kunststoffe wertvoller machen: ein zweites maßgeschneidertes Leben dank werkstofflichem Recycling

Mit den richtigen Inhaltsstoffen können Kunststoffe lange haltbar oder auch leicht wieder verwertbar sein. Wissenschaftler im Fraunhofer LBF unterstützen mit ihrer Expertise das neue Fraunhofer-Exzellenzcluster »Circular Plastics Economy«. Sie haben neue Stabilisatoren entwickelt und werden Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen (»Biopolymere«) so konzipieren, dass diese ohne fossile Materialien auskommen.

Mehr Weniger

Über uns

Firmenporträt

Mit dem Forschungsbereich Kunststoffe begleitet und unterstützt das Fraunhofer LBF seine Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Polymersynthese über den Werkstoff, seine Verarbeitung und das Produktdesign bis hin zur Qualifizierung und Nachweisführung von komplexen sicherheitsrelevanten Leichtbausystemen. Der Forschungsbereich ist spezialisiert auf das Management kompletter Entwicklungsprozesse und berät seine Kunden in allen Entwicklungsstufen. Hochleistungsthermoplaste und Verbunde, Duromere, Duromer-Composites und Duromer-Verbunde sowie Thermoplastische Elastomere spielen eine zentrale Rolle. Der Bereich Kunststoffe ist ein ausgewiesenes Kompetenzzentrum für Additivierungs-, Formulierungs- und Hybrid-Fragestellungen. Umfassendes Know-how besteht in der Analyse und Charakterisierung von Kunststoffen und deren Veränderung während der Verarbeitung sowie in der Methodenentwicklung zeitaufgelöster Vorgänge bei Kunststoffen.

Unsere Themen auf der K 2019: UpCycling von PET-Kunststoffen, Recycling halogenfrei flammgeschützter Kunststoffe, Additive, verständnisbasierte Produktentwicklung, rationale Materialentwicklung. Kreislaufwirtschaft, Technische Kunststoffe, Kunststoffadditivierung, Prozessentwicklung, Leichtbau, Nachhaltigkeit

Forschung mit System!
Das Fraunhofer LBF in Darmstadt entwickelt, bewertet und realisiert im Kundenauftrag maßgeschneiderte Lösungen für maschinenbauliche Komponenten und Systeme, vor allem für sicherheitsrelevante Bauteile und Systeme. Dies geschieht in den Leistungsfeldern Schwingungstechnik, Leichtbau, Zuverlässigkeit und Polymertechnik. Neben der Bewertung und optimierten Auslegung passiver mechanischer Strukturen werden aktive, mechatronisch-adaptronische Funktionseinheiten entwickelt und prototypisch umgesetzt. Parallel werden entsprechende numerische sowie experimentelle Methoden und Prüftechniken vorausschauend weiterentwickelt. Die Auftraggeber kommen aus dem Automobil- und Nutzfahrzeugbau, der Schienenverkehrstechnik, dem Schiffbau, der Luftfahrt, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik, der Elektrotechnik, dem Bauwesen, der Medizintechnik, der chemischen Industrie und weiteren Branchen. Sie profitieren von ausgewiesener Expertise der rund 400 Mitarbeitern und modernster Technologie auf mehr als 11 560 Quadratmetern Labor- und Versuchsfläche.

Mehr Weniger

Unternehmensdaten

Anzahl der Beschäftigten

101 - 500

Gründungsjahr

1938

Geschäftsfelder
  • Rohstoffe, Hilfsstoffe
  • Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschuk-Industrie
Zielgruppen
  • Kunststoffwarenherstellung
  • Chemische Industrie
  • Maschinenbau
  • Fahrzeugbau / Luft- und Raumfahrt